Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Rechtsextreme planen zwei Demos in Potsdam
Lokales Potsdam Rechtsextreme planen zwei Demos in Potsdam
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:21 13.06.2016
Großes Polizeiaufgebot im Februar in Babelsberg. Quelle: Friedrich Bungert
Anzeige
Potsdam

Rechtsextreme haben für den 18. Juni 2016 eine Demonstration in Potsdam-Babelsberg angemeldet.

Wie ein Polizeisprecher gegenüber der MAZ bestätigte, hat eine Gruppe namens „Patrioten Potsdam“ eine Demonstration vom Rathaus Babelsberg bis zum Bahnhof Medienstadt angemeldet. Um 14 Uhr soll es losgehen. Ungewöhnlicherweise soll die Demo diesmal an einem Samstag stattfinden. Und eine zweite Demo ist auch schon angemeldet – am Mittwoch, 29. Juni, im Schlaatz, wie die Polizei bestätigt.

Dagegen wird bereits erster Protest laut. Auf der Facebookseite „Nordkurve Babelsberg“ wird zur Blockade aufgerufen: „Naziaufmarsch verhindern“, heißt es dort. Zudem wird dort vor der Gruppierung „Patrioten Potsdam“ gewarnt. Zwar war die Teilnehmerzahl der vergangenen sogenannten Abendspaziergängen der Pogida im Laufe der Zeit immer geringer geworden, doch diese Gruppierung sei nicht zu unterschätzen.

„Ein braunes Häufchen will wieder Potsdam nerven und versteht nicht, dass seine Intoleranz das Einzige ist, was in Potsdam nicht erwünscht ist“, sagt der Kreisvorsitzende der Linken, Sascha Krämer. Potsdam sei eine Stadt, die maßgeblich von „Fremden“ beeinflusst wurde. Seien es die russischen Soldaten, die französischen Hugenotten, jüdische Kaufleute und Manufakturisten, belgische Handwerker in der „Gewehrfabrique“, Schweizer Seidenbandweber und „Tobackspinner“ oder böhmischer Kattunweber in Nowawes – „sie alle haben Potsdam und unserer Gesellschaft zu dem gemacht, was es heute ist“, so Krämer. Die Demo-Anmelder machten sich keine Gedanke über die Wurzeln unserer Gesellschaft.

Linke Gegendemonstration im Febuar 2016 in Babelsberg. Quelle: Friedrich Bungert

Pogida-Blockade in Babelsberg

Am 17. Februar hatte Pogida die entgegengesetzte Demoroute versucht. erfolglos. Bereits nach wenigen vom in Babelsberg musste Pogida den „Abendspaziergang“ vom Bahnhof Medienstadt zum Rathaus Babelsberg auf der Großbeerenstraße nach wenigen hundert Metern beenden und wegen einer massiven Sitzblockade von Gegnern umkehren.

Die bisherigen Pogida-Demos

11. Januar, Bassinplatz: Erstmalig versucht ein Ableger der Pegida-Bewegung in Potsdam zu demonstrieren. Ausnahmezustand am Bassinplatz. Der geplante „Abendspaziergang“ findet nicht statt. Am Rande kommt es zu Krawallen durch linke Gegendemonstranten.

20. Januar, Bassinplatz: Erneut ein Großaufgebot der Polizei in der Innenstadt. Knapp 300 Pogida-Anhängern stehen mehr als 1000 Menschen gegenüber. Der „Abendspaziergang“ setzt sich in Bewegung – und stoppt nach wenigen Metern.

27. Januar, Hauptbahnhof zum Filmmuseum: Erstmalig zieht Pogida durch die Landeshauptstadt – zumindest ein Mal über die Lange Brücke bis hin zum Filmmuseum und zurück. Rund 150 Teilnehmer.

