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Potsdam Aufstand fürs Minsk
Lokales Potsdam Aufstand fürs Minsk
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18:41 26.08.2018
Rund 100 Bürger demonstrierten für das „Minsk" und einen Neustart am Potsdamer Brauhausberg. Quelle: Bernd Gartenschläger
Innenstadt

Die Diskussion zur Zukunft des ehemaligen TerrassenrestaurantsMinsk“ reißt nicht ab. Nachdem sich der frühere Potsdamer Stadtrat für Stadtentwicklung, Peter von Feldmann, zu dem vom Abriss bedrohten Gebäude am Hang des Brauhausbergs bekannt hat, kam das Thema am Samstag beim Sommerfest der Linken auf die große Bühne. Dort sprachen sich der Filmpark-Geschäftsführer Friedhelm Schatz, der Ehrenpräsident der Landesarchitektenkammer Bernhard Schuster sowie Barbara Kuster und Willo Göpel von der Bürgerinitiative „Mitteschön“ für den Erhalt aus.

Das Bündnis „Stadtmitte für alle“ hatte alle dazu aufgerufen, zum Brauhausberg zu kommen und sich am Aufstand für das ehemalige Restaurant Minsk zu beteiligen. Parole: „Ein Aufstand gegen Ausverkauf, ein Aufstand für einen Neustart am Brauhausberg! Ein Aufstand gegen Ignoranz und mutwillige Zerstörung, ein Aufstand für Anerkennung und Mitbestimmung.“

„Das Minsk ist in Potsdam etwas Besonderes“, sagte Schuster. Er erinnerte an die Seerose in der Neustädter Havelbucht, die ja auch ganz hervorragend zum Dampfmaschinenhaus nebenan passe. Auch Barbara Kuster nannte das Minsk „etwas Besonderes“. Es habe gemeinsam mit der alten Schwimmhalle und den Fontänen eine Idee verkörpert – ganz anderes das neue Bad, das „vom Aussehen her Potsdam nicht würdig“ sei. „Die Stadtpolitik sollte innehalten, Luft holen und überlegen, ob man zehn gleichförmige Klötze à la Speicherstadt bauen oder einen Eyecatcher erhalten möchte.“ Schatz mahnte, dass man in einem neuen Wohngebiet „Leben in die Bude“ bekommen müsse: „Da wäre das Minsk genau das Richtige.“ Ihm schwebe ein Mix aus Galerie, Gastronomie und Begegnungsstätte vor. Es sei verstörend, „dass Alternativen so massiv abgelehnt werden“.

Allein Harald Kümmel, Büro-Chef des Oberbürgermeisters, plädierte für den Verkauf des Grundstücks an den Höchstbietenden nebst Abriss. „Die, die das Minsk erhalten wollen, sind in der Minderheit“, so Kümmel. Linke-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg kündigte an, den Kampf ums Minsk weiter zu führen.

In diesem Sinne versammelten sich am Sonntagabend einem Appell des unabhängigen Bündnisses „Stadtmitte für alle“ folgend etwa 100 Potsdamer am Brauhausberg zum „Aufstand für das Minsk“.

Von Nadine Fabian

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