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Potsdam Pro Potsdam sperrt Besetzer aus
Lokales Potsdam Pro Potsdam sperrt Besetzer aus
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12:48 05.10.2013
Demonstration gegen steigende Mieten. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Innenstadt

Wie berichtet, haben sie in den vergangenen Tagen eine Wohnung besetzt. Die Aktion ist nun aufgeflogen. Bereits am Mittwoch sind Pro-Potsdam-Mitarbeiter auf das aufgebrochene Appartment in der Behlertstraße gestoßen. Gestern fanden sie die Wohnung erneut geknackt vor. Die Pro Potsdam wirft den Besetzern Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung und Vandalismus vor und hat Anzeige erstattet. Auch der städtische Versorger EWP ist alarmiert, denn die unrechtmäßigen Untermieter hatten die Plombe am Verteiler aufgebrochen und den Strom angezapft.

Die Besetzer haben ihre Matratzen, Schlafsäcke und andere Habseligkeiten inzwischen aus der Wohnung geklaubt. Nach wie vor wollen sie anonym bleiben. Ihre Motive sind derweil auf Graffiti an den Wohnungswänden verewigt: "Keine Räume für Pro Potsdam" steht da geschrieben und "Wohnungen denen, die drin wohnen". In einem Blog erklären sie außerdem, dass es unverständlich ist, dass in Potsdam Wohnungen leer stehen und nicht auf dem Markt zu finden sind, während hunderte Studierende seit Monaten erfolglos eine Wohnung suchen.

"Der Vorfall ist ungewöhnlich", sagte Pro-Potsdam-Sprecher Sebastian Scholze am Freitag der MAZ. Er warnt zugleich Nachahmer: "Die Pro Potsdam wird das so nicht hinnehmen. Jeder Fall wird zur Anzeige gebracht."

Der Asta (Allgemeiner Studierendenausschuss) der Universität Potsdam stellt sich indes vor die Besetzer und rechtfertigt ihr Vorgehen. Die Stadt sollte die Besetzung "als ein weiteres deutliches Signal ansehen, dass schnellstmöglich eine Lösung für die prekäre Wohnraumlage in Potsdam gefunden werden muss." Zum einen seien die Wohnheime des Studentenwerks "über die Maßen besetzt; es gibt Wartesemester", sagt Kultur-Referent Jürgen Engert. Zum anderen lasse der Wohnungsmarkt Studenten und anderen Menschen mit schmaler Börse keine Chance. "In einer Stadt, die fragwürdige Prestigeprojekte wie das Stadtschloss und die Garnisonkirche wieder aufbaut, anstatt sich endlich der real existierenden Wohnungsnot zu widmen, sollte man sich nicht wundern, wenn Leerstand pragmatisch genutzt wird."

Zwar ist die Pro Potsdam nicht mit der Polizei, sondern lediglich mit dem Hauswart und dem Schlüsseldienst angerückt, doch der Asta betrachtet die Wohnung auf jeden Fall als geräumt, sagt Engert. Dies sei "in Sachen politischer Gestaltungsfähigkeit ein schreiendes Armutszeugnis". Rund 17.000 Wohnungen gehören zur Pro Potsdam; zwei Drittel sind saniert. "Etwa 100 Wohnungen stehen derzeit sanierungsbedingt leer und werden nicht vermarktet", sagt Scholze. Diese Wohnungen würden entweder freigehalten, weil man gerade die Bauarbeiten plant oder vorbereitet und es unwirtschaftlich wäre, sie für eine kurzfristige Vermietung provisorisch instandzusetzen. Oder sie würden freigehalten, weil sie als Ausweichquartiere für jene dienen sollen, deren Wohnungen demnächst saniert werden.

Von Nadine Fabian

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