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Preisfrage: Was bedeutet Rot-Blau in Bornstedt?

Unesco-Tag mit 1300 Besuchern Preisfrage: Was bedeutet Rot-Blau in Bornstedt?

Bei Konzerten, Führungen und Vorträgen drehte sich in der Kirche und auf dem berühmten Friedhof alles ums Welterbe. Und es gab Antworten auf viele spannende Fragen. Beispiel: Weshalb liegt Lenné auf dem Privatfriedhof der Hofgärtnerfamlie Sello?

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Blick in die kürzlich fertig sanierte Kirche.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Bornstedt. Der inoffizielle Mittelpunkt von Potsdam lag am Sonnabend in Bornstedt: Etwa 1300 Besucher kamen zum Unesco-Tag in die kürzlich fertig sanierte Kirche und auf den berühmten Friedhof. Der Ort für den mittlerweile elften Unesco-Tag in der Landeshauptstadt war mit Bedacht ausgewählt, getreu dem Jahresmotto „Stadt trifft Kirche“.

Bisher hat der Unesco-Tag unter anderem an der Schwanenallee, im Strandbad Babelsberg und im Krongut Bornstedt Station gemacht. „Kein Welterbetag sieht so aus wie der davor“, sagte Stadtmarketingchefin Sigrid Sommer: „Er ist immer wieder anders und immer wieder schön.“ Sogar der hochbetagte frühere Bornstedter Pfarrer Gottfried Kunzendorf war eigens aus Hermannswerder gekommen.

Nach der Eröffnung durch Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) und Pfarrer Friedhelm Wizisla ging der abwechslungsreiche Reigen los. Zwei Konzerte des A-Cappella-Quartetts „Die Bogarts“ erinnerten daran, dass es auch ein „immaterielles Kulturerbe“ der Unesco gibt. Beethovens „Ode an die Freude“ zählt zu den Musikwerken, denen ein Ehrenplatz zukommt. Welche Bewandtnis es mit dem Gotteshaus hat, erläuterte der Kirchenexperte Andreas Kitschke.

Der Arkadengang strahlt auch wieder im alten Glanz

Der Arkadengang strahlt auch wieder im alten Glanz.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Selbst Details sind voller Hintersinn. So wurden die rot-blauen Verzierungen im Altarraum und an der Orgel nicht zufällig ausgewählt. „Es sind die britischen Farben“, erklärte Kitschke die Hommage an Victoria von Preußen, die mit ihrem Mann Friedrich oft im Krongut Bornstedt residierte und einst als Kind der Queen Victoria in London aufgewachsen war.

Auch der Friedhof ist reich an Prominenz. Voller spannender Geschichten steckt der Privatfriedhof der Hofgärtnerfamilie Sello, über den der Journalist und gebürtige Bornstedter Klaus Büstrin führte. Dabei wurde unter anderem das Geheimnis gelüftet, warum Gartenkünstler Peter Joseph Lenné dort liegt. Eigentlich hätte sein Leichnam nach Berlin überführt werden müssen, weil es in Potsdam dazumal keine Begräbnisorte für Katholiken gab. Doch Hermann Sello entschied: „Mein Freund Peter Joseph Lenné kommt auf meinen Friedhof.“

Während es hinter den Friedhofsmauern ruhig zuging, waren an der Straße Zelte aufgebaut. Kinder gingen im Märchenzelt auf Fantasiereise. Auf Wanderschaft macht sich 2018 auch wieder der Unesco-Tag. Im Gespräch sei der Park Babelsberg, so Marketingchefin Sommer: Die Schlösserstiftung und die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften überlegen, die Veranstaltung auszurichten.

Von Ildiko Röd

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