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Potsdam Potsdams neues Bad heißt „blu“
Lokales Potsdam Potsdams neues Bad heißt „blu“
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21:07 10.06.2016
„Eintauchen in Potsdam“: Nach der Enthüllung des Namens an der Fassade des neuen Sport- und Freizeitbades. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

Als sie am Freitag um 13.25 Uhr feierlich das große blaue Transparent am neuen Freizeitbad enthüllen, fegt der Wind eine mächtige Staubwolke über den Platz. Ein Zeichen?


Die Stadtwerke, deren Führung gerade mit einer handfesten Begünstigungsaffäre zu kämpfen hat, setzen mit der Namenstaufe des neuen Sport- und Freizeitbades am Brauhausberg zum Ende dieser Woche ein ganz anderes Thema. „blu“ soll das Bad künftig heißen. Das von vielen sogleich vermisste „e“ des englischen „blue“ fehlt nach Darstellung von Lotte Scheller, Chefin der Agentur Logolotte, ganz absichtsvoll. Wer es nicht weiß: „blu“ ist das aus dem Englischen abgeleitete Wort für Blau auf italienisch. Im Flyer zur Namensgebung heißt es dazu: „italienisches Flair – maximale Reduktion (nur drei Buchstaben)“.

Dass man das Bad nicht einfach „Bad“ oder auch wie die Vorgängereinrichtung „Schwimmhalle am Brauhausberg“ nennen konnte, begründet Scheller mit der Feststellung, „jedes Kind“ brauche „einen neuen Namen“. Die Potsdamer, die vielleicht auch die eine oder andere Idee gehabt hätten, wurden nicht gefragt, wie die Chefin der Bäderlandschaft Potsdam, Ute Sello, nach mehrfachem Nachfragen einräumt. Zunächst verwies sie auf den Hauptausschuss der Stadtverordneten, in dem man darüber beraten habe, und auf die Mitarbeiter der Stadtwerke, die wohl auch einmal darüber geredet haben. Aber nein, eine Bürgerbeteiligung habe man gar nicht geplant.

Statt dessen seien fünf Agenturen angefragt worden. Zwei hätten geantwortet. Die Berliner Agentur Logolotte (Motto: „Wir machen Marken“) hat schließlich das Rennen gemacht. Die Kosten für die Namensfindung lagen laut Sello „im mittleren bis höheren vierstelligen Bereich“, genauer wollte sie nicht werden.

Bürgerbeteiligung beim neuen Bad

Nach einem aufwendigen Verfahren mit abschließender Bürgerbefragung zum Standort im Jahr 2012 galt das neue Sport- und Freizeitbad am Brauhausberg lange Zeit als Musterfall für die Potsdamer Bürgerbeteiligung.

Mit dem Verzicht auf Ideen aus der Bevölkerung bei der Namensfindung haben die Stadtwerke bewiesen, dass Bürgerbeteiligung auch auf dieser Baustelle kein Dogma ist.

Die Baustelle selbst liegt nach Angaben von Bäderlandschafts-Chefin Ute Sello im Plan. Eröffnung wäre demnach im Dezember dieses Jahres.

Den nächsten Tag der offenen Baustelle gibt es am 16. Juli von 10 bis 18 Uhr.

Dass es mit einem einfachen SFB, dieses Kürzel für die bisherige Bezeichnung „Sport- und Freizeitbad“ tauchte bei der Präsentation der Ideenfindung mehrfach auf, nicht gegangen wäre, verdeutlichte Scheller schon mit den Ausgangskoordinaten. Neben dem neuen Namen, den ein jedes Kind brauche, habe man mit dem „blu“ im Vergleich zur alten Schwimmhalle am Brauhausberg eine völlig „neue Dimension“, es gebe eine „neue Adresse“, nicht zuletzt entstehe mit „blu“ ein „neues Wahrzeichen“: Potsdam sei „berühmt für seine Stadtarchitektur“, die Bad-Architekten von Gerkan, Marg und Partner hätten „die moderne Architektur symbiotisch in die Kultur und Wasserlandschaft eingefügt“.

Personalie am Rande: Der zur Namenstaufe erwartete Stadtwerke-Chef Wilfried Böhme kam nicht. Sello sagte auf Nachfrage, es könne „sein, dass er terminlich verhindert ist. Mehr weiß ich nicht“.

Von Volker Oelschläger

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