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Potsdam Potsdamer Künstler protestieren vor Landtag
Lokales Potsdam Potsdamer Künstler protestieren vor Landtag
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07:45 25.03.2014
Als Protest gegen fehlende Proberäume sind Potsdamer Künstler am Dienstag unter freiem Himmel ihrer Arbeit nachgegangen. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

In einen riesigen Proberaum haben gestern etwa 30 Potsdamer Künstler der „Initiative Alte Brauerei“ den Alten Markt verwandelt. Unter dem Motto „Potsdam braucht Raum für Kreative“ machten die Kunstschaffenden mit ihren Instrumenten und Stimmen vor dem Landtag erneut auf die Probleme aufmerksam, mit denen sie derzeit zu kämpfen haben.

Auslöser des Protests war die Kündigung der Ateliers und Proberäume von 25 Bands und mehr als 100 Kreativen auf dem Gelände der Alten Brauerei am Brauhausberg. Bis zum 30. April müssen die Künstler die von ihnen angemieteten Werkstätten räumen. Auf dem 950 Quadratmeter großen Areal sollen künftig Eigentumswohnungen entstehen. Mit der Alten Brauerei, dem Kunsthaus Scholle 51 in Potsdam-West, dem Kunsthaus 17 an der Heinrich-Mann-Allee und dem Kunsthaus „Sans titre“ in der Französischen Straße stehen aktuell vier Kunstzentren vor dem Aus. Weil bezahlbare Alternativen derzeit nicht in Sicht sind, gingen knapp 60 betroffene Künstler bereits Anfang März auf die Straße.

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Am Dienstag trommelten, sangen und malten sie wieder für mehr Freiräume in der Stadt. „Wir wollen mit den Politikern in einen konstruktiven Dialog treten und den Potsdamern unsere Situation bewusst machen“, sagte André Tomczak, Sprecher der Initiative. Potsdam konzentriere sich vor allem auf die Verschönerung des Stadtbilds, kritisierte der betroffene Musiker: „Andere wichtige Aufgaben werden aber vernachlässigt.“

 

In seinen Augen muss die Stadt endlich handeln.„Die freie Kunstszene ist wichtig für unsere Stadt“, sagte auch Uwe Fröhlich (Grüne). Der Kreisverbandssprecher kam gestern stellvertretend für seine Fraktion auf den Alten Markt, um seine Solidarität mit den Kunstschaffenden auszudrücken. „Potsdams Künstler sind so vielfältig. Sie brauchen lediglich ein Dach über dem Kopf und einen WLAN-Anschluss – das sollte doch bezahlbar sein“, forderte Fröhlich. Seine Fraktion unterstützt den Vorstoß der Wirtschaftsförderung, die Husarenkaserne in das Kunstzentrum Schiffbauergasse zu integrieren (). Einen entsprechenden Antrag stellte die Partei schon am Montag. „Das Thema wird am 5. April in der Stadtverordnetenversammlung verhandelt“, so der Grünenpolitiker.

„Die Politiker schmücken sich mit unserer Kreativität, aber unternommen haben sie nicht viel“, kritisierte Stefanie Rüffer vom Puppentheater „Red Dog“. Stellvertretend ließ die freie Regisseurin einen lilafarbenen Plüschwolf über den drohenden Verlust von Kunsträumen meckern: „Wir sitzen auf der Straße und keinen kümmert’s!“

Von Josefine Sack

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