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Potsdam Potsdamer Norden fühlt sich weiter abgehängt
Lokales Potsdam Potsdamer Norden fühlt sich weiter abgehängt
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01:15 08.12.2018
Am Mittwoch tagen die Potsdamer Stadtverordneten. Quelle: Nadine Fabian
Groß Glienicke

Der ÖPNV-Frust im Norden der Landeshauptstadt wächst: Der Ortsvorsteher von Groß Glienicke fordert, dass sich die Stadtverordneten „entschieden für mehr ÖPNV und weniger Stau“ einsetzen. Alle Beschlüsse, die das Stadtparlament in diesem Jahr zur Verbesserung des Bus- und Tramverkehrs in den Potsdamer Norden gefasst habe, seien laut Winfried Sträter vom Verkehrsbetrieb Vip nicht umgesetzt worden. Dabei habe dessen Geschäftsführung mehr als ein Mal eingeräumt, dass seit Inbetriebnahme der Tram-Strecke bis Campus Jungfernsee und der damit verbundenen Veränderungen im Busverkehr nicht alles gut gelaufen ist und nachgebessert werden müsse.

„Ich selbst bin ein notorischer Nutzer des ÖPNV“, so Sträter. „Wenn ich zwischen Potsdam und Groß Glienicke aber umsteigen will, funktioniert fast überhaupt nichts.“ Auch mit der Umstellung auf den Winterfahrplan habe sich das nicht geändert. Ein direkter Umstieg sei nicht möglich, da die Taktung nicht stimme. Es fehle weiterhin an Unterstellmöglichkeiten am Campus Jungfernsee. Und noch immer sei in der Straßenbahn nicht erkennbar, welchen Anschlussbus die Passagiere erreichen können. „All das, was versprochen wurde, all das, was Sie gefordert haben, ist nicht erfüllt worden“, so Sträter. „Die Bilanz, die wir am Ende dieses Jahres ziehen müssen, ist deprimierend.“

Die Forderung des Ortsvorstehers: Der Oberbürgermeister soll schnellstmöglich eine Gesellschafterversammlung der Stadtwerke einberufen und die Vip-Geschäftsführer anweisen, die Busse der Linien 638 außerhalb der Schülertransportzeiten mindestens einmal stündlich von und bis zum Potsdamer Hauptbahnhof fahren zu lassen. Der Antrag wurde mit übergroßer Mehrheit in den Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr überwiesen. Der SPD-Fraktionschef Pete Heuer zeigte sich betroffen ob der schlechten Nachrichten aus Groß Glienicke und plädierte dafür, die Vip-Geschäftsführer in den Ausschuss einzuladen.

Von Nadine Fabian

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