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Potsdam Potsdams Retter nur bedingt einsatzbereit
Lokales Potsdam Potsdams Retter nur bedingt einsatzbereit
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18:31 13.01.2016
Potsdams Rettungsdienst war 2014 nur bedingt einsatzbereit. Quelle: foto: stähle
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Potsdam

Der Rettungsdienst der Potsdamer Berufsfeuerwehr war 2014 nicht in vollem Umfang einsatzbereit. Grund dafür waren nach Mitteilung von Feuerwehrchef Wolfgang Hülsebeck in erster Linie die vielen Baustellen. Nach dem Gesetz über den Rettungsdienst im Land Brandenburg müssen die Einsätze so organisiert sein, dass die Retter in 95 Prozent aller Fälle innerhalb von 15 Minuten am Einsatzort sein. Nach Mitteilung der Landesregierung erreichte die Potsdamer Berufsfeuerwehr im Jahr 2014 aber nur eine Quote von 94,30 Prozent.

Potsdam war damit nicht nur schlechter versorgt als alle anderen kreisfreien Städte im Land. Frankfurt (Oder) hatte eine Quote von 97,95 Prozent, Brandenburg/Havel lag bei 97,65 Prozent, Cottbus bei 97,13 Prozent. Auch in einigen Landkreisen waren die Retter im Durchschnitt schneller vor Ort als in der Landeshauptstadt. Im Havelland lag die Quote bei 95,65 Prozent, in Barnim bei 95,25 Prozent. Selbst die Uckermark lag mit 94,72 Prozent zwar unter der Norm, dafür aber noch deutlich vor der Landeshauptstadt.

Bekannt gegeben wurden diese Zahlen von der Landesregierung in der Antwort auf eine kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten Björn Lakenmacher. Als Grund für die Nichteinhaltung von Hilfsfristen wurden unter anderem „lange Fahrtstrecken im berlinfernen Raum“ genannt. Ursache in Potsdam war laut Hülsebeck „insbesondere ein schwieriges Vorankommen im Straßenverkehr bedingt durch zahlreiche Baustellen, sowie ein leichter Anstieg bei Einsätzen mit Notarzt“.

Potsdams Rettungsflotte

Im Jahr 2014 hatte Potsdams Berufsfeuerwehr zwei Notarzteinsatzwagen im 24-Stunden-Einsatz, einen weiteren im Zwölf-Stunden-Einsatz.

Hinzu kamen vier mit Sanitätern besetzte Rettungswagen im 24-Stunden-Einsatz und zwei Rettungswagen im Zwölf-Stunden-Einsatz.

Die 15-Minuten-Hilfsfristen mit der Fahrzeit bis zum Einsatzort sind Planungsgrößen für den kompletten Bereich eines Rettungsdienstes.

Zur Verbesserung wurde laut Hülsebeck bereits 2014 ein zusätzlicher Notarztwagen eingesetzt. 2015 sei ein weiterer Rettungswagen hinzugekommen. Diese Maßnahmen „führten dazu, dass die Hilfsfrist 2015 wieder eingehalten werden konnte“. Nach Angaben des Feuerwehrchefs lag die Quote 2015 nach vorläufigen Zahlen bei 95,16 Prozent. 2016 werde mit dem gleichen Bestand gefahren, da sich die Verkehrssituation im Stadtgebiet in diesem Jahr „nach der Prognose eher verbessern“ werde.

2017 rechnet Hülsebeck im Zusammenhang mit der neuen Feuer- und Rettungswache an der Babelsberger Fritz-Zubeil-Straße in Babelsberg mit einer „spürbaren Verbesserung der Hilfsfristen“.

Von Volker Oelschläger

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