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Potsdam Prinz von Preußen spricht im Oberlinhaus
Lokales Potsdam Prinz von Preußen spricht im Oberlinhaus
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00:21 09.11.2018
Georg Friedrich Ferdinand Prinz von Preußen Quelle: Christel Köster
Potsdam

Das Oberhaupt des Hauses Hohenzollern, Prinz Georg-Friedrich Prinz von Preußen, wird am Dienstagabend die traditionelle Oberlinrede unter dem Titel „Biografie und Geschichte –den eigenen Weg finden“ halten.

Georg Friedrich Prinz von Preußen könnte Kaiser sein, doch sein Ur-Ur-Großvater musste vor 100 Jahren abdanken. Stattdessen ist der Prinz ein fast ganz normaler Bürger Potsdams.

Der 42-Jährige lebt in Potsdam, er ist der Ur-Ur-Enkel des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. „Als Neubabelsberger fühle ich mich sehr geehrt, die Rede in der Oberlinkirche halten zu dürfen. Meine Familie steht dem Oberlinhaus seit mehr als 100 Jahren nahe“, sagt der Prinz von Preußen. Er arbeitet – ganz bürgerlich – als Unternehmensberater und besitzt eine Brauerei.

Die Oberlinrede findet zum sechsten Mal statt, in der Vergangenheit gehörten unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel und die frühere RBB-Intendantin Dagmar Reim zu den Rednern. Thematisch steht die Rede immer in Beziehung zu den Aufgaben des Oberlinhauses, das seit dem 19. Jahrhundert in Babelsberg Behindertenhilfe leistet.

Alter Adel

Georg Friedrich Ferdinand Prinz von Preußen (42) ist der Ur-Ur-Enkel des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. Seit 1994, also seit seinem 18. Lebensjahr, ist der Prinz das Oberhaupt des Adelshauses Hohenzollern.

Im Sommer 2011 heiratete der Prinz von Preußen in Potsdam Sophie Prinzessin von Isenburg, es waren 850 geladene Gäste anwesend. Zahlreiche Schaulustige säumten damals die Straßen, das Fernsehen übertrug eine stundenlange Live-Sendung. Das Paar lebt heute in Potsdam und hat vier Kinder.

Georg Friedrichs jüngere Schwester Cornelie-Cécile ist wegen einer Erkrankung seit ihrer Geburt behindert. Der Vater der beiden verunglückte vor der Geburt der Tochter tödlich.

Der theologische Vorstand der Oberlinstiftung, Pfarrer Matthias Fichtmüller, freut sich auf den prominenten Gast –schließlich kommt ausgerechnet 100 Jahre nach der Abdankung Wilhelms II. dessen Nachfahre in die Oberlinkirche. „Besonders beeindruckend finde ich den Umgang des Prinzen mit seiner behinderten Schwester, die er beispielsweise bei seiner eigenen Hochzeit in Potsdam ganz selbstverständlich mit eingebunden und geführt hat“, sagt der Pfarrer.

Von Saskia Kirf

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