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Potsdam „Potspresso“-Becher: Hilfe aus der Politik
Lokales Potsdam „Potspresso“-Becher: Hilfe aus der Politik
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00:29 22.11.2018
Mit dem Pfandbechersystem „Potspresso“ soll Müll eingespart werden. Quelle: Lars Sittig
Potsdam

Ein großer Schritt für das „Potspresso“-Projekt: Die von der Potsdamer Bürgerstiftung initiierten Pfandbecher konnten Umweltminister Jörg Vogelsänger und den designierten Oberbürgermeister der Landeshauptstadt, Mike Schubert (beide SPD), als neue Fans gewinnen. Anlässlich der europäischen Woche der Abfallvermeidung trafen sich die Politiker mit Marie-Luise Glahr von der Bürgerstiftung.

Sie ist seit dem Sommer in Sachen „Potspresso“ in der Stadt unterwegs, wirbt Spenden ein und neue Partner an. Das sei genau richtig, findet Umweltminister Jörg Vogelsänger: „Der Becher spart Müll und Ressourcen, passt also hervorragend in unser Abfallvermeidungskonzept.“

Unterstützer von „Potspresso“: Umweltminister Jorg Vogelsänger (SPD); Bäckermeister Tobias Exner, Maria-Luise Glahr von der Bürgerstiftung und Mike Schubert, designierter Oberbürgermeister (SPD). Quelle: Varvara Smirnova

Ein Drittel des Spendenziels erreicht

Mike Schubert will die Becher auch in der Verwaltung verankern. „Er will die Stadtwerke als Partner gewinnen“, sagt Maria-Luise Glahr. Für das Projekt wäre das ein wichtiger Schritt, ist die Initiatorin sicher. Zudem heißt es von einem Stadtsprecher, dass der künftige Oberbürgermeister mit dem Gedanken spiele, die Mitarbeiter der Stadt mit den Bechern auszustatten. Seit dem Projektbeginn konnten schon mehr Tausende Mehrwegbecher zu 6,95 Euro pro Stück verkauft werden; die erste Auflage in Höhe von 2500 Exemplaren war schnell vergriffen. Geld sammelt die Stiftung zudem über Spenden und Aktionen. „Wir haben ein gutes Drittel in unserer Spendenkampagne erreicht“, sagt Marie-Luise Glahr.

Neue Farben und Kunstauktion

Sie zeigt sich zuversichtlich, dass die auffälligen grünen Becher immer mehr Potsdamer ansprechen, je häufiger sie im Stadtbild zu sehen sind. Bei mehr als 30 Partnern, darunter viele Cafés und die Filialen der Bäckerei „Exner“, kann man die Becher erstehen. Und wem Grün nicht gefällt, der kann jetzt auch auf andersfarbige „Potspresso“-Behälter ausweichen: „Wir haben ab sofort auch Gelb, Grau, Rosa und Rot im Angebot“, sagt Marie-Luise Glahr.

Präsentiert werden die bunten Mehrwegtassen am Wochenende bei der großen Bürgerauktion im Kunsthaus „Sans Titre“. Mehr als 100 Kunstwerke von regionalen und bundesweit bekannten Künstlern sollen hier ein neues Zuhause finden.

Erlöse gehen in Produktion neuer Becher

Die Erlöse gehen, ebenso wie der Reingewinn jedes einzelnen verkauften Bechers, direkt in die Produktion neuer Pfandbecher. Schließlich sollen die eines Tages, wenn das Spendenziel von 60.000 Euro erreicht wurde, nicht mehr einfach verkauft werden, sondern in einem Pfandzyklus durch die Stadt rotieren. Die Bürgerstiftung will auf diesem Weg den Müll in der Stadt spürbar verringern.

Bäckerei-Chef Tobias Exner unterstützt das Projekt „Potspresso“. Quelle: Varvara Smirnova

Von Saskia Kirf

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