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„Putten-Ede" wurde 75 Jahre alt

Ex-Schlösserchef Hans-Joachim Giersberg erlebt in Potsdam Gratulanten-Andrang „Putten-Ede" wurde 75 Jahre alt

Saskia Hüneke, Kustodin der Skulpturensammlung in der Schlösserstiftung, hatte in ihrem Vortrag im voll besetzten Schlosstheater die Dame ins Spiel gebracht: Clio.

Selbige passe perfekt zu Hans-Joachim Giersberg. Doch bevor hier noch Missverständnisse aufkommen: Bei Clio handelt es sich um die Muse der Geschichtsschreibung. Und Jubilar Giersberg, sagte Saskia Hüneke, sei dieser Muse immer besonders zugetan gewesen.

Schöne Geschichten hörte man dann auch beim anschließenden Empfang im eindrucksvollem Ambiente der Marquis-d’Argens-Wohnung. Am letzten Sonnabend hat der Ex-Schlösserchef seinen 75. Geburtstag gefeiert. Gestern standen Weggefährten bei Brezeln und Wein zusammen; tauschten Erinnerungen. Wer hätte zum Beispiel geahnt, dass Giersberg es einst mit seinen Freunden von der Studiengemeinschaft Sanssouci beim Fasching so richtig krachen ließ? „Wir waren jung; so Mitte 30 und haben herrliche Faschinge gefeiert“, berichteten Helga und Klaus Arlt gestern von den turbulenten Treiben, die Mottos wie „Große Wäsche in Sanssouci“ trugen.

Kleine Auszeiten gab es manchmal im Job. „Wenn er die Nase voll hatte von den verwaltungstechnischen Dingen, kam er gerne in die Werkstatt zu einem Plausch und einem Bierchen“, enthüllte Rudolf Böhm, jahrzehntelang Leiter der Skulpturenwerkstatt und voll des Lobes: „Er war ein absolut guter Chef. Sowohl fachlich als auch menschlich.“ Dass Giersberg seine Dissertation zuerst im Westen veröffentlichte, nötigte damals dem jungen Hartmut Dorgerloh – heute Giersbergs Nachfolger – großen Respekt ab. Auch Alt-Mínisterpräsident Manfred Stolpe zieht noch jetzt symbolisch den Hut vor Giersbergs Courage und schwärmte gestern von dessen Friedrich-Ausstellung im Jahr 1986: „Es gelang ihm, den Preußen-König wieder gesellschaftsfähig zu machen.“ Ingrid Stolpe – nach einem Armbruch im Winterurlaub nun glücklicherweise wieder „gipsfrei“ – hatte seinerzeit als Ärztin mehr Kontakt zu Giersbergs Ehefrau Marianne: Diese arbeitet als Fürsorgerin im Klinikum.

Statt Geschenken erbat sich der Jubilar Spenden fürs Potsdam-Museum: „Er sitzt im Kuratorium des Fördervereins“, erklärte Vereinschef Markus Wicke bei der Feier für „Putten-Ede“. Putten-Ede? Diesen Beinamen hatte Giersberg am Anfang seiner Stiftungslaufbahn von seinen Brüdern „verliehen“ bekommen. (ir)

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