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Potsdam Protest gegen Containerzelte am „Freiland“
Lokales Potsdam Protest gegen Containerzelte am „Freiland“
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14:40 24.09.2015
Potsdams OB Jann Jakobs und PM-Landrat Wolfgang Blasig waren von Ministerpräsident Dietmar Woidke (alle SPD) zur Sitzung des Asylkabinetts eingeladen. Mit dabei: Finanzminister Christian Görke (Linke, v.r.n.l). Quelle: dpa
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Potsdam/Potsdam-Mittelmark

Angesichts des nicht abnehmenden Flüchtlingsstroms suchen sowohl die Stadt Potsdam als auch der Kreis Potsdam-Mittelmark weiterhin nach möglichen Unterkünften für die Ankommenden. Das sagten Oberbürgermeister Jann Jakobs und Landrat Wolfgang Blasig (beide SPD) am Dienstag nach einem Treffen in der Staatskanzlei.

Als Präsident des Städte- und Gemeindebundes (Jakobs) und des Landkreistages (Blasig) waren beide zu einer Sitzung des sogenannten Asylkabinetts eingeladen. „Das Kabinett wirkt gesammelt, nicht panisch; es ist besorgt, aber nicht verzweifelt“, vermeldete Blasig. Jakobs lobte die Einladung – nur so könnten die Kommunen, die letztlich die Hauptlast der Versorgung der Flüchtlinge trügen, ihre Probleme direkt ansprechen und mit dem Land schnell Lösungen finden.

70 Objekte auf der Liste

Sowohl Jakobs als auch Blasig sagten der MAZ, derzeit würden mit Hochdruck weitere Unterbringungsmöglichkeiten geprüft, konkrete Grundstücke oder Immobilien wollte aber niemand nennen, bevor nicht alles geklärt sei. „Es geht um Fragen des Eigentums, des Baurechts, des Brandschutzes, der Statik, der Versorgung“, zählte Wolfgang Blasig auf. Im Kreis liege eine Liste mit rund 70 möglichen Objekten vor, die gründlich durchgearbeitet würde. Das sei indes schon die „dritte Reserve“. Alle bekannten Vorhaben wie die Low-Cost-Häuser in Neu-Seddin befänden sich im Zeitplan, so Blasig. „Jedenfalls zur Stunde. Der Zeitplan und die Zahl der Flüchtlinge ändert sich ja jeden Tag.“ Auch Jann Jakobs ließ sich keine weiteren möglichen Standorte entlocken – verschiedene Gruppen hatten die alte Fachhochschule, den Brauhausberg, das Rechenzentrum und Container auf dem Gelände des alternativen Jugendzentrums „Freiland“ ins Gespräch gebracht.

Protest aus dem Freiland

Von dort kam am Dienstag allerdings sofort Protest in Form eines offenen Briefes. Flüchtlinge seien zwar willkommen, man habe sie auch immer unterstützt, sowohl an der Heinrich-Mann-Allee 103 wie auch auf dem eigenen Gelände. Doch die geplanten zwei Container mit Stoffdächern, je zwölf mal 30 Meter groß und für je 48 Flüchtlinge ausgelegt, seien „unzumutbar“, so Freiland. Laut einer Anfrage der Stadt würden die Container nur als Schlafplätze dienen, Sanitäranlagen würden zusätzlich im Freiland errichtet, die Verpflegung wäre über ein Catering-Unternehmen geregelt. Diese Form der Unterbringung „über Monate und Jahre“ sei „unzumutbar“, so das Freiland. Eine Unterbringung sei nur denkbar, wenn sowohl den Flüchtlingen ein „Mindestmaß an Wohn- und Lebensraumstandard“ gewährleistet als auch ein weiterer Betrieb des Freilands als Kulturzentrums möglich sei. Die Stadt solle stattdessen die ehemalige Volkshochschule in der Dortustraße, das Rechenzentrum, die Fachhochschule oder das ehemalige Kreiswehrersatzamt in der Berliner Straße als Unterkünfte in Betracht ziehen, heißt es in dem Brief.

Von Jan Bosschaart

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