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Proben für die Fashion Shows in Potsdam

„Das Schlimmste wäre, wenn sich jemand verletzt“ Proben für die Fashion Shows in Potsdam

Erstmals werden innerhalb der Berliner Fashion Week auch in Potsdam internationale Models über den Laufsteg gehen. Gezeigt wird eine breite Palette an hochwertiger Pret-à-Porter und Couture-Kollektionen aus dem In- und Ausland. Aus Potsdam werden die Label Christin Lau und Marco Marcu bei einer der zwölf Schauen ihre Models auf den Laufsteg schicken.

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Einige Models sitzen während der Probe zur Modemesse „Potsdam Now!“ im Backstagebereich.

Quelle: dpa

Potsdam. Das Licht geht an, peppige Musik tönt aus den Lautsprechern und schon kommen die ersten Topmodels um die Ecke: Extravagante Hosenanzüge, die viel Haut zeigen, Kleider mit ultralangen Fransen an den Schultern oder weite Tellerröcke aus sensationellem Stoff werden von den jungen Frauen präsentiert, die hüftschwingend durch die Schinkelhalle laufen. Plötzlich ertönt ein lautes „Stopp!“ von Choreograf Kevin Oakes: Die nachfolgenden Mädchen sind zu früh losgelaufen. Noch mal von vorne, die Musik bitte noch einen Tick lauter.

Bei den Proben zur Fashion Week, die heute beginnt, herrschte am Montag geschäftiges Treiben. „Ich will gar nicht wissen, wie lange das heute geht“, sagt Karl-Rainer von der Ahé, Geschäftsführer der Catwalk Impact GmbH. Der Leiter hat unter einem Arm den silbernen Laptop, mit der anderen Hand beantwortet er Anrufe. „Hoffentlich nicht bis Mitternacht.“

„Klar ist es etwas stressig“, sagt auch Model Vanessa Tietz. „Der Designer will ja, dass es morgen gut aussieht.“ Die 25-jährige Berlinerin ist eines der 16 Models, die bei den Proben am Vortag der Eröffnung dabei sind.
„Manche Designer bringen aber noch eigene Models mit“, weiß Diego Ludwig. Als Produktionsleiter ist der 47-Jährige dafür zuständig, dass Licht und Ton perfekt mit der Schau harmonieren. In der Schinkelhalle wird bis zum Ende der Fashion-Show jeden Tag geprobt. Was ist das schlimmste Szenario? „Das Schlimmste, was passieren könnte, wäre, dass sich jemand verletzt“, sagt Ludwig. Aber deshalb ja die Proben – damit alles perfekt läuft. Tietz ist zuversichtlich: „Die Stimmung hier ist sehr entspannt, es gibt kein Gezicke unter den Mädchen“, sagt die junge Frau. Für sie selbst wird die Schau ohnehin kein Neuland sein: Sie wurde schon einmal für die Berliner Fashion Show gebucht. „Und das war stressiger“, verrät sie. 

Der Trubel, so lästig er auch sein mag, hat für von der Ahé seine Berechtigung. „Ich bin selber schon sehr gespannt auf das Gesamtkunstwerk, das am Ende entsteht“, sagt er. Zudem sei er neugierig, wie die offizielle Eröffnung – Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD), der israelische Botschafter Yakov Hadas-Handelsman, IHK-Präsidentin Beate Fernengel und Hendrik Fischer, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, sind Ehrengäste – ankommen wird. Er könne sich jedenfalls vorstellen, das Format in Potsdam zu etablieren, in einem halben Jahr steht die nächste Fashion Show an. Und für die Eröffnung proben Vanessa Tietz und ihre Kolleginnen indes fleißig weiter. Wenn es sein muss, auch bis Mitternacht – denn schließlich soll alles perfekt sein!

Heute geht's los

Mit „Potsdam Now!“ macht die Berliner Fashion Week erstmals Station in der Landeshauptstadt.

Los geht es am Dienstag um 19 Uhr in der Schinkelhalle, Schiffbauergasse 4a. Am ersten Abend liegt der Schwerpunkt bei israelischen Modedesignern.

Tickets gibt es bei Vorverkaufsstellen und auf www.potsdam-now.com. akf

Von Anne-Kathrin Fischer

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