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Kunsthaus im Rechenzentrum wächst rasch

Neues Kreativzentrum in Potsdams Mitte Kunsthaus im Rechenzentrum wächst rasch

Das Kunsthaus im alten Rechenzentrum an der Breiten Straße in Potsdam wächst rasch. Unter den bisher 45 verbindlichen Anmeldungen dominieren erwartungsgemäß die bildenden Künstler. Auch für die Unterbringung von Musikern und Bandprobenräumen wurde eine Lösung gefunden.

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Andreas von Essen managt den Aufbau des Kunsthauses.

Quelle: Jacqueline Schulz

Potsdam. Für Ateliers und Büros im alten Rechenzentrum an der Breiten Straße sind innerhalb weniger Wochen 45 verbindliche Bewerbungen bei der Stiftung SPI eingegangen, die in dem Gebäude im Auftrag des Sanierungsträgers ein Kunst- und Kreativhaus betreiben soll. Nach Mitteilung des für Potsdam zuständigen SPI-Standortleiters Andreas von Essen haben die Bewerber Pläne für 65 Räume. Insgesamt stehen im Dachgeschoss und Teilen der dritten Etage, die am 1. September bezogen werden sollen, 90 Räume mit bis zu 20 Quadratmetern zur Verfügung.

Unter den Bewerbern dominieren laut Essen die bildenden Künstler, darunter allein rund 30 Maler und mehrere Bildhauer. Hinzu kommen Fotografen, Autoren und Theaterleute. Bewerbungen unter RZPotsdam@Stiftung-SPI.de sind weiterhin möglich, denn bis zum Jahresende sollen schrittweise weitere Räume an die neuen Nutzer übergeben werden.

Spezielle Vorbereitungen laufen für die Berücksichtigung von Musikern. Bisher gibt es laut Essen elf Proberaumwünsche. Das Spektrum reicht von Weltmusik über Heavy-Metal-Bands bis zu kleinen Musikschulen. Eine eigens gebildeten Arbeitsgruppe Sound, die gerade am Dienstag wieder tagte, habe sich nach Prüfung diverser Varianten zur Lösung des Geräuschproblems auf den Einbau von Schallschutzkammern in Modulbauweise verständigt, die pro Raum etwa 8000 Euro kosten. Essen will bei einer Gesamtinvestitionssumme von 50- bis 80 000 Euro Fördermöglichkeiten prüfen, auch eine Spendenkampagne soll gestartet werden. Nach den bisherigen Vorstellungen könnten die Musiker im Januar Räume im Erdgeschoss beziehen.

Testphase bis 2018 mit Verlängerungsoption

Das Projekt eines Kunsthauses im alten Rechenzentrum an der Breiten Straße, das ab dem 1. September bis zum Jahresende schrittweise eröffnet werden soll, ist zunächst in einer Testphase bis Ende 2018 befristet.

Mit der Eröffnung des Kunst- und Kreativzentrums reagiert das Rathaus auf die offenkundige Verdrängung von Künstlern, Musikern und anderen Kreativen durch den überhitzten Immobilienmarkt.

Mittelfristig soll der nun als Kunsthaus genutzte Bau fallen, um Platz für den Wiederaufbau des Garnisonkirchschiffs zu schaffen. Derzeit ist aber noch nicht einmal der Kirchturm finanziert, der bereits Baufreiheit hat.

Neben dem politischen Beirat, der sich heute konstituiert, soll es einen Mieterbeirat geben, der unter anderem entscheidet, in welchem Umfang das Gebäude für interessiertes Publikum geöffnet wird.

Der aktuelle Mietpreis pro Quadratmeter beträgt sieben Euro brutto.

Über die Aufteilung der ersten Räume soll ein politischer Beirat beraten, der am Donnerstag im Rechenzentrum erstmals zusammenkommt. Mitglieder des auf Einladung des Sanierungsträgers formierten Gremiums sind Vertreter der Rathausfraktionen, der Verwaltung und der Kulturlobby, die mit ihren Kampagnen einen wesentlichen Anteil an der Öffnung des zum Jahresende komplett freien Bürohauses für die Kreativszene hat. Ebenfalls dabei ist die Stiftung Garnisonkirche als Eigentümerin des Grundstücks, auf dem mittelfristig das Kirchenschiff errichtet werden soll.

Vorstellen wird sich in der Sitzung die vom SPI für das Rechenzentrum eingesetzte Projektmanagerin: Die Musikerin und Kulturmanagerin Anja Engel ist nicht zuletzt als langjährige Organisatorin des Localize-Festivals und Veteranin der Kulturlobby eine exzellente Kennerin der Potsdamer Kulturszene.

Von Volker Oelschläger

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