3. Februar, Schlaatz: Etwa 130 Anhänger der islamfeindlichen Bewegung ziehen durch einen Randbereich des Schlaatz, behindert von rund 1000 Gegendemonstranten. Die Route geht an einem Asylbewerberheim vorbei.

10. Februar, vom Bahnhof Rehbrücke nach Drewitz: Riesiges Polizeiaufgebot und erhebliche Verkehrsbehinderungen: Rund 100 Pogida-Anhänger sind da, etliche werden von der Polizei nicht mehr zum Kundgebungsort gelassen. Es gibt drei Gegendemos in Sichtweite.

17. Februar in Babelsberg: Pogida muss den „Abendspaziergang“ vom Bahnhof Medienstadt zum Rathaus Babelsberg auf der Großbeerenstraße nach wenigen hundert Metern beenden und wegen einer massiven Sitzblockade von Gegnern umkehren.

24. Februar am Bornstedter Feld: Rund 1000 Menschen in mehreren Kundgebungen demonstrierten an der Kirschallee gegen Pogida, die nur etwa 80 Anhänger aufbot. Erneut behinderte eine Sitzblockade die Islamfeinde.

9. März, vom Hauptbahnhof zum Filmmuseum: Genau wie am 27. Januar heißt es: Lange Brücke hin und her“. Keine 100 Pogida-Teilnehmer nehmen teil. Größter Aufreger: eine skurrile Fahrrad-Aktion.

22. März, von der Glienicker Brücke bis zur Nuthestraße: Rund 50 Pogida-Anhänger marschieren begleitet von rund 700 Polizisten durch die berliner Verkehrschaos. Die Folge: ein Verkehrschaos.

7. April, vom Hauptbahnhof zum Filmmuseum: Nur wenige Teilnehmer ziehen auf Pogida-Seite über die Lange Brücke bis zum Filmmuseum. Auch dieses Mal gab es auf Seiten der Gegendemonstranten deutlich mehr Teilnehmer. Auch Liedermacher Konstantin Wecker sprach zu den Gegendemonstranten. Er gab an dem Abend ein Konzert in der Landeshauptstadt.

18. Mai, vom Hauptbahnhof zum Filmmuseum: Alter Treffpunkt, neue Route, wenige Teilnehmer: Rund 30 Pogida-Anhänger ziehen vom Hauptbahnhof nach Zentrum-Ost und zurück.

Von MAZonline, Marion Kaufmann

Potsdam 23. Brandenburgische Seniorenwoche - Tipps für Fitness und Sicherheit

Im Potsdamer Stern-Center ist am Freitag die 23. Brandenburgische Seniorenwoche eröffnet worden. An mehr als 40 Ständen konnten sich ältere Besucher über Kultur-, Freizeit- und Pflegeangebote informieren.

10.06.2016
Ortsteile Potsdams Potsdam: Polizeibericht vom 10. Juni 2016 - Junge Leute mit Drogen erwischt

Auf der Freundschaftsinsel wurde eine Zivilstreife am Freitagnachmittag auf eine Gruppe junge Leute aufmerksam, die Drogen konsumierte. Die Personen im Alter von 21 und 22 Jahren hatten zudem kleine Mengen an Betäubungsmitteln dabei, wie sich bei ihrer Durchsuchung herausstellte. Die Beamten leiteten Ermittlungsverfahren ein.

10.06.2016
Potsdam Bischof Markus Dröge verteidigt Bundestagspräsident in Armenienfrage - Bischof lädt Moschee-Vertreter ins Lepsiushaus

Mit einem außergewöhnlichen Vorstoß versucht Landesbischof Dröge in der Armenienfrage zwischen Deutschen und Türken zu vermitteln. Ein Gespräch mit Berliner Moschee-Vertretern soll demnächst im Potsdamer Lepsiushaus stattfinden. Dem Vorstoß Dröges vorangegangen war eine rüde Ausladung des Bundestagspräsidenten Norbert Lammert (CDU).

10.06.2016
Anzeige