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Potsdam Stadt mobilisiert für Gartensparte
Lokales Potsdam Stadt mobilisiert für Gartensparte
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18:23 07.11.2018
Protestbanner am Eingang der Gartensparte „Angergrund“. Quelle: Bernd Gartenschläger
Babelsberg

Die Stadt mobilisiert für die Rettung der Kleingartensparte Angergrund. Die am Montag eingeleitete Räumung von Kleingärten sei die „Zuspitzung einer Konfliktsituation, die verneidbar wäre“, sagte Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) am Mittwoch vor den Stadtverordneten. Das Handeln des Grundstückseigentümers sei „nicht illegal“.

Da jedoch sowohl die Verwaltung als auch die Stadtverordneten mehrfach bekräftigt hätten, dass die Fläche der Kleingartenanlage „auch in Zukunft nicht als Bauland ausgewiesen“ werde, erscheine das Vorgehen des Eigentümers aber „zumindest unverhältnismäßig“.

Jakobs kündigte an, mit der Fortschreibung des Kleingartenkonzeptes „die vorhandenen Kleingärten in Potsdam dauerhaft zu entwickeln und sogar neue zu entwickeln“. In Potsdam sei die Nachfrage nach Klein- und Erholungsgärten „insbesondere durch jüngere Familien“ in den letzten Jahren gestiegen, sagte der Oberbürgermeister.

In diesem Konzept, das am Mittwoch in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht wurde, sei die Sparte Angergrund als „dauerhafter Kleingarten“ verankert.

Für Dezember kündigte Jakobs die Beschlussvorlage zur Aufstellung eines Bebauungsplans „Kleingartenanlage Angergrund“ an. In dem Verfahren solle die „Erschließung und die Einbindung der Kleingärten in den Freiraumverbund erörtert werden“.

Linken-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenbeg begrüßte die Erklärung des Oberbürgermeisters: „Das, was wir dort erleben, ist für mich Kapitalismus pur.“

Von Volker Oelschläger

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