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Potsdam Privat-Steg nach Kritik auf dem Prüfstand
Lokales Potsdam Privat-Steg nach Kritik auf dem Prüfstand
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00:23 03.02.2019
So soll die Havelwelle aussehen – jede Wohnung hat Wasserblick. Ob die Anwohner aber auch privat plantschen gehen dürfen, wird sich zeigen. Quelle: Architektenbüro
Potsdam-West

Die Stadtverwaltung soll prüfen, inwiefern die geplante private Badestelle an der Zeppelinstraße überhaupt erlaubt ist. Im Zuge der Neubaus des als Havelwelle benannten Wohnhauses soll dort ein privat genutzter Steg in den Fluss entstehen, zudem ist ein nicht-öffentliches Badebecken geplant. Diesen Vorgang wird der städtische Bauauschuss nun prüfen.

„Am westlichen Ufer der Havel gibt es keine einzige Bademöglichkeit“, heißt es in der Begründung des Antrags von SPD und CDU/ANW: „Dass der freie Uferbereich zwischen Kastanienallee und Schafgraben nun mit einer weiteren weitgehend privaten Steganlage verbaut wird, ist misslich und widerspricht nach unserer Auffassung der Intention des Uferwegekonzepts.“

Kaum legale Badestellen in der Stadt

Der Bauplan für das Areal sieht neben den bereits realisierten Gebäuden – einem großen Supermarkt und einem Seniorenheim – und dem Appartementkomplex Havelwelle zwar eine private Steganlage vor, dieser darf aber dem öffentlich genutzten Uferweg nicht entgegen stehen. „Mir ist unklar, wie man darauf kommt, dort eine private Badestelle zu installieren“, begründet der Stadtverordnete Ralf Jäkel (Linke) die Überweisung in den Fachausschuss. „Dort ist nur wenig Platz, allzu viel kann man da gar nicht machen.“

Legale Badestellen sind in Potsdam trotz des vielen Wassers Mangelware. Die beiden Strandbäder in Babelsberg und am Templiner See sind, streng genommen, die einzigen sicheren und erlaubten Stellen für ein erfischendes Bad. Andere Strände, etwa am heiligen See und an der Pirschheide, sind lediglich geduldet. Für das gebiet zwischen Pirschheide und Luftschiffhafen prüft die Stadt derzeit die Einrichtung einer offiziellen Badestelle. Der CDU-Stadtverordnete Clemens Viehrig hatte in einer Kleinen Anfrage um Auskunft zu möglichen Badestellen an der westlichen Havel ersucht. Aus der Antwort ergibt sich allerdings, dass die Strandbäder in Templin und Babelsberg aus Sicht der Landeshauptstadt den Bedarf an bewachten Badestellen bereits decken würden.

Von Saskia Kirf

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