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Potsdam Potsdams Polizei jagt Feuerteufel
Lokales Potsdam Potsdams Polizei jagt Feuerteufel
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20:25 11.06.2015
Im März 2015 brannte es in einem Carport in der Ricarda-Huch-Straße. Quelle: Pascal van der Meer
Potsdam

Bei den Ermittlungen zur Autobrandserie im Potsdamer Wohngebiet Kirchsteigfeld hat die Polizei mittlerweile offenbar einen konkreten Verdacht. Maik Toppel, Chef der Polizeiinspektion Potsdam, gab im Potsdamer Hauptausschuss am Mittwochabend bekannt, dass zur Aufklärung der Brandserie „durchaus ernsthafte Ermittlungen“ betrieben würden. Die Maßnahmen richteten sich „auch gegen Tatverdächtige“.

Die Polizei stand in der Kritik, weil eine eigens gegründete Sonderkommission aufgelöst wurde, ohne dass ein Ergebnis bekannt geworden wäre. Zu Beginn des Jahres 2014 gab es eine Serie mit fünf Bränden und einem Gesamtschaden von 300 000 Euro. Weitere drei Brände mit einem Gesamtschaden von 40 000 Euro wurden in diesem Jahr gelegt. Zuletzt brannte es Mitte März.

Die Brandserie im Kirchsteigfeld

8. Januar 2014: In der Ricarda-Huch-Straße brennt in einem Carport ein Kia aus. Ein Opel daneben wird beschädigt.

14. Januar 2014: In der Pierre-de-Gayette-Straße brennt eine Mülltonne. Am Hirtengraben steht ein Toyota in einer offenen Garage in Flammen.

19. Januar 2014: In der Bettina-von-Arnim-Straße brennen in einem Carport ein Citroen, ein Opel und ein Skoda ab. Vier weitere Autos werden beschädigt. Der Carport war wegen der statischen Schäden mehrere Monate gesperrt.

16. Februar 2014: Am Hirtengraben brennt in einem Carport ein Ford.

21. März 2014: Am Hirtengraben brennt ein Volvo komplett aus.

4. Januar 2015: Wieder wird die Ricarda-Huch-Straße zum Tatort. Dort brennt ein Pkw aus.

19. Februar 2015: In der Nelly-Sachs-Straße brennt ein Mazda.

17. März 2015: Bei einem Brand in der Ricarda-Huch-Straße wird ein VW Passat komplett zerstört, ein weiter Passat und ein Renault nehmen Schaden.

Nach wie vor würden „mehrere Verfahren aus den Jahren 2014 und 2015 bearbeitet“, so Toppel im Hauptausschuss. Revier- und Kriminalpolizei seien „offen und verdeckt“ vor Ort. „Wir haben die Zeiten im Blick, zu denen es gebrannt hat, und werden zu diesen Zeiten Präsenz zeigen.“

Toppel stellte zugleich fest, dass es im Kirchsteigfeld keine Resonanz auf die von der Polizei angebotene Sicherheitspartnerschaft gegeben habe. „Bei uns ist bisher keine Anfrage dazu eingegangen.“

In der jüngsten Stadtverordnetenversammlung wurde auf Antrag der Fraktionen Potsdamer Demokraten/BVB Freie Wähler, SPD und CDU/ANW ein Beschluss verabschiedet, mit dem ein koordiniertes Handeln von Verwaltung und Polizei gefordert wird. Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) wurde beauftragt, mit dem Polizeipräsidium Verbindung aufzunehmen und auf eine energische Bearbeitung der Brände im Kirchsteigfeld und die Ermittlung der Täter zu dringen.

Außerdem soll der Oberbürgermeister dem Beschluss zufolge prüfen, wie er mit der Verwaltung die Arbeit der Polizei unterstützen kann. Genannt wurde die Erhöhung der Präsenz von Mitarbeitern des Ordnungsamtes zu den tatrelevanten Zeiten und die Möglichkeit einer Sicherheitspartnerschaft.

Die Landesregierung hatte zuvor in einer Antwort auf eine kleine Anfrage der CDU-Abgeordneten Steeven Bretz und Björn Lakenmacher mitgeteilt, dass gegenwärtig kein Anlass gesehen werde, erneut eine Ermittlungsgruppe zur Aufklärung der Brandserie am Kirchsteigfeld einzurichten.

Von Volker Oelschläger

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