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Potsdam Psychomania im Lindenpark
Lokales Potsdam Psychomania im Lindenpark
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19:28 01.06.2017
Die Bloodsucking Zombies from outer Space aus Wien sind dem Festivalpublikum bereits bestens bekannt. Sie treten am Sonnabend auf. Quelle: Promo
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Potsdam/Babelsberg

Das Psychomania Rumble zu Pfingsten im Lindenpark mit seinem speziellen musikalischen Angebot zwischen Rockabilly und Horrorpunk hat sich als eines der langlebigsten Potsdamer Festivals erwiesen. Am Wochenende geht es bereits in die elfte Runde. Und obwohl die Familie der Psychobillys im Vergleich zu anderen Subkulturen eher überschaubar ist, gibt es auch in diesem Jahr wieder elf Bands, die erstmals zu einem Psychomaniafest auf die Bühne kommen.

The Coffinshakers. Quelle: Promo

Ihr Potsdam-Debüt geben am Samstag The Coffinshakers (Schweden), die mit einer Art Death-Country Johnny Cash aus der Erde holen. The Ricochets (England), auch sie erstmals dabei, gelten als eine der ersten Psychobillybands überhaupt, die Anfang der 1980er Jahre Rockabilly mit Punk vermengten. Schon mehrfach beim Psychomania gastierten die Bloodsucking Zombies from outer Space (Österreich), mit denen ein Höhepunkt des Eröffnungsabends gesetzt ist. Auch die West-Berliner Szeneveteranen The Roughnecks und The Diggerz aus Essen sind mit dem Psychomania Rumble bereits vertraut.

Ebenfalls neu in Potsdam sind am ersten Abend Crowbaits aus Braunschweig, Bad Reputation aus Köln und The Test Pilots (Schweden).

Jeroen Haamers and the Zorchmen. Quelle: Promo

Der Holländer Jeroen Haamers wurde beim Psychomania Rumble 2012 mit seinen legendären Batmobile gefeiert. Am Sonntag kommt er erstmals mit The Zorchmen nach Babelsberg, einer 2016 gegründeten Band, die mit Wegbereitern des Psychobilly besetzt ist. Mark Robertson spielte Schlagzeug bei Bands wie den Tall Boys und den Meteors, Philip Doyle war Gitarrist bei Bands wie den Klingonz und Demented are go, Scott Milsom ist bekannt unter anderem als Bassist der Coffin Nails.

Ebenfalls erstmals dabei sind im Sonntagsprogramm Monstrosities (Österreich), Jack Ice (Dresden/Leipzig), The Moonshine Stalkers (England), The Spastiks aus New York City und The Wigsville Spliffs, deren Geschichte bis in die erste Blütezeit des Psychobilly und Neorockabilly Anfang der 1980er Jahre in London zurück reicht.

The Ricochets. Quelle: Promo

Bestens vertraut mit dem Lindenpark sind Damage Done by Worms aus Berlin, die bereits beim ersten Psychomania Rumble 2007 mitspielten, und The Griswalds (England), die vor Jeroen Hammer & the Zorchmen auf die Bühne kommen.

Gegründet wurde das Psychomania-Festival 2007 von Norman Winter, dem Sänger von Thee Flanders. Die einzige namhafte Potsdamer Psychobillyband, die als Gastgeber bereits mehrfach selbst zum Festival im Lindenpark auf der Bühne stand, feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Jubiläum. 1997 unter dem Namen Ted Flanders and the Hot Wings gegründet, benannten sie sich 2001 um. Mit „Punkabilly from Hell!“ erschien 2003 ihre erste LP. Mit „Monsterparty“ (2004), „Back from Hell“ (2005) und „The Spirit of 666“ (2009) folgten weitere Langspielplatten.

Norman Winter (M.) und Kevin P. von Thee Flanders mit Achim Mentzel vor dem Havel-Nuthe-Center in Potsdam. Quelle: privat

2007 spielten sie zum zehnten Bandjubiläum mit „Graverobbing“ die erste LP mit Covern von den Ärzten und Depeche Mode bis zu Yazoo und Blondie ein. Prominente Gäste waren Köfte Deville von Mad Sin und Jeroen Haamers von Batmobile. An dem 2015 erschienenen Folge-Album „Graverobbing II“ wirkte neben Bela B. von den Ärzten, Tom Toxic von den Holstein Rockets und Brigitte Handley von den Dark Shadows auch der als Stimmungskanone legendäre Barde Achim Mentzel mit.

Er steuerte neben heiteren Worten im Abspann der Platte eine Videointerpretation als Gurkenkönig mit Gartenklappstuhl auf den Pfaden von Dave Gahan zu „Enjoy the silence“ von Depeche Mode (1990) bei. Ende 2016 war ein gemeinsamer Auftritt der Flanders und Achim Mentzels zur Geburtstagsfeier des Dessauer Punklabels „Halb 7 Records“ geplant. Der Sänger verstarb jedoch im Januar 2016 an einem Herzinfarkt. Das Video ist bei bisher fast 50 000 Aufrufen auf Youtube eingestellt.

Ablaufplan des Psychomania Rumble Nr. 11

Einlass am Sonnabend ab 17.30 Uhr. 18 Uhr bis 18.30 Uhr: Crowbaits; 18.45 Uhr bis 19.20 Uhr: Bad Reputation; 19.35 Uhr bis 20.15 Uhr. The Test Pilots; 20.30 Uhr bis 21.15 Uhr: The Diggerz; 21.30 bis 22.15 Uhr: The Roughnecks; 22.30 Uhr bis 23.30 Uhr: Bloodsucking Zombies from outer Space; 23.35 Uhr bis 0.25 Uhr: The Coffinshakers; ab 0.40 Uhr: The Riochets.

Einlass am Sonntag ab 17.30 Uhr: 18 Uhr bis 18.30 Uhr: Monstrosities; 18.45 Uhr bis 19.20 Uhr: Jack Ice; 19.35 Uhr bis 20.15 Uhr: The Moonsgine Stalkers; 20.30 Uhr bis 21.15 Uhr: The Spastiks; 21.30 Uhr bis 22.15 Uhr: The Wigsville Spliffs; 22.30 Uhr bis 23.25 Uhr: Damage Done by Worms; 23.40 Uhr bis 0.30 Uhr: The Griswalds; ab 0.45 Uhr: Jeroen Haamers & the Zorchmen.

Von Volker Oelschläger

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