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Rekord bei Übernachtungen

Tourismus in Potsdam Rekord bei Übernachtungen

Die Übernachtungszahlen der Herbergen in Potsdam steigen stetig. In den vergangenen zehn Jahren kletterten sie um über 50 Prozent. 1,2 Millionen könnten es Ende des Jahres sein, doch die Touristikmanager halten in den kommenden Jahren 14 bis 16 Millionen für möglich.

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Raimund Jennert (l.) ist Chef der Potsdam Marketing und Service GmbH und hat von Dieter Hütte, Geschäftsführer der Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH die touristische Vermarktung der Stadt Potsdam übernommen.

Quelle: Rainer Schüler

Innenstadt. Bei den Übernachtungszahlen lässt Potsdam einen Rekord nach dem anderen hinter sich. Wie die Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH am Montag zum Ende ihrer nunnmehr elfjährigen Tätigkeit für das touristische Marketing und den Tourismusservice der Landeshauptstadt bekannt gab, stehen am 31. Dezember 2015 rund 1,2 Millionen Übernachtungen zu Buche. TMB-Chef Dieter Hütte hält in den kommenden Jahren sogar 1,4 bis 1,6 Millionen für möglich. Bei 671574 lag man vor zehn Jahren und hatte die Millionengrenze im Friedrich-Jahr 2012 geknackt.

Potsdam müsse die Schaffung neuer Hotelkapazitäten prüfen, sagt Raimund Jennert, Geschäftsführer der Potsdam Marketing und Service (PMS) GmbH, die die Amtsgeschäfte der TMB Anfang 2016 übernimmt. Berlin bringe jedes Jahr mehrere tausend neue Hotelbetten an den Markt. Um einen Teil der jährlich rund 430- bis 440000 Tagestouristen zur Wiederkehr nach Potsdam zu veranlassen, müsse man Anlässe schaffen: Veranstaltungen, die weit über Potsdam hinaus und sogar international aufmerken lassen.

Dazu könnten nach Ansicht Hüttes Jahresthemen beitragen. 2016 etwa gehe es um Manufakturen in der Stadt, und von denen gebe es im Umfeld der Brandenburger Straße in Potsdam inzwischen wieder viele. Dass Veranstaltungen wie die Schlössernacht an Strahlkraft verlieren, ist für Jennert „ein normaler Zyklus. Entweder, man arrangiert sich mit einer kleineren, feineren Veranstaltungen, oder man muss sie neu erfinden“, sagte er am Montag. Potsdam sei und bleibe eine Stadt für Tagesbesucher, Stippvisiten und Kurzurlaube. Im Schnitt bleiben die Mehrtagesgäste 2,3 Tage in der Stadt. „Jemanden für zwei Wochen nach Potsdam zu kriegen, wäre eine ganz neue Qualität“, so Jennert, der sich für eine Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten ausspricht. „Natürlich behindern geschlossene Läden den Tourismus.“ Man müsse „neue Allianzen schmieden“ für die Sonntagsöffnung. Mit der „Kursonntagsregelung“ an Nord- und Ostsee und in Süddeutschland komme man ja auch gut zurecht, sagte Hütte. Shopping sei eben ein unverzichtbares Urlaubserlebnis. „Wir verbieten ja Gaststätten auch nicht die Öffnung am Sonntag.“ Jennert outete sich als Freund Skandinaviens, wo die Geschäftsleute selbst entscheiden könnten, ob sie am Wochenende aufmachen: „Da ist eigentlich immer etwas auf.“

Die PMS übernimmt 13 Leute der TMB, die im Bereich Potsdam 24 Mitarbeiter hatte. Allen wurde die Weiterbeschäftigung bei der neuen Firma angeboten, die ihrerseits auch wieder auf 24 kommen will. Der städtische Zuschuss von rund 950000 Euro im Jahr soll gleich bleiben. Verändern werden sich Standorte der Touristeninformation. Die im Hauptbahnhof zusammen mit der Weißen Flotte betriebene bleibt, doch die am Ende der Brandenburger Straße kurz vor dem Brandenburger Tor schließt zum Jahresende. Dafür wird auf der gegenüber liegenden Seite des Luisenplatzes neben dem Steigenberger-Hotel Anfang 2016 eine neue Information eröffnet. Ganz zentral liegen wird die Information in der Humboldtstraße 1 am Alten Markt auf dem Weg zwischen dem Hauptbahnhof über das Landtagsschloss zum Stadtzentrum. Dort wird auch die PMS-Gesellschaft ihre Büros beziehen.

Von Rainer Schüler

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