Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 0 ° wolkig

Navigation:
Rathaus auf Rollen

Das Team der Stadtverwaltung hat seinen Iron-Roll-Vorlauf hinter sich gebracht / Geisterfahrer verunsichert Teilnehmerfeld Rathaus auf Rollen

Die gute Nachricht vorweg: Rolli-Laien haben sehr wohl eine Chance, gegen Rolli-Profis beim Iron Roll zu gewinnen. Eyk Rothe vom Ordnungsamt hat’s gestern vorgemacht.

Im Spontan-Duell gegen Udo Sist von „Normalo TV“ rauschte er mit einem hauchdünnen Fotofinish-Vorsprung über die Ziellinie.

Die schlechte Nachricht: Nach den 50-Meter-Vorläufen geht’s am 4. und 5. Mai über lange, entbehrungsreiche 100 und 165 Meter. „Und da“, feixt Udo Sist, „sieht die Welt dann schon wieder ganz anders aus.“ Nichtsdestotrotz deklassierte Eyk Rothe seine Kollegen aus der Stadtverwaltung gestern mit 20,01 Sekunden – und empfahl sich für all die Rennen, die da noch kommen werden.

Insgesamt 17 Rathaus-Mitarbeiter machten die Mittelpromenade an der Hegelallee zur Rennstrecke. „Die Kritiker hatten recht“, räumte Baudezernent Matthias Klipp ein. „Der Belag verleitet zum Rasen.“ Um den Ausbau der Promenade hatte es 2010 heftige Auseinandersetzungen in der Stadt gegeben. Gegner der Asphaltierung hatten sogar eine Mahnwache für den Erhalt des Sandwegs veranstaltet. So sorgte sich der Bürgerverein „Freies Tor“ vor allem um das Miteinander auf der Strecke. Mit der Asphaltierung würde der Weg zur Hochgeschwindigkeitspiste, auf der rasende Radler Spaziergänger, Kinder und Senioren rücksichtslos bedrängten.

Das Miteinander auf der Strecke war zumindest gestern hervorragend – trotz rasender Rollis. Fußgänger – erstaunt, amüsiert, irritiert – hielten inne, Radler manövrierten sich geschickt durch die Lücken zwischen den einzelnen Startern. „Ich hätte mir gewünscht, hier mit 100 Leuten anzutreten“, sagte die Sozialbeigeordnete Elona Müller-Preinesberger. „Aber viele Menschen haben doch Hemmungen, sich einmal in den Rollstuhl zu setzen. Dabei sollte jeder den Perspektivwechsel wagen.“

Gerüstet mit besten Vorsätzen, Handschuhen und einer beneidenswerten Leichtigkeit schnurrte Elona Müller-Preinesberger in 33,59 Sekunden über die Piste. Matthias Klipp kämpfte sich auf 25,09 Sekunden. Unter „ferner rollten“ wähnte sich die Leiterin des Büros für Chancengleichheit und Vielfalt, Martina Trauth-Koschnick. 47,99 Sekunden! Seufz! „Ich bin die Schlechteste!“ Dann, nach intensivem Listenstudium, ein Lichtblick. „Ach! Frau Meng hat ja noch ’ne Sekunde mehr.“ – Der Sportsgeist ist in die Stadtverwalter gefahren. (Von Nadine Fabian)

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
dfdbc0d4-af48-11e7-b225-97bf4e5da6db
Potsdam – damals und heute

Zeitreise durch Potsdam: Anhand von historischen und aktuellen Aufnahmen zeigt die MAZ, wie sich die Stadt Potsdam verändert hat – und was wieder aufgebaut wurde. Besuchen Sie mit Klick durch die Galerie Potsdams markante Ecken – damals und heute.

Die Karikaturen des Potsdamers Hafemeister

Jörg Hafemeister karikiert seit Jahren die Potsdamer Lokalpolitik. Nun hat er immer mittwochs seinen festen Platz im Potsdamer Stadtkurier. Wir zeigen an dieser Stelle alle Karikaturen.

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg