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Potsdam Rechtsstreit um Lustgarten nicht ausgeschlossen
Lokales Potsdam Rechtsstreit um Lustgarten nicht ausgeschlossen
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10:35 14.06.2013
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POTSDAM

Nun sei es an Klipp, den Rahmen für die Zusammenarbeit abzustecken. „Wir warten auf ein Gesprächsangebot.“

Wie berichtet, haben die Stadtverordneten vor wenigen Tagen den Weg frei gemacht für einen L-förmigen Neubau am Neptunbassin, in dem die Weiße Flotte Verwaltung, 250-Plätze-Restaurant und Ticketverkauf unterbringen will.

Dietz-Joppien, die ein Urheberrecht für die Gestaltung des Lustgartens geltend machen, haben sich allerdings erst kürzlich klar gegen diesen Winkelbau ausgesprochen. In einem der MAZ vorliegenden Schreiben ihres Anwalts an die Fraktionen und an Oberbürgermeister Jann Jakobs vom 30. Januar heißt es: „Unsere Auftraggeber (Dietz-Joppien, d.Red.) hoffen, dass sich eine Eskalation des Streits vermeiden lässt. Sie sind aber weiterhin entschlossen, die Realisierung des Neubaus der Weißen Flotte in der jetzt geplanten Form mit gerichtlicher Hilfe zu verhindern.“ Dietz-Joppien, so heißt es in dem Schreiben weiter, seien bereit, „ein alternatives Bebauungskonzept zu entwickeln, das den Interessen der Weißen Flotte ebenso Rechnung trägt, wie ihrem urheberrechtlich geschützten Werk“. Der ins Auge gefasste Winkelbau am Neptunbassin sei „eine Entstellung“ der Lustgarten-Architektur.

Baudezernent Klipp hatte zuletzt am Wochenende mit deutlichen Worten seinen Unmut über das Verhalten der Lustgarten-Architekten zum Ausdruck gebracht. Ihre Stellungnahme in einem MAZ-Gastbeitrag gegen den städtischen Entwurf sei „dämlich“ gewesen, schließlich hätten Dietz-Joppien ihre Bereitschaft zur Mitarbeit zuvor bereits erklärt, sagte Klipp bei einer Veranstaltung der Linken.

Ob es unter diesen spannungsreichen Vorzeichen überhaupt zu einer Kooperation der Architekten mit dem Baudezernenten kommen wird, ist offen. Allerdings haben die Stadtverordneten dies in ihrer jüngsten Sitzung auf Antrag der Bündnisgrünen ausdrücklich gefordert. Danach wurde der Oberbürgermeister beauftragt, dafür zu sorgen, „dass Standort und Baukubatur des Hafengebäudes der Weißen Flotte gemeinsam mit dem Büro Dietz-Joppien, als den Urhebern der modernen Lustgartenplanung, geprüft wird“.

Die Ergebnisse dieser Prüfung müssen laut dem Stadtverordnetenbeschluss im März dem Gestaltungsrat sowie dem Haupt- und Bauausschuss vorgelegt werden. Die Weiße Flotte und Architekt Karl-Heinz Winkens sollen in das Verfahren einbezogen werden. Winkens ist Urheber des umstrittenen Winkelbaus am Neptunbassin. (Von Jürgen Stich)

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