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Potsdam Bauholding Pro Potsdam wird Touristikpartner
Lokales Potsdam Bauholding Pro Potsdam wird Touristikpartner
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00:33 22.06.2015
Die Betreibergesellschaft der Potsdamer Biosphärenhalle soll neuer Touristikpartner der Landeshauptstadt werden. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

Die Betreibergesellschaft der Biosphärenhalle am Buga-Volkspark soll nach Plänen der Potsdamer Stadtverwaltung für eine Übergangszeit das städtische Tourismus- und Kulturmarketing sowie den Betrieb der Tourismusinfomationen am Hauptbahnhof und an der Brandenburger Straße übernehmen. Nach dem am Freitag von Dieter Jetschmannegg, Fachbereichsleiter für Kommunikation, Wirtschaft und Beteiligung, vorgestellten Konzept könnte die „Betriebs- und Veranstaltungsgesellschaft in Potsdam“ (BVG), eine Unternehmenstochter der städtischen Bauholding Pro Potsdam, zum 1. August 2015 übernehmen. Voraussetzung ist eine Bestätigung durch die Stadtverordneten, die über den Vorschlag in ihrer nächsten Sitzung am 1. Juli ohne vorherige Ausschussberatung abstimmen sollen.

Für die Erfüllung der neuen Aufgaben soll die BVG in „Potsdam Marketing und Service GmbH“ (PMS) umbenannt werden. Der Vertrag soll maximal bis Ende 2018 laufen. Nach einer Abschlagszahlung von 400 000 Euro für 2015 soll der PMS in den kommenden Jahren jeweils ein Zuschuss von maximal 950 000 Euro gewährt werden, so dass insgesamt ein Höchstbetrag von 3,25 Millionen Euro fließen könnte. In dieser Zeit soll durch die Verwaltung eine neue Tourismuskonzeption für die Landeshauptstadt erarbeitet werden, zu der auch ein neues Konzept für die öffentliche Förderung und Wahrnehmung von Aufgaben im Bereich Tourismus- und Kulturmarketing gehören.

Der Einsatz der BVG ist das erste Ergebnis einer fieberhaften Lösungssuche nach der Ende März bekannt gewordenen Intervention einer Hamburger Marketinggesellschaft vor der Vergabekammer des Landes. Die Hamburger GLC Glücksburg hatte mit Erfolg Beschwerde eingelegt, weil die Stadt ihr Tourismus-Marketing zwar europaweit ausgeschrieben hatte, den Auftrag für 2015 dann aber trotz des laufenden Vergabeverfahrens erneut an die Tourismus Mark Brandenburg GmbH (TMB) übertrug. Die TMB war bereits seit 2004 Partner der Stadt, der Vertrag war jedoch zum Ende des Jahres 2014 beendet worden. Kurz vor dem Jahreswechsel teilte die Verwaltung überraschend mit, dass das europaweite Vergabeverfahren nicht rechtzeitig abgeschlossen werden könne. Der erneute Auftrag für die TMB war politisch auch deshalb umstritten, weil die Gesellschaft von der Stadt anstelle von bisher 600 000 Euro ein Jahresentgelt von 944 000 Euro bekommen sollte.

Nach Ansicht der Vergabekammer des Wirtschaftsministeriums war die Vergabe an die TMB rechtswidrig, weil sie ohne Ausschreibung erfolgte. Die Stadt legte dagegen Beschwerde vor dem Oberlandesgericht ein. Am 21. Juli werde eine Entscheidung erwartet, so Jetschmanegg. Die Signale stünden gegen die Stadt. Sollte Potsdam wider Erwarten Recht bekommen, bliebe alles wie gehabt. Anderenfalls könnte die am Freitag vorgestellte Option greifen. Einen Plan B für den Fall, dass die Stadtverordneten ihre Zustimmung verweigern, hatte Jetschmanegg auf MAZ-Nachfrage nicht.

Vorgestellt wurde das Konzept in einem Pressegespräch ohne den Chef der städtischen Wirtschaftsförderung Stefan Frerichs, der bisher für das Vergabeverfahren zuständig war. Frerichs hatte nach der Beschwerde aus Hamburg freimütig eingeräumt, dass das Verfahren „sicherlich etwas unglücklich gelaufen“ sei. Jetschmanegg bestätigte am Freitag auf Nachfrage, dass Frerichs nicht mehr mit dem Thema befasst sei.

Von Volker Oelschläger

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