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RFT will Eiches Kabelnetz retten

Potsdam Eiche RFT will Eiches Kabelnetz retten

Weil die Telekom und damit ihr Mieter Vodafone das Kabelnetz in Eiche aus Alters- und wirtschaftlichen Gründen zum Jahresende kündigen, fürchten viele Bewohner, ihre Fernseher könnten ab 1. Januar schwarz bleiben. Mit dem lokalen Netzbetreiber RFT kündigt sich nun aber ein Retter an – wenn alles wie geplant läuft.

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Ein Kabelschaltschrank von RFT.

Quelle: Peter Geisler

Eiche. Eiche hat möglicherweise eine Lösung für den Kabelsalat. Der Kabelnetzbetreiber RFT wird voraussichtlich den Ortsteil mit seinen 2500 Haushalten mit Kabelfernsehen und -radio versorgen können, wenn die Telekom zum Jahreswechsel ihr OPAL-Netzwerk wegen Alters abschaltet. Die Bürgerversammlung beim Ortsbeirat begann wie die meisten Bürgerversammlungen beginnen: Der Raum war hoffnungslos überfüllt, es schwang eine gefährliche Mischung aus Wut, Hilflosigkeit, Halbwissen und Fehlinformation in der Luft, obgleich Ortsvorsteher Friedrich W. Winskowski schon im Frühsommer kundig und umfangreich informiert hatte.

Gerd von der Osten, bei Vodafone/Kabel Deutschland (VKD) für den Osten zuständig, machte noch einmal klar, dass die Fernseher ab 1. Januar schwarz bleiben und die Radios stumm, weil die Telekom das Netz aufgebe, das VKD nur gemietet hatte. Ein Neubau sei für VKD nicht wirtschaftlich. Dass die Kündigungen an die Kunden nur in Tranchen herausgingen, dass einzelne Bürger noch Neuverträge abschließen konnten und andere an der Hotline die Auskunft bekamen, für sie ändere sich nichts, bedauerte der VKD-Manager.

Vertreter der Telekom waren nicht erschienen, hatten dem Ortsvorsteher aber zuvor versichert, er verstehe das richtig, das gesamte Kabelnetz werde abgeschaltet. Derweil drängte der DSL-Anbieter DNS-Net in den Eicher Markt und versprach sehr schnelles Internet, über das man auch Fernsehen kann. Dass die Marketingoffensive in die Zeit der ersten Kündigungen fiel, ist laut Colin Rauer, Bereichsleiter Privatkunden bei DNS-Net „reiner Zufall“. Für DNS-Net-Kunden sei das Fernsehen über das Internet auch nur ein Zusatznutzen, primär richte man sich an Kunden, die schnelles Internet benötigen. Bislang sind in Eiche über DSL-Anschlüsse nur 3-5 Megabit zu empfangen, bei DNS-Netz zeitgemäße 50 oder 100.

Stefan Tiemann, Geschäftsführer von RFT Kabel, wartete, bis der Kollege von Vodafone den Raum verlassen hatte, bevor er die Überraschung zündete: Vodafone wisse selbst nicht, dass es ein weit verzweigtes Netz in Eiche habe, die RFT versuche gerade, VKD es abzukaufen. Tiemann rechnet mit einem Verkauf in zwei bis vier Wochen. Da das Unternehmen in Potsdam sehr präsent ist – es versorgt etwa alle Semmelhaack-Wohnungen mit Kabel – und durch den Baubereich Eiche II von Semmelhaack das Kabel quasi schon vor Ort habe, wäre es ein leichtes, es mit dem Vodafone-Netzwerk nach Verkauf zu verbinden. Der Vertriebsleiter von RFT verteilte fleißig Visitenkarten, das Treffen löste sich im Nu auf. In vier Wochen will man weitersehen.

Von Jan Bosschaart

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