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Potsdams Innenstadt drohte Überflutung

Neue Details zum Rohrbruch am Bassinplatz Potsdams Innenstadt drohte Überflutung

Eine Millioneninvestition der Stadtwerke hat die Innenstadt beim Rohrbruch vom 2. Juni vor einem weitaus schlimmeren Schaden bewahrt. Hätte sich der neue Trinkwasserspeicher in Neu Fahrland nicht automatisch geschlossen, wären Tausende Kubikmeter Wasser auf den Bassinplatz geflutet. Die neue Technologie ist erst seit Mai in Betrieb.

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Ein am Straßenrand geparktes Auto war in die unterspülte Straße eingesunken.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam/Innenstadt. Eine kurz zuvor abgeschlossene Millioneninvestition der Stadtwerke im Potsdamer Norden hat die Innenstadt bei der Havarie am 2. Juni vor weitaus größeren Schäden bewahrt. Nach einem Wasserrohrbruch war die Straße Am Bassin über eine Distanz von 100 Metern unterspült worden. Ein Auto versank im Grund und musste mit dem Kran geborgen werden. Viele Haushalte waren längere Zeit ohne Wasser.

Hätten die Stadtwerke nicht kurz zuvor den Trinkwasserspeicher auf dem Kirchberg in Neu Fahrland komplett modernisiert, wäre der Schaden sehr viel größer gewesen und der Bassinplatz hätte seinen Namen zu Recht gehabt. Das hat André Lehmann, Hauptabteilungsleiter Wassertechnik, am Mittwoch im Potsdamer Hauptausschuss bekannt gegeben.

Mit dem Ende Mai beendeten Neubau des Hochbehälters auf dem Kirchberg bei Neu Fahrland sei nicht nur dessen Kapazität deutlich erweitert, sondern auch die Technologie erneuert worden. Das habe dazu geführt, dass die Wasserzufuhr am 2. Juni automatisch abgeschaltet wurde. „Sonst wäre der gesamte Hochbehälter leergelaufen.“

Bis zum 4,5 Millionen Euro teuren Umbau lag die Gesamtkapazität des Trinkwasserspeichers bei 10.000 Kubikmetern. Die Kapazität des im Mai fertiggestellten neuen Trinkwasserspeichers liegt bei 14.000 Kubikmetern, die auf zwei Speicherkammern mit 40 Metern Innendurchmesser und sieben Metern Höhe verteilt sind.

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Am 2. Juni 2017 ist am frühen Mittag am Bassinplatz in der Potsdamer Innenstadt eine Trinkwasserhauptleitung gebrochen.

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Laut Lehmann ist der neue Speicher im Normalbetrieb mit 12.000 Kubikmetern Wasser gefüllt. Die am 2. Juni ausgetretene Wassermenge sei nur ein Bruchteil davon. Die Investition habe so „deutliche Wirkung gezeigt“.

Laut Lehmann wurden die Stadtwerke am 2. Juni um 12.25 Uhr per Anruf über eine Störung informiert. „Innerhalb von 20 Minuten waren die Mitarbeiter vor Ort. Nach weiteren 20 Minuten war das Netz so weit abgesperrt, dass kein weiteres Wasser mehr austrat.“ Um 14.30 Uhr hatten alle Haushalte wieder Wasser.

Die Leitung unter dem Bassinplatz sei mit etwa 100 Jahren zwar sehr alt, doch sei die Lebensdauer auch vom Material abhängig. In die havarierte Hauptwasserleitung mit ihrem Durchmesser von 40 Zentimetern werde bis Ende nächster Woche eine schlankere Leitung mit 30 Zentimetern Durchmesser eingezogen. Dann werde die Straße repariert. In vier bis fünf Wochen sollen die Arbeiten laut Lehmann erledigt sein.

Von Volker Oelschläger

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