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Preußen-Prinz ist Pate der Friedenskirche

Rettungsaktion für die Friedenskirche Potsdam Preußen-Prinz ist Pate der Friedenskirche

Hohenzollern-Chef Georg Friedrich Prinz von Preußen ist einer der 3 Paten der bundesweiten Spendenkampagne zugunsten der Potsdamer Friedenskirche, die heute bei einem Termin in der Kirche offiziell eingeläutet wurde. Der marode Bau, für dessen Sanierung 6,3 Millionen Euro notwendig wären, zählt nun zu den offiziellen Spenden-Projekten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD).

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Hohenzollern-Chef Georg Friedrich Prinz von Preußen ist Pate der Potsdamer Friedenskirche.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Hohenzollern-Chef Georg Friedrich Prinz von Preußen ist einer der drei Paten der bundesweiten Spendenkampagne zugunsten der Friedenskirche, die am Dienstag bei einem Termin in der Kirche offiziell eingeläutet wurde. Der marode Bau, für dessen Sanierung 6,3 Millionen Euro notwendig wären, zählt nun zu den offiziellen Spenden-Projekten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD). Die Besonderheit: Erstmals in der 30-jährigen Geschichte der Stiftung werben Paten für ein Sanierungsvorhaben. Neben dem Preußen-Spross sind das die SPD-Generalsekretärin Klara Geywitz, die auf Landesebene auf potenzielle Spender zugehen will, und Ursula Weyrauch von der Friedenskirchengemeinde.

Blick in die Friedenskirche.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Bemerkenswert ist, dass sich der sonst als eher zurückhaltend geltende Georg Friedrich Prinz von Preußen hier so öffentlichkeitswirksam für ein Anliegen in die Bresche wirft. Der Grund liege in der starken Verbundenheit seiner Familie mit dem Bauwerk, erklärte Georg Friedrich gestern. 2011 feierte er hier seine Hochzeit mit Sophie von Isenburg. Schon Anfang der 1990er Jahre hatte er dem Bau einen Besuch abgestattet, damals in Begleitung seines Großvaters Louis Ferdinand, der die Überführung der Särge Friedrichs II. und des Soldatenkönigs nach Potsdam vorbereitete. 1991 wurde der Sarg des Soldatenkönigs dann in das Mausoleum an der Friedenskirche überführt. Das Gotteshaus war früher auch Schauplatz vieler religiöser Feiern in der Hohenzollern-Familie: „Kaiser Wilhelm II., ein Großteil seiner Söhne und seine Tochter wurden hier konfirmiert“, erzählte Georg Friedrich, der ohne Ehefrau Sophie, aber dafür mit neuem Vollbart erschienen war. Am Ende stand eine Art Liebeserklärung an das Bauwerk: „Immer, wenn ich hier bin, fühle ich mich wohl und geborgen an diesem Ort.“

Stiftung in Potsdam aktiv

  • Seit 1985 hat die in Bonn ansässige Deutsche Stiftung Denkmalschutz aus Spenden und Mitteln der Lotterie Glücksspirale in ganz Deutschland mehr als eine halbe Milliarde Euro für die Rettung von rund 4700 bedrohte Baudenkmale zur Verfügung gestellt.
  • In Potsdam förderte die Stiftung bereits mehr als 50 Objekte, zuletzt auch die Wiederherstellung der Kolonnaden an der Glienicker Brücke mit einer eigenen Spendenkampagne.
  • Weitere Informationen über die Spendenaktion unter www.denkmalschutz.de/friedenskirche

Hartmut Dorgerloh, Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPGS), ist der weltliche „Hausherr“ in der Kirche, die zum Stiftungseigentum gehört. Wegen des gähnenden Millionenlochs im Sanierungsetat freut man sich über die Schützenhilfe von Seiten der Denkmalschutz-Stiftung und des Bauvereins der Friedenskirche. Derzeit sind nur „bauunterhaltende Maßnahmen“ möglich. In den 1990er Jahren hatte die Schlösserstiftung die Sanierung zwar schon in Angriff genommen. Über eine neue Eindeckung des Kirchenschiffdaches kam man wegen des Geldmangels aber nicht hinaus. Mittlerweile stehen alle Alarmzeichen auf Rot. Durch das Wellblechdach über den Seitenschiffen regnet es hinein, Putz fällt von den Wänden. Die teils antiken Fußböden und das mittelalterliche Apsismosaik aus Venedig sind extrem gefährdet. Auch die Standfestigkeit des Campanile, des Glockenturms, gibt mittlerweile Anlass zur Sorge; das Turmkreuz musste Ende 2014 abgenommen werden.

Der leitende Baudirektor der Schlösserstiftung, Alfons Schmidt, skizzierte gestern die ersten Etappen bei der Sanierung: Auf Platz eins der Notstandsliste stehen die beiden Seitenschiffdächer, gefolgt von Apsismosaik und Glockenturm. Was die Spendenfreudigkeit angeht, sind die Initiatoren guten Mutes. Obwohl das Projekt bis gestern nur über die Medien publik gemacht wurde, gab es bereits starke Resonanz. „15000 Euro sind schon für die Friedenskirche gespendet worden“, berichtete DSD-Vorstand Wolfgang Illert.

Von Ildiko Röd

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Potsdamer Spendenkampagne
Das berühmte Apsismosaik mit dem segnenden Christus zählt zu den Sehenswürdigkeiten der Kirche.

Erst seit Februar wird die Werbetrommel für die marode Potsdamer Friedenskirche gerührt. Doch die Aktion der Deutschen Stiftung Denkmalschutz trägt bereits jetzt Früchte. Prominente Botschafter für das Projekt sind Hohenzollern-Chef Georg Friedrich und der Schauspieler Jörg Hartmann („Tatort“). Am Sonntag findet ein großes Benefizkonzert statt.

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