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Potsdams Tierschützer hoffen auf 130.000 Euro

Spenden bislang nicht ausgezahlt Potsdams Tierschützer hoffen auf 130.000 Euro

Vor Jahren wurden 130.000 Euro an die Stadt für den Bau eines Tierheims gespendet. Der Tierschutzverein Potsdam pocht seit längerem auf die Auszahlung der Spenden. Bislang allerdings vergeblich. Doch nun deutet sich eine Lösung an.

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Tierliebhaber können vielleicht hoffen.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Möglicherweise bekommt der Tierschutzverein Potsdam (TSV) doch noch in absehbarer Zeit die 130.000 Euro, die vor Jahren an die Stadt für den Bau eines Tierheims gespendet wurden.

Der Verein pocht seit längerem auf die Auszahlung der Spenden. Bislang allerdings vergeblich, weil die Potsdamer Stadtverwaltung stets auf die Zweckbindung der Gelder hinsichtlich einer Fundtierbetreuung verwies.

Der TSV hält diese Argumentation nicht für stichhaltig: „Was die Zweckbindung betrifft, muss man davon ausgehen, dass niemand den Begriff ,Fundtierbetreuung‘ kannte und somit sicherlich nicht zur Bedingung seiner Spende machte“, erklärt TSV-Chef Niklas Wanke.

Sozialdezernentin ordnet Förderrichtlinie an

Von Seiten der Verwaltung deutet sich nun aber eine Lösung an. Wie Sozialdezernentin Elona Müller-Preinesberger (parteilos) diese Woche vor den Stadtverordneten erklärte, soll die Verwaltung eine Förderrichtlinie für Zwecke des Tierschutzes erarbeiten, in der die Kriterien für die Vergabe definiert werden.

Linken-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg meldete am Freitag Zweifel an: Möglicherweise könnte der TSV auf diese Weise letztlich nicht zum Zuge kommen. „Hier droht das Risiko, dass die Mittel atomisiert werden, weil sich viele Interessenten aus dem Tierschutzbereich dafür bewerben könnten.“

SPD-Fraktionschef Mike Schubert, der im Tierheimbeirat sitzt, findet es gut, wenn es eine klare Regelung zugunsten des Tierschutzes gibt: „Ich glaube, dass der TSV, mit dem, was er macht, gute Chancen hat, von diesem Geld zu profitieren.“

2000 Stunden freiwilliger Arbeit

Ungeklärt ist nach wie vor die Situation rund um den Kaufvertrag, den der TSV mit der Stadt über das künftige Tierheimgelände an der Michendorfer Chaussee abgeschlossen hat. Wie berichtet, fordert die Kommunalaufsicht Nachbesserungen. Derzeit lässt die Verwaltung ein Verkehrswertgutachten zu dem Grundstück erstellen. Es soll als Grundlage für weitere Gespräche mit dem TSV dienen.

Trotz der unklaren Situation gehen die Arbeiten auf dem Sago-Gelände dennoch stetig voran. Wie der Tierschutzverein am Freitag mitteilte, wurden etwa 2000 Stunden an freiwilliger Arbeit durch Ehrenamtliche geleistet. Zudem haben mehrere Firmen „hohe Summen“ für die Arbeiten, die sie für den TSV durchgeführt haben, investiert.

Von Ildiko Röd

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