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Potsdam Richtfest für Turnhalle am Holländischen Viertel
Lokales Potsdam Richtfest für Turnhalle am Holländischen Viertel
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17:19 14.03.2016
Die Schüler des Helmholtz-Gymnasiums freuen sich schon auf die neue Sporthalle an der Kurfürstenstraße. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Pfützenhopsen war einmal. Das Überschwemmungschaos auf dem Schlacke-Sportplatz an der Kurfürstenstraße gehört der Vergangenheit an. Wo Generationen von Schülern selbst im Sommer nach Regengüssen immer wieder den Sportunterricht ausfallen lassen mussten, weil Ballspielflächen und Laufbahnen unter Wasser standen, entstehen derzeit eine moderne Zwei-Felder-Halle und neue Freianlagen. Knapp 5,8 Millionen Euro investiert der Kommunale Immobilienservice (KIS) in das Vorhaben. Davon entfallen 4,6 Millionen Euro auf den Neubau der Halle und knapp 1,2 Millionen Euro auf die Gestaltung der Außensportanlagen.

Die neue Sporthalle wurde zweistöckig angelegt und besitzt insgesamt eine Breite von 33 Metern sowie eine Länge von 46 Metern. Im Erdgeschoss befinden sich neben der eigentlichen Sportfläche die Geräteräume und Umkleiden für Lehrer und den Hallenwart. Dort wird zudem ein Erste-Hilfe-Raum für kleinere Notfälle eingerichtet. Weitere Umkleiden sowie Dusch-und WC-Räume liegen im Obergeschoss. Besonders praktisch wird sich der Pavillon auf der Westseite der Halle erweisen, da dort Fahrräder und Außensportgeräte Platz finden.

Das gestalterisch ansprechende Bauwerk wird des Weiteren mit technischen Highlights versehen, wie zum Beispiel mit einem mobilen Sonnenschutz, welcher die Halle vor Überhitzung schützen soll. Die Heizungs-und Lüftungskomponenten können zentral gesteuert werden und die Lüftungsanlage arbeitet mit einer umweltfreundlichen Wärmerückgewinnung.

Neben der Halle entsteht eine Gymnastikwiese

Neben der Halle sollen außerdem Kleinspielfelder, eine 100-Meter-Laufbahn und eine neue Weitsprunganlage entstehen. Östlich der Sporthalle wird auf 600 Quadratmetern eine Gymnastikwiese geschaffen, neben der es auch eine Kugelstoßanlage geben wird. Den Schülern werden somit weit aus bessere Voraussetzungen geschaffen, ihre Leistungen zu steigern und den Spaß am Sport neu zu entdecken.

Voraussichtlich wird die neue Sporthalle ab Herbst 2016 von den Schülern