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Potsdams neues Bad wird Ende 2016 fertig

Richtfest am Freitag Potsdams neues Bad wird Ende 2016 fertig

Mit Neubauten in Brandenburg ist das ja so eine Sache. In vielen Fällen werden die ambitionierten Ziele nicht erreicht. Beim Badneubau in Potsdam sieht es anders aus. Der Bau liegt im Plan. Voll im Plan. Freitag wurde Richtfest gefeiert. In genau einem Jahr, Weihnachten 2016, sollen die ersten Gäste planschen. Ein Badegast darf sich schon jetzt freuen.

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Ende 2016 sollen hier die ersten Badegäste schwimmen gehen können.

Quelle: Köster

Mitte. Weihnachten 2016 ist das Anbadeziel im neuen Sport- und Freizeitbad von Potsdam. Das hat Stadtwerkechef Wilfried Böhme der Märkischen Allgemeinen zum Richtfest am Freitag gesagt. „Das ist sportlich, aber wir liegen baulich, zeitlich und finanziell gut im Plan“, sagte er. Die milde Witterung erlaube es, den Winter durch zu bauen.

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Die Bauarbeiten für ein neues Bad in Potsdam laufen auf Hochtouren. Es gibt sogar schon ein optimistisches Eröffnungsdatum: Weihnachten 2016. Als am Freitag zum Richtfest geladen wurde, gab es viel zu sehen. Wir wollen Ihnen einen Einblick in die Baustelle geben.

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Ob es nach dem 36 Millionen Euro teuren Ersatzbau für die marode Brauhausberg-Halle einen weiteren Bauneubau in Potsdam geben wird, ließ Böhme offen: „Das muss die Politik entscheiden. Erstmal müssen wir das Projekt hier fertig haben.“ Ein Neubau im Bornstedter Feld sei aber sinnvoll, weil der Norden der Stadt die Wachstumsregion Nummer 1 von Potsdam ist. Dort war bereits ein Bad geplant, entworfen und beschlossen, ehe die Standortdebatte sich wieder auf die Potsdamer Mitte fokussierte. Der alte und neue Badleiter Björn Meding hält eine neue Halle im Norden sogar für unverzichtbar.

Regnerisches Richtfest am Brauhausberg

Regnerisches Richtfest am Brauhausberg.

Quelle: Christel Köster

Den Richtspruch der Bauleute hielt bei Dauernieselregen der Ober-Polier Klaus-Dietrich Koch, der aber auf das dreifache Schnäpschen verzichtete und lieber Wasser einschenken ließ, ehe er die Gläser auf den Beton warf hinter sich. Der stand angesichts der Witterung großflächig unter Wasser, so dass die Geschäftsführung der Stadtwerke unfreiwillig nasse Füße bekam. „Nicht wegen des Bades“, versicherte Geschäftsführer Böhme lachend, „sondern weil hier noch nicht alle Decken des Bauwerks dicht sind.“

Bagger im großen 50-Meter-Becken

Bagger im großen 50-Meter-Becken.

Quelle: Christel Köster

Die über dem großen 50-Meter- Becken allerdings ist es schon; viele Richtfestbesucher wagten einen Blick in die riesige dunkle Höhle, in der einmal 400 Zuschauer von einer „schwebenden Tribüne“ aus internationale und nationale Wettkämpfe verfolgen können. Die Empore steht nicht am Beckenrand, sie hängt an der Decke. 15 sogenannte Brettschichtholzbinder tragen das Dach und die Tribüne; sie überbrücken eine lichte Hallenbreite von 33 Metern.

Ein Potsdamer darf kostenlos baden gehen

Ein „gewaltiges Vorhaben“ ist die Halle in den Augen von Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD). Die Halle könne mit der Entwicklung der Stadt mithalten, die viel schneller verlaufe als geplant. Er habe vor einem Jahr versprochen, dem 166.666. Einwohner ein Jahr lang das kostenfreie Schwimmen und Baden in der neuen Halle zu ermöglichen. Damals habe er noch gedacht, die Gutscheinübergabe könne zur Badübergabe passen, doch er habe das Geschenk schon im September 2015 gemacht: „Ich musste sagen: Du darfst ein Jahr lang gratis schwimmen, musst aber noch ein Jahr drauf warten.“

Stadtwerkechef Böhme dankte nicht nur pflichtschuldigst den Bauleuten aus mehreren Ländern, sondern ausdrücklich auch den Stadtverordneten, die letztlich für Klarheit in der Standortfrage gesorgt haben. Mit den Architekten von Gerkan, Marg und Partner habe man stets konstruktiv zusammengearbeitet, aber auch manche Meinungsverschiedenheit austragen müssen. „Wir Bauherren müssen immer aufs Geld schauen“, sagte er: „Die Architekten wollen aber einen Fußabdruck in der Geschichte hinterlassen und sagen immer, sie bauen für die Zukunft“ – in dem Fall laut Böhme für die nächsten 30 Jahre.

Wenn das neue Bad Ende nächsten Jahres öffnet, wird die alte Halle abgerissen. Sie wird dann 45 Jahre alt geworden sein.

Von Rainer Schüler

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