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Potsdam Fahrradunfälle in Potsdam steigen
Lokales Potsdam Fahrradunfälle in Potsdam steigen
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00:22 14.09.2018
Falsche Seite: Zwei Stunden kontrollierte die Polizei Rad- und Autofahrer in der Breite Straße Ecke Dortustraße. Quelle: foto:Bernd Gartenschläger
Innenstadt

Klaus Metz radelt gerade mit seiner Frau vom Luisenplatz die Breite Straße in Richtung Hauptbahnhof. An der Ecke Dortustraße ziehen zwei Polizisten den 66-Jährigen raus: Der Urlauber aus dem Mittelrhein ist auf der falschen Straßenseite gefahren. „Wir haben nach dem Einkaufscenter gesucht. Das waren einfach mangelnde Kenntnisse“, sagt er. So ruhig reagiert nicht jeder, weiß Marco Stein, Polizeioberkommissar im Revier Potsdam. 20 Euro sind für solche Falschfahrer fällig.

Rund zwei Stunden haben mehrere Beamte gestern an der Breiten Straße Ecke Dortustraße kontrolliert, ob sich Rad- aber auch Autofahrer den Verkehrsregeln entsprechend verhalten. Ein Problem der Kreuzung: Viele Autofahrer, die vom Hauptbahnhof kommend in die Dortustraße rechts einbiegen, übersehen die Radfahrer, die geradeaus zur Zeppelinstraße fahren.

Stärkere Kontrollen an und vor Schulen

In der Nähe der Kreuzung befinden sich auch die Grundschule Max Dortu sowie die Voltaire-Gesamtschule. Seit Schuljahresbeginn wird an solchen Stellen verstärkt kontrolliert. „Wir wollen vor allem darauf hinweisen, welche Gefahren bestehen“, erklärt Jan Krütze, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Potsdam. Dazu gehört auch ein intaktes Fahrrad mit Beleuchtung und ein Helm – auch wenn er nicht Pflicht ist.

Die Kreuzung sei aber kein Unfall-Schwerpunkt. „Die Unfälle passieren im gesamten Stadtgebiet, aber hier werden wir am ehesten wahrgenommen“, erklärt Krütze. Viele Radler fahren auf der falschen Seite oder auf dem Bürgersteig. „Bis zu einem Alter von acht Jahren müssen Kinder auf dem Gehweg fahren, bis zehn Jahren dürfen sie“, erklärt der Vize-Leiter. Begleitende Erwachsene dürfen auch bis zum vollendeten achten Lebensjahr auf dem Gehweg fahren und sollten gegebenenfalls aber absteigen und schieben, falls Fußgänger gefährdet sind.

Von der Dortustraße auf die Breitstraße müssen sich die Radfahrer in die Fahrspur einordnen. Quelle: Bernd Gartenschläger

Eine weitere Schwierigkeit: In der Dortustraße endet der markierte Radstreifen auf halber Höhe. Radler müssten sich dann in die Fahrspuren einordnen. Ein Mann schlängelt sich gerade an der Seite der wartenden Autos vor der Ampel entlang. „Das ist für beide Verkehrsteilnehmer stressig“, weiß Stein. Nach solchen Kontrollen können unklare Verkehrssituationen wie diese an die Stadt weitergegeben werden. „Das werden wir hier sicher so machen“, sagt Stein.

Mehr Radfahrer unterwegs

Insgesamt sei die Zahl der Unfälle in Potsdam zwar rückläufig – aber Fahrradunfälle und jene mit Personenschaden nehmen deutlich zu. 2015 waren es noch 426 Rad-Unfälle, 2017 hingegen schon 457 mit zwei Todesfällen. In diesem Jahr gab es noch keine tödlich verunglückten Radfahrer in Potsdam. Die steigenden Unfallzahlen seien auf das gute Wetter zurückzuführen. „Generell fahren die Leute aber auch mehr Rad“, bestätigt Krütze. Die Bilanz des Tages: 24 Radfahrer, die auf der falschen Seite unterwegs waren sowie 12 Radfahrer auf dem Gehweg. Dazu kommen noch unangegurtete Autofahrer, welche ohne Führerschein und andere mit Handy am Steuer (und auf dem Rad). Die Liste der Verstöße nach zwei Stunden Kontrolle ist lang: Insgesamt kommen die Beamten auf 55. Auch in der nächsten Zeit sollen Kontrollen stattfinden.

Von Anne Knappe

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