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Potsdam Propst von St. Peter und Paul hat sich verabschiedet
Lokales Potsdam Propst von St. Peter und Paul hat sich verabschiedet
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20:54 24.06.2018
Die Messe in der katholischen Kirche St. Peter und Paul am Bassinplatz war am Sonntag so gut besucht wie selten. Quelle: Nadine Fabian
Potsdam

Propst Klaus-Günter Müller hat am Sonntag 40. Priesterjubiläum gefeiert und sich zugleich von seiner Gemeinde St. Peter und Paul in den Ruhestand verabschiedet. „Ich blicke mit Dankbarkeit auf die vergangenen 40 Jahre zurück und besonders auf die fast 19 Jahre in Potsdam“, sagte Müller. Hunderte waren am Vormittag zur Heiligen Messe in der Propsteikirche am Bassinplatz geströmt – nur auf den Emporen blieben einige wenige Plätze leer.

Freunde und Wegbegleiter unter den Gottesdienstbesuchern

Unter denen, die den Gottesdienst und später die Festveranstaltung im Treffpunkt Freizeit besuchten, waren unter anderem der Vize-Landtagspräsident Dieter Dombrowski und Werders ehemaliger Bürgermeister Werner Große (beide CDU), Potsdams Ex-Stadtkonservator Andreas Kalesse und Nikolaikirchen-Pfarrerin Susanne Weichenhan, die Ärztliche Direktorin des St. Josefs Krankenhauses Gesine Dörr und der Geschäftsführer des Landesverbands der Kriegsgräberfürsorge Oliver Breithaupt sowie Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD). In dieser beeindruckenden Kirche im Herzen Potsdams sei es ihm eine besondere Freude und Ehre, zur Rubinhochzeit gratulieren zu dürfen. „Der Katechismus findet bestimmt eine andere Formulierung“, so Jakobs, „aber in der weltlichen Tradition würden wir einem Ehepaar, das 40 Jahre verheiratet ist, zur Rubinhochzeit unsere besten Wünsche übermitteln – und das möchte ich auch tun.“

40 Jahre – das sei schon eine stolze Leistung! Dazu brauche es Mut und eine klare Haltung. „Und beides, lieber Propst Müller haben Sie“, sagte Jakobs. „Sie haben diese Stadt mitgeprägt und dem katholischen Glauben hier in Potsdam ein Gesicht gegeben.“ Nicht nur durch das prachtvolle Gebäude sei die katholische Kirche eine Größe, mit der man in Potsdam rechnen müsse – und möchte. „Ich erlebe eine sehr aktive Studierendengemeinde, ich erlebe ein stetes Engagement der Kirche in der Flüchtlingshilfe und in der Arbeitsmarktpolitik und im sozialen Bereich“, so Jakobs.

„Glaube muss auch Spaß machen“

Legendär seien allerdings die jährlichen St. Martinsumzüge. „Ich freu mich jedes Mal, wenn ich höre, dass Propst Müller wieder mit Musik, seiner Gitarre und einer Schar Kinder durch die Innenstadt gezogen ist. Egal, welches Wetter war, sie kamen, sie sangen und hatten Freude daran. – Das hat Spaß gemacht. Und genau das ist es, was viele verkennen – Glaube muss auch Spaß machen. Das ist es, was Sie auch vorgelebt haben. Ein Mann mit Haltung und Freude am Glauben.“

Rund 7250 Mitglieder zählt die katholische Gemeinde St. Peter und Paul. Propst Müllers Nachfolger, der gebürtige Stralsunder Arnd Franke, wird sein Amt am 1. Juli antreten.

Von Nadine Fabian

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