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Potsdams Lieblingsbuch ist Säure-Ratgeber

Bilanz der Bibliothek Potsdams Lieblingsbuch ist Säure-Ratgeber

Im letzten Jahr beschäftigte sich der Potsdamer Leser besonders gern mit seinem eigenen Säure-Basen-Haushalt, in diesem Jahr interessiert er sich für Äpfel, Mord und Totschlag: Die Stadt- und Landesbibliothek zieht eine positive Halbjahresbilanz.

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Die Stadt- und Landesbibliothek im Bildungsforum bei ihrer Eröffnung.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Die ungebrochene Leselust der Potsdamer Bevölkerung sorgt für Besucher- und Ausleihrekorde in den Bibliotheken der Stadt. Die Stadt- und Landesbibliothek (SLB) im Bildungsforum der Landeshauptstadt kann eine durchweg positive Halbjahresbilanz ziehen. Bereits im vergangenen Jahr wurde erstmals die Marke von einer Million Entleihungen überschritten, im ersten Halbjahr 2015 gab es nun sogar schon mehr als eine halbe Million Medien, die den Weg über den Ausleihtresen nahmen. Exakt 636.532 Ausleihen wurden in den Zweigstellen und der Hauptbibliothek zwischen dem 1. Januar und dem 30. Juni gezählt – ein Anstieg um satte 6 Prozent.

Der größte Anteil der Entleihen entfällt auch im Zeitalter von Kindle und Co. auf das gute alte gedruckte Buch, 56 Prozent der Ausleihen gehen auf das Konto der Printmedien. Überraschend: 41 Prozent der Ausleihen beziehen sich auf DVDs. Die Bibliotheken stellen eine günstige Alternative zu Videotheken dar, welche es zudem immer seltener gibt. Der Anteil der E-Books ist vergleichsweise gering, nur 3 Prozent der ausgeliehenen Medien sind digitale Bücher.

Besonders beliebt bei Kindern und Jugendlichen

Auch bei den jungen Potsdamerinnen und Potsdamern bleibt die Stadtbibliothek ein Renner. Sie machen 37 Prozent der Besucher aus, 8 Prozent mehr Ausleihen durch Kinder und Jugendliche im Vergleich zum Vorjahr wurden gezählt. Am beliebtesten: „Gregs Tagebuch“, Band 9 – die Werke der Reihe gehört deutschlandweit zu den am meisten aus Bibliotheken entliehenen Büchern.

Insgesamt zählte die SLB im ersten Halbjahr 14.264 angemeldete Nutzer und 188.000 Besucher, davon allein 156.500 in der Hauptbibliothek im Bildungsforum. Auch hier ist ein Anstieg von 10 Prozent im Vergleich zu 2014 zu verzeichnen.

Interessante Vorlieben bei der Lektüreauswahl

Entgegen den bundesweiten Trend in öffentlichen Bibliotheken sind Sachbücher in der SLB sehr gefragt, sie verzeichnen eine ausleihsteigerung von 10 Prozent. Besonders Gesundheitsthemen und Heimatkunde stehen hoch im Kurs: „Das Apfelbuch Berlin-Brandenburg“ ist der Sachbuchbestseller der Potsdamer, es folgen Bücher über Akupressur und Massagen.

Die Stadt- und Landesbibliothek Potsdam

Die SLB umfasst einen Bestand von über 600.000 Medien: wissenschaftliche Literatur und Fachliteratur, deutsch- und fremdsprachige Belletristik, Kinder- und Jugendbücher, Zeitungen und Zeitschriften, aber auch exotischere Medien wie Originalgrafiken und Musikalien.

Seit 2013 befindet sich die SLB im Bildungsforum am Platz der Einheit, gemeinsam mit der Wissenschaftsetage und der Volkshochschule.

Bibliotheken bilden eine günstige Alternative, die Jahreskarte der SLB für Erwachsene kostet 19€, für Kinder unter 18 Jahren ist die Benutzung kostenlos.

Auch die Unterhaltung darf bei den Landeshauptstädtern nicht zu kurz kommen. Bei den Krimis führt Adler-Olsens „Das Washington-Dekret“ die Hitliste an; bei den Romanen liegen „Der Tag, an dem ich fliegen lernte“(Stefanie Kremser) und „Der Trafikant“ (Robert Seethaler) gleich auf.

Ob eines dieser Werke auch über das gesamte Jahr 2015 gesehen seine Position in der Ausleihhitliste behaupten kann, wird sich zeigen. Im letzten Jahr war der erfolgreichste Titel in der Bibliothek überraschenderweise ein Sachbuch, dessen Titel auf das Gesundheitsbewusstsein der Potsdamer schließen lässt – es handelt von der wirkungsvollen Entsäuerung des Körpers zur Herstellung eines ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalts.

Von Saskia Popp

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