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Ribbeck-Eck könnte Bürgertreff werden

Chance für Jugendklub in Potsdams Norden Ribbeck-Eck könnte Bürgertreff werden

Weil die Sanierung mit 1,2 Millionen Euro zu Buche schlagen würde, will die Stadt das marode Ribbeck-Eck in Bornstedt aufgeben. Doch nun ergibt sich eine Chance für den Erhalt des Jugendklubs. Laut Potsdams Sozialbeigeordnetem Mike Schubert (SPD) könnte das Ribbeck-Eck bestehen, wenn es sich als Bürgertreff öffnet. Erste Nutzer hätten bereits Interesse angemeldet.

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Das Ribbeck-Eck dient seit 20 Jahren als Jugendklub – allerdings bedarf es dringend einer Sanierung.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Bornstedt. Neue Hoffnung für das Ribbeck-Eck in Bornstedt: Wenn sich das Haus als Bürgertreff öffnet, steigen die Chancen, dass dort auch der Jugendklub erhalten bleiben kann. Darüber informierte jetzt Potsdams Beigeordneter für Soziales, Jugend, Gesundheit und Ordnung, Mike Schubert (SPD), im Jugendhilfeausschuss. „Die Zukunft des Ribbeck-Ecks hängt vom Konzept ab“, so Schubert: „Ist das Konzept klar, dann können wir auch über die Finanzierung reden.“

Wie berichtet, fehlt es den Jugendlichen im Norden der Stadt seit Jahren an Möglichkeiten, die Freizeit zu verbringen. Auf Druck verschiedener Fraktionen plant die Landeshauptstadt nun, zwei Jugendfreizeitstätten für das boomende Bornstedter Feld zu schaffen. Als Favorit gilt ein Neubau gegenüber der Biosphäre, wo mit der Schule, mit einer neuen Kindertagesstätte und mit dem Circus Montelino ein „Band der Jugend“ entstehen könnte. Ein weiterer Neubau, so die bisherige Planung, ist an der David-Gilly-Straße neben dem Flüchtlingsheim denkbar – das wäre allerdings das Aus für das Ribbeck-Eck.

Einst als Provisorium gedacht, existiert der Jugendtreff inzwischen seit 20 Jahren. Doch das Haus an der Ecke von Ribbeck- und Potsdamer Straße hat seine besten Tage hinter sich und muss dringend saniert werden. Der Kommunale Immobilienservice (Kis) schätzt die Kosten dafür auf 1,2 Millionen Euro. Zu viel für einen Jugendklub, hieß es bisher aus dem Rathaus. Die Stadt plante daher, das Ribbeck-Eck aufzugeben. Dagegen regte sich Widerstand – nicht nur aus den Reihen der Bornstedter Jugendlichen.

Seit Monaten tüfteln nun Stadtverordnete, Vertreter des Kis und Vertreter des Trägervereins „Paragraf 13“ in einer eigens gegründeten Arbeitsgruppe an einem zukunftsfähigen Konzept für das Ribbeck-Eck. „Die Gespräche sind sehr konstruktiv“, sagt Schubert. Mit der Feuerwehr und der Volkssolidarität würden für einen Bürgertreff auch schon erste Interessenten in den Startlöchern stehen.

„Wenn es ein tragfähiges Konzept gibt, kommt es zur Gretchenfrage“, sagt Schubert. „Dann ist es nicht mehr nur am Jugendhilfeausschuss – dann muss die Stadtverordnetenversammlung eine Grundsatzentscheidung treffen: Geht man den Weg weiter, aus dem Ribbeck-Eck etwas mehr zu machen? Oder geht man den Weg nicht?“ Bis dahin seien aber noch einige Vorbereitungen erforderlich. Schubert regte an, die Dezember-Sitzung des Jugendhilfeausschusses im Ribbeck-Eck zu veranstalten, auf dass man sich vor Ort ein Bild vom Klubleben machen und sich die Ideen für das Haus detailliert vorstellen lassen könne: „Wir werden auf jeden Fall an dem Thema dranbleiben.“

Der Stadtteil Bornstedt

12011 Einwohner zählt der Stadtteil Bornstedt (Stand 31. Dezember 2016), davon sind 2636 Kinder und Jugendliche von 0 bis 18 Jahren. Der Kinderanteil liegt mit 15,9 Prozent deutlich über dem Potsdamer Durchschnitt, der Jugendanteil liegt bei 6,2 Prozent.

In Bornstedt gibt es zehn Kindertagesstätten, vier Grundschulen, eine Gesamtschule und drei öffentliche Spielplätze.

Mit dem Abzug der sowjetischen Truppen im Jahr 1994 begann das rapide Wachstum des Stadtteils auf dem 300 Hektar großen Gebiet des Bornstedter Felds.

Von Nadine Fabian

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