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Das Ribbeck-Eck verliert die Ofenheizung

Der Saurier unter den Potsdamer Jugendclubs soll nun doch saniert werden Das Ribbeck-Eck verliert die Ofenheizung

Die Stadt Potsdam hatte den betagten Jugendclub Ribbeck-Eck in Bornstedt bereits aufgegeben. Doch nun soll er überraschend saniert werden. 300.000 Euro zahlt der Entwicklungsträger Bornstedter Feld, 300.00 Euro sollen über den Verkauf des 2010 geschlossenen AWO-Kinderheims in Sacrow finanziert werden.

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Der Jugendclub Ribbeck-Eck in Bornstedt.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Bornstedt. Der Jugendclub Ribbeck-Eck soll nun doch erhalten bleiben. Nach Mitteilung der Verwaltung könnte das marode Gebäude für 600 000 Euro umfassend saniert werden. Voraussetzung ist, dass die Stadtverordneten dem zustimmen. Finanziert werden soll die Sanierung jeweils zur Hälfte aus dem Treuhandvermögen des Entwicklungsträgers Bornstedter Feld und aus dem Verkaufserlös des früheren Kinderheims der Arbeiterwohlfahrt in Sacrow, das 2010 wegen Bleibelastung geschlossen werden musste.

Der seit 1997 vom Jugendhilfeverein Paragraph 13 betriebene Jugendclub im Ribbeck-Eck sollte nach früheren Plänen zugunsten einer neuen Einrichtung in der David-Gilly-Straße aufgegeben werden. Dort wird nun allerdings eine Flüchtlingsunterkunft eingerichtet werden. Ende April wurde der Jugendhilfeausschuss über die Entscheidung zugunsten des alten Hauses informiert.

Im Ribbeck-Eck, das über den Kommunalen Immobilienservice der Stadt gehört, wird noch immer mit einem Ofen geheizt. Wesentliche bauliche Defizite gibt es laut Verwaltung außerdem in den Bereichen Fassade, Fenster, Dach, Sanitär- und Elektroinstallation. Aktuell wird der Jugendclub von 30 bis 40 Kindern regelmäßig besucht. Zu den Nutzern zählt auch eine Musikschule.

Mittelfristig rechnet die Stadt im Bereich des neuen Wohnviertels auf dem Bornstedter Feld mit einem Bedarf von rund 150 Plätzen im Jugendfreizeitbereich. Deshalb soll das Viertel neben dem Ribbeck-Eck noch einen zweiten Jugendclub bekommen. Favorisiert wird von der Verwaltung eine zusätzliche Jugendfreizeiteinrichtung in der Biosphärenhalle, die ab 2018 nach neuem Konzept betrieben werden soll. Wie berichtet, ist die Tropenhalle zum Verkauf ausgeschrieben. Parallel prüft die Stadt, ob in dem zur Bundesgartenschau 2001 errichteten Bau eine Schule eingerichtet werden kann. Ergebnisse der Ausschreibung sollen zum Ende dieses Jahres vorliegen. Bis Ende 2017 muss die hoch defizitäre Biosphäre im Zusammenhang mit der zur Errichtung gewährten Investitionsförderung noch als touristische Einrichtung betrieben werden, danach steht es der Stadt frei, was sie mit der Halle macht.

Schule in der Biosphäre

Anfang des Jahres stellte die städtische Bauholding Pro Potsdam das Modell einer Gesamtschule in der Biosphäre vor. Die Schule ist eine Nutzungsoption nach dem Ablauf der Zweckbindung wegen der öffentlichen Förderung beim Bau der Halle.

Private Investoren können sich an der laufenden Ausschreibung mit einem Konzept beteiligen, das eine Nutzung über 15 Jahre absichert. Nicht zugelassen ist großflächiger Einzelhandel.

Als ausgeschlossen gilt der Betrieb der Tropenhalle über 2017 hinaus schon wegen des jährlichen Zuschussbedarfs von 1,5 Millionen Euro. Ebenfalls geprüft und verworfen wurde der Abriss.

Ein Konzept für einen Jugendclub in der Biosphärenhalle wurde bereits vor eineinhalb Jahren vorgelegt, damals noch als Ersatz für das Ribbeck-Eck und Wand an Wand mit der Tropenhalle. Die städtische Bauholding Pro Potsdam als Muttergesellschaft der Biosphäre rechnete für die Einrichtung eines Jugendclubs bei 300 Quadratmetern Fläche für 100 Nutzer mit Gesamtkosten von 290 000 Euro. Neben 135 000 Euro für die Einrichtung der Jugendfreizeiteinrichtung waren in der Kalkulation Ausgaben für den Abriss und die Neueinrichtung von Büro- und Verkaufsflächen enthalten, die zugunsten des Jugendclubs in andere Räume verlegt werden.

Sollte der Jugendclub in der Biosphäre wegen eines privaten Investors nicht zustande kommen, soll der zweite Club für Bornstedt dann doch an der David-Gilly-Straße errichtet werden.

Von Volker Oelschläger

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