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Punkten mit Potsdamer Mitte und Potsdamer Stange

Größte Immobilienmesse der Welt Punkten mit Potsdamer Mitte und Potsdamer Stange

Auf der Expo Real in München tummeln sich Immobilien-Experten aus der ganzen Welt. Auch die Pro Potsdam hat sich in diesem Jahr wieder präsentiert. Neben Bodenständigem wie drei Häusern im Holländischen Viertel und Zukunftsprojekten wie den Blöcken in der Potsdamer Mitte konnten die Preußen in Bayern vor allem mit einem Mitbringsel punkten – heimischem Gerstensaft!

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Pro-Potsdam-Geschäftsführer Bert Nicke mit Anna Winkler (l.), Pressersprecherin der Pro Potsdam, und Christina Bielfeld, Vertriebsleiterin bei der Polo Beteiligungsgesellschaft.

Quelle: Pro Potsdam

Potsdam. Pro-Potsdam-Geschäftsführer Bert Nicke zieht Bilanz über die „Renner“ auf der Expo Real.

Herr Nicke, Sie sind schon seit einigen Tagen auf der Expo Real in München. Wie hat man sich diese Immobilienmesse vorzustellen? Kann man da Schloss Neuschwanstein kaufen oder einen Schrebergarten im bayrischen Chiemgau?

Bert Nicke: Nein, es ist eine Fachmesse mit Bauträgern – sprich: Firmen, die Grundstücke kaufen, entwickeln und bebauen – sowie mit Kommunen und Regionen, die Areale verkaufen wollen. Außerdem sind Architekten und Rechtsanwälte, die etwas mit Bauen zu tun haben, vor Ort. Es ist die weltgrößte Immobilienmesse. Selbst Teilnehmer aus den USA, Russland und Asien sind da und präsentieren sich in den insgesamt sechs großen Hallen auf dem Messegelände.

Kommt man überhaupt noch dazu, sich die Angebote der anderen anzusehen?

Nicke: Eigentlich nicht. Man läuft nicht die ganze Zeit herum. Wir sind die ganze Zeit an unserem kleinen Stand, den wir uns mit der Landeshauptstadt teilen. Da ist es in den letzten Tagen zugegangen wie am Fließband. Der zentrale Aufhänger unseres Angebots war die Potsdamer Mitte mit den Blöcken III und IV, die am Standort der Fachhochschule entstehen sollen. Ende des Jahres werden wir mit der Vermarktung von Block III beginnen, also demjenigen Block, der näher am Landtagsgebäude liegt. Ende nächsten Jahres beginnen wir dann mit der Vermarktung von Block IV, der sich in direkter Nachbarschaft zum Bildungsforum befinden wird. Aber es ist gut, wenn potenzielle Investoren einen Vorlauf haben.

Die letzte Brache im Angebot

Die Pro Potsdam hat die letzte Brache im Bornstedter Feld an der Georg-Hermann-Allee im Angebot. Auf acht Hektar sollen Mehrfamilienhäuser entstehen, auch mit sozialem Wohnungsbau.

Auf der Expo präsentiert sich u.a. auch die Projektentwicklungsfirma Asenticon, die einen Bauträger für elf Stadtvillen auf dem Plattner-Campus am Jungfernsee sucht. Die Landesinvestitionsbank ILB bietet ihren alten Standort in der Steinstraße an. Auch die Industriehalle des abgewanderten Autoteilezulieferers Magna Steyr an der Friedrich-Engels-Straße ist im Angebot.

Der Block III soll ja von den Wohnungsbaugenossenschaften entwickelt werden. Warum wird dann überhaupt noch nach Investoren für diesen Block gesucht?

Nicke: Wir haben ja die Aufgabe von den Stadtverordneten bekommen zu prüfen, ob Grundstücke in der Potsdamer Mitte bevorzugt an Genossenschaften vergeben werden können. Zwischenzeitlich haben uns die Genossenschaften signalisiert, dass diese sich ganz normal am Bewerbungsverfahren beteiligen wollen. Entscheidend für den Zuschlag im Verfahren ist bislang das Gestaltungskonzept, der Kaufpreis und das Nutzungskonzept. Denkbar ist es, die Genossenschaften dergestalt zu bevorzugen, dass diese bei gleich gutem Gestaltungskonzept aufgrund der genossenschaftlichen Nutzung bevorzugt werden. Ein konkretes Verfahren ist aber noch nicht festgelegt. Zunächst wollen wir uns mit den Genossenschaften unterhalten. Dann legen wir einen Vorschlag auf den Tisch. Wenn der die Billigung der Stadtverordneten findet, kann es im Dezember losgehen!

Nicke: Kritik von „Potsdamer Mitte neu denken“ geht ins Leere

Auch die Wertung des Kaufpreises spielt mit 40 Prozent eine Rolle. Daran gibt es nun massive Kritik von Seiten der Initiative „Potsdamer Mitte neu denken“. Dies widerspreche dem Stadtverordnetenbeschluss, dass die Höhe des Kaufpreisangebots nicht mehr auswahlbestimmend sein solle.

Nicke: Wir prüfen derzeit, ob der Kaufpreis bei der Vergabe überhaupt eine Rolle spielen wird. Im Hinblick auf den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung ist denkbar, dass die Grundstücke auch zum Festpreis oder als Erbbaurecht angeboten werden. Eine Entscheidung über das Verfahren ist aber wie gesagt noch nicht getroffen. Insoweit geht die von Ihnen genannte Kritik ins Leere.

Im Angebot haben Sie auch drei Häuser aus dem Holländischen Viertel. Werden wir demnächst Käufer aus Russland oder Saudi-Arabien im Kiez begrüßen können?

Nicke: Wahrscheinlich nicht. Wir gehen davon aus, dass sich Brandenburger für die Häuser in der Mittelstraße interessieren werden. Für uns sind es die letzten nicht sanierten Häuser im Viertel. Es wäre für uns zu teuer, sie zu sanieren, weil man die Kosten nicht über die Miete refinanzieren kann. Der Erlös fließt in die Sanierungskosten für das Behlertkarree, die Heidesiedlung, die Häuser in der Grünstraße/Ecke Großbeerenstraße und in das Karree am Brauhausberg.

Missionierungsprojekt: Einige Kästen Potsdamer Stange wurden nach München importiert

Was waren denn die Fragen, die Ihnen auf der Expo Real am häufigsten gestellt wurden?

Nicke: Ob man die Grundstücke nicht sofort und ohne aufwendiges Verfahren freihändig erwerben könne. Die Investoren würden am liebsten die Grundstücke mitnehmen. Aber wir haben hier keinen Notar im Hinterzimmer, der gleich die Beurkundung vornimmt. Bei uns gibt es Gebotsfristen und im Zweifel brauchen wir die Zustimmung der politischen Gremien.

Apropos Zustimmung: Auf der Expo Real soll auch die Biersorte Potsdamer Stange großen Anklang gefunden haben.

Nicke: Ja, die städtische Wirtschaftsförderung hat einige Kästen Potsdamer Stange nach München kommen lassen, das nach dem Potsdamer Gespräch mit Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) am Dienstag ausgeschenkt wurde. Die Bayern wollten wissen, ob es Weißbier ist, weil es so trüb ist. Geschmeckt hat es aber allen ...

Von Ildiko Röd

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