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Richtfest für 30 Wohnungen auf Bornstedter Feld

Anwohner verärgert moderne Gestaltung des Hauses Richtfest für 30 Wohnungen auf Bornstedter Feld

Zünftig, mit Sauerkraut, Schweinefleisch und der Bläsergruppe "Blechzeit": Potenzielle Mieter, Bauherren und Offizielle haben am Dienstag das Richtfest für den Wohnkomplex in der Johannes-Lepsius-Straße 9 bis 15 auf dem Bornstedter Feld gefeiert.

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Mit Sauerkraut und Schweinefleisch wurde am Dienstag Richtfest für den Wohnkomplex in der Johannes-Lepsius-Straße gefeiert.

Quelle: Christel Köster

Bornstedt. Dort baut die Potsdamer Wohnungsgenossenschaft 1956 eG (PWG) in den nächsten Monaten 30 teils barrierefreie Wohnungen.

"Es waren wackre Handwerksleut, die fest auf ihre Kunst vertraut", rief der Polier vom Gerüst und zerschellte sein Sektglas. "Ob ’se den da wieder runter kriegen?", ulkten Wohnungsinteressenten und PWG-Mitglieder.

Unmut hatte es im Vorfeld gegeben wegen der Ästhetik des Neubaus in unmittelbaren Nachbarschaft zur unter Denkmalschutz stehenden Siedlung Am Schragen. "Es gab Skepsis hinsichtlich der Nähe des Architekturdenkmals", sagte vor Ort Kay Wieland, Architekt des Neubaus. Das Siedlungsgebiet sei bereits heterogen, mit modernen und historischen Gebäuden. Das neue Haus wird "neuzeitlich, um die Eigenständigkeit der Siedlung Am Schragen zu betonen", sagte Wieland. Für den Entwurf habe sich der Gestaltungsrat der Stadt entschieden. Das Orange der Penthäuser auf dem Dach sei eine Verneigung vor dem Komplex aus den 1930er Jahren, so der Architekt.

PWG-Vorstand Matthias Pludra nannte den Kontrast zu den Nachbargebäuden "bewusst konträr" und betonte die nachhaltige Bauweise durch das "Nutzen innerstädtischen Potenzials" der vormalig wild bewachsenen Brache.

Die künftigen Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen in der Johannes-Lepsius-Straße haben eine Wohnfläche von 60 bis 130 Quadratmetern, große Balkone oder Terrassen, Keller und Platz für Fahrräder. Die Kaltmiete "ist nach momentanem Stand mit 8,95 Euro pro Quadratmeter kalkuliert", so PWG-Sprecher Detlef Harms.

Sechs Millionen Euro investiert die Genossenschaft in den Bau. Das Geld stammt aus Eigenmitteln, der Spareinrichtung (siehe Info) und einem KFW-Kredit, wegen dem der Bau im nächsten Jahr fertig sein muss, so Pludra.

Von Michaela Grimm

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