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Potsdam Schubert: Märkisch-frisch statt friesisch-herb
Lokales Potsdam Schubert: Märkisch-frisch statt friesisch-herb
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02:16 01.12.2018
Da ist das Ding! Die Amtskette des Oberbürgermeisters gefällt nicht nur Mike Schubert selbst, sondern auch seinem Sohn Moritz und Ehefrau Simone. Quelle: Foto: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Nach Monaten des Wahlkampfs und sechs Wochen nach der Stichwahl ist es nun offiziell – die Stadt Potsdam hat einen neuen Oberbürgermeister. Am Mittwochnachmittag legte Stadtpräsidentin Birgit Müller (Linke) im Potsdam-Museum dem bisherigen Sozialbeigeordneten Mike Schubert (SPD) die Amtskette an und nahm ihm den Amtseid ab.

In seiner Antrittsrede warf Mike Schubert die Frage auf, „wie Potsdams Besonderheit, diese einzigartige Verbindung von Natur, Kulturlandschaft, Wohnstadt und Welt- und Kulturerbe“ erhalten werden kann, wenn die Stadt weiter wächst – und es dabei gerecht zugehen soll. Als Antwort nannte er den rund 200 geladenen Gästen, die der feierlichen Amtseinführung beiwohnten, drei Schwerpunkte für seine achtjährige Amtszeit.

Mike Schubert (SPD) wird am 28. November 2018 als Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Potsdam eingeführt. Hier sind erste Eindrücke.

Schubert will Potsdams Stadt- und Ortsteile in den Fokus rücken

Er wolle einen „Wachstumskonsens, um den sozialen Zusammenhalt in Potsdam zu garantieren“. Die Bürger sollen deshalb stärker an den Entscheidungen beteiligt werden, um Akzeptanz für das Wachstum zu schaffen. Als zweites Aufgabenfeld wolle er „das Vertrauen der Bürger in die demokratischen Institutionen stärken“ – ebenfalls durch Beteiligung, aber auch Transparenz der Verwaltungsentscheidungen. Hier warb er gegenüber den anwesenden Chefs der Stadtfraktionen darum einen Haushalt mitzutragen, der mehr Personal und moderne Arbeitsbedingungen im Rathaus erlaubt.

Schubert im Interview

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Als Drittes nannte Schubert die Zukunftsfähigkeit der Stadt. „Potsdams Weiterentwicklung von der Wissensstadt zur Stadt für Wissenstransfer soll mein Zukunftsprojekt als Oberbürgermeister werden“, sagt Schubert. Im Gegensatz zu anderen Kommunen habe man mit seinen Hochschulen, dem Hasso-Plattner-Institut oder auch dem VW Design Center bereits jene Partner in der Stadt ansässig, mit denen Herausforderung wie die Digitalisierung oder die Verkehrsproblematik gemeistert werden könnten.

Nach der Wiederherstellung der historischen Mitte wolle er mit den Bürgern „eine neue Idee von Potsdam entwerfen“. Im Fokus stünden „nicht mehr zuerst die Stadtmitte“, sondern die übrigen Stadt- und Ortsteile.

Stadtpräsidentin sorgt für Überraschungsgast

Stadtpräsidentin Birgit Müller legte am Mittwoch nicht nur „ihren dritten Oberbürgermeister an die Kette“ (O-Ton Schubert). Sie hatte auch für einen Überraschungsgast gesorgt: Alexander Richter, den Filmbruder von Mike Schuberts lange zurückliegendem Filmauftritt in der Defa-Serie „Spuk im Hochhaus“ aus dem Jahr 1981.

„Nach friesisch-herb kommt märkisch-frisch“, so charakterisierte der enge Freund aus Kindertagen den neuen Stil im Rathaus und gab seinem Filmbruder einen als Tatsache verpackten Wunsch mit auf den Weg ins Amt: „Du wirst es schaffen, nicht nur die Potsdamer Mitte, sondern auch den Rest der Stadt von Krampnitz bis zum Schlaatz zum Leuchten zu bringen.“

Von Peter Degener

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