Volltextsuche über das Angebot:

24°/ 11° wolkig

Navigation:
Präsidenten zu Gast

Deutsch-Israelischer Dialog Präsidenten zu Gast

Die Villa Schöningen wurde am vergangenen Donnerstag Schauplatz für große Reden und große Worte. Neben der EU-Kennzeichnungspflicht war auch die Flüchtlingssituation ein Thema. Der Präsident des Europäischen Parlaments fand dabei harte Worte.

Potsdam, Berliner Straße 86 52.41371 13.08757
Potsdam, Berliner Straße 86 Mehr Infos
Nächster Artikel
Jetzt kommen die Alten nach Potsdam

Yoli-Yoel Edelstein, Mathias Döpfner und Martin Schulz (v.l.) diskutieren die große Politik.

Quelle: foto: christel köster

Potsdam. In der Villa Schöningen trafen sich am Donnerstag EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (60) und Israels Knesset-Präsident Yuli-Yoel Edelstein (57) zum Deutsch-Israelischen Dialog. Moderiert wurde die Veranstaltung vom Vorstandsvorsitzenden des Axel-Springer-Verlags, Mathias Döpfner (53). Unter den Gästen war auch Verlegerin Friede Springer. In der Debatte gab es klare Worte, was den Dialog für die rund 100 geladenen Gäste spannend machte. Beide Redner ernteten immer wieder Applaus. Beide kritisierten die EU-Kennzeichnungspflicht für Waren aus den israelischen Siedlungen in besetzten Gebieten und sprachen über „bedingungslose und nicht so ganz bedingungslose Unterstützung Deutschlands für Israel“. Schulz, der als klarer Unterstützer Israels gilt, nahm sich den immer größer werdenden Gesten Edelsteins an und machte – um die richtigen Worte ringend – auch die Diskrepanzen deutlich.

Flüchtlingskrise war natürlich Thema

Auch die Flüchtlingskrise war Thema. Israel habe, was Integration angehe, große Fähigkeiten, so der Knesset-Präsident. „Hier kann die EU noch viel von seinen Freunden lernen.“ Dass die schwierige Flüchtlingssituation mancherorts als deutsches Problem betitelt werde, sei absolut inakzeptabel. Wenn die EU bei diesem Problem versage, würde sie bei allem anderen auch versagen, so EU-Parlamentspräsident Martin Schulz. Harte Worte in einer ansonsten sehr privat anmutenden Runde.Nach dem Dialog begaben sich die drei Beteiligten für zehn Minuten auf die Glienicker Brücke. Was Inhalt des privaten Gesprächs war, blieb geheim. Hatte es mit dem kleinen Zettel zu tun, den Edelstein um 20.14 Uhr mitten in der Debatte gereicht bekam? Kurz entglitten ihm die Gesichtszüge, bevor er mehrfach nickte und dann die Debatte fortsetzte, als sei nichts gewesen.Auf der Brücke waren es Gespräche völlig außerhalb der Öffentlichkeit. Informale Gespräche die, wie uns die Geschichte lehr, die mächtigsten Dialoge sind wenn es um echte Taten geht. Der Dialog war der Auftakt einer ganzen Reihe von Konversationen. Die Beziehung zwischen Deutschland und Israel sei in sehr guter Verfassung, wie Herr Schulz resümierte.

Von Mathieu Krause

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
Potsdams Innenstadt - vor und nach dem Krieg

Der 14. April 1945 ist ein sonniger, warmer Frühlingstag – ein Sonnabend.  Um 22:15 Uhr ertönen die Sirenen, Bomben fallen auf Potsdam und wenig später marschiert die russische Armee in Potsdam ein. Das Stadtbild ist ein anderes geworden.

Das Protokoll zum Luftangriff: www.maz-online.de/Nacht-von-Potsdam

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg