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Potsdam Protest gegen das Gedenken blieb aus
Lokales Potsdam Protest gegen das Gedenken blieb aus
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20:57 14.04.2013
Manfred Stolpe auf dem Weg in die Kirche. Quelle: MAZonline
Potsdam

Erwartet worden waren Konfrontationen wie bei städtischen Veranstaltungen rund um den „Tag von Potsdam“ am 21. März. Sonntagabend wurde das von Nikolaikantor Björn O. Wiede komponierte „Potsdam Requiem“ zu Ehren der 1593 Opfer der Bombennacht aufgeführt. In der Nacht auf den 15. April 1945 flogen die Alliierten Luftangriffe und warfen über Potsdam mehr als 1700 Tonnen Bomben ab, erinnerte Stadtkämmerer Burkhard Exner (SPD) in seinem Gedenkwort, das er stellvertretend für den erkrankten Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) hielt. „Der Tag und die Nacht von Potsdam stehen im engen Zusammenhang“, sagte Exner mit Blick auf den inszenierten Handschlag zwischen Reichspräsident Paul von Hindenburg und Reichskanzler Adolf Hitler am 21. März 1933 vor der Garnisonkirche.

Der von Nazi-Deutschland ausgehende Zweite Weltkrieg kehrte in jener Nacht als „Inferno“ nach Potsdam zurück und zog eine „Spur von Tod und Verwüstung“ durch die Stadt, sagte Martin Vogel, Länderbeauftragter der evangelischen Kirche. Er appellierte an die Anwesenden, „für einander einzustehen, zu arbeiten und zu leben, auf dass der 14. April 2045 ein Tag des Friedens werden möge“.

Unterdessen hat die Potsdamer Antifa ihren geplanten Protest gegen die Gedenkveranstaltung zur „Nacht von Potsdam“ am Sonntag abgesagt. „Wie der Presse zu entnehmen ist, fürchtet sich die Trauergemeinschaft vor einer linken Intervention und bereitet sich seelisch und moralisch auf das Schreckgespenst des linken Protestes vor“, heißt es in einer verbreiteten Erklärung. Während die Stadt sich mit vermeintlichen Angriffen auf ihre Gedenkkultur „pressewirksam auseinandersetzt“, würden linke Projekte in Potsdam von Neonazis angegriffen. Dies bekomme eine „völlig neue Dimension durch die Drohung mit Brandanschlägen“, etwa auf das linksalternative Kulturzentrum Archiv oder in der vergangenen Woche auf das Lokal „Olga“, heißt es weiter.

Angesichts des „Drohpotenzials“ will der Antifa-Arbeitskreis die Veröffentlichung seiner Broschüre zum Bombardement Potsdams „verschieben“. Außerdem „können und wollen wir unsere Energie nicht zum x-ten mal auf die lächerliche Potsdamer Gedenkpolitik verwenden“, verlautbarten Antifa-Vertreter. (Von Ricarda Nowak)

Auch Führungskräfte brauchen professionelles Feedback. Genau darum geht es im „After Work Coaching: Praxis der Mitarbeiter- und Teamführung“ der Zentralen Einrichtung Weiterbildung der FH Potsdam, das am 30. April bereits zum vierten Mal stattfindet.

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