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Potsdam Präsidenten zu Gast
Lokales Potsdam Präsidenten zu Gast
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16:37 17.01.2016
Yoli-Yoel Edelstein, Mathias Döpfner und Martin Schulz (v.l.) diskutieren die große Politik. Quelle: foto: christel köster
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Potsdam

In der Villa Schöningen trafen sich am Donnerstag EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (60) und Israels Knesset-Präsident Yuli-Yoel Edelstein (57) zum Deutsch-Israelischen Dialog. Moderiert wurde die Veranstaltung vom Vorstandsvorsitzenden des Axel-Springer-Verlags, Mathias Döpfner (53). Unter den Gästen war auch Verlegerin Friede Springer. In der Debatte gab es klare Worte, was den Dialog für die rund 100 geladenen Gäste spannend machte. Beide Redner ernteten immer wieder Applaus. Beide kritisierten die EU-Kennzeichnungspflicht für Waren aus den israelischen Siedlungen in besetzten Gebieten und sprachen über „bedingungslose und nicht so ganz bedingungslose Unterstützung Deutschlands für Israel“. Schulz, der als klarer Unterstützer Israels gilt, nahm sich den immer größer werdenden Gesten Edelsteins an und machte – um die richtigen Worte ringend – auch die Diskrepanzen deutlich.

Flüchtlingskrise war natürlich Thema

Auch die Flüchtlingskrise war Thema. Israel habe, was Integration angehe, große Fähigkeiten, so der Knesset-Präsident. „Hier kann die EU noch viel von seinen Freunden lernen.“ Dass die schwierige Flüchtlingssituation mancherorts als deutsches Problem betitelt werde, sei absolut inakzeptabel. Wenn die EU bei diesem Problem versage, würde sie bei allem anderen auch versagen, so EU-Parlamentspräsident Martin Schulz. Harte Worte in einer ansonsten sehr privat anmutenden Runde.Nach dem Dialog begaben sich die drei Beteiligten für zehn Minuten auf die Glienicker Brücke. Was Inhalt des privaten Gesprächs war, blieb geheim. Hatte es mit dem kleinen Zettel zu tun, den Edelstein um 20.14 Uhr mitten in der Debatte gereicht bekam? Kurz entglitten ihm die Gesichtszüge, bevor er mehrfach nickte und dann die Debatte fortsetzte, als sei nichts gewesen.Auf der Brücke waren es Gespräche völlig außerhalb der Öffentlichkeit. Informale Gespräche die, wie uns die Geschichte lehr, die mächtigsten Dialoge sind wenn es um echte Taten geht. Der Dialog war der Auftakt einer ganzen Reihe von Konversationen. Die Beziehung zwischen Deutschland und Israel sei in sehr guter Verfassung, wie Herr Schulz resümierte.

Von Mathieu Krause

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