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Potsdam Jakobs weist Kritik am „blu“ zurück
Lokales Potsdam Jakobs weist Kritik am „blu“ zurück
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17:19 07.11.2018
In der Sportschwimmhalle des „blu“ herrscht durchgängig Hochbetrieb. Quelle: Bernd Gartenschläger
Südliche Innenstadt

Mit scharfen Worten hat Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) die Kritik des Steuerzahlerbundes am Sport- und Freizeitbad „blu“ zurück gewiesen. Er halte es für „unangemessen, das Votum der Potsdamer aus einer Bürgerbefragung allein nach finanziellen Kriterien zu bewerten“, sagte Jakobs am Mittwoch vor den Stadtverordneten. Die Entscheidung für den Brauhausberg statt für das Bornstedter Feld als Standort sei mit höheren Kosten verbunden, so Jakobs: „Das ist richtig, kann jedoch nicht das ausschlaggebende Kriterium sein.“

Außerdem habe der Steuerzahlerbund „offensichtlich Wissenslücken“ zur Finanzierung des Baus, so Jakobs mit dem Verweis darauf, dass die höheren Investitionskosten den Steuerzahler „nicht direkt“ belasteten. Statt dessen zahlen die Stadtwerke, die für den Bäderbetrieb jährlich 3,5 Millionen Euro von der Stadt als Zuschuss bekommen.

Der Badbau sei zudem eine „Ersatzinvestition“, sagte der Oberbürgermeister: „Wir haben immerhin dafür die alte Schwimmhalle verzichtet.“ Das aber sei dem Steuerzahlerbund „keine Erwähnung wert“. Das „blu“ werde als „Luxusprojekt dargestellt“, dabei gebe es „in unserer wachsenden Stadt“ einen stetig wachsenden Bedarf.

Unter Applaus vor allem der Linken schloss er: „Wir können stolz darauf sein, dass wir das neue, dringend benötigte Bad aus eigener Kraft finanziere nun betreiben.“ Der Bund der Steuerzahler meine, Kommunen sollten „grundsätzlich nur das machen, was der Daseinsvorsorge entspricht“, so Jakobs: „Diese neoliberale Geisteshaltung kann ich nicht teilen.“

Der Steuerzahlerbund hat den Bau des „blu“ in seinem am Dienstag vorgestellten Schwarzbuch als „Steuerverschwendung“ kritisiert.

Von Volker Oelschläger

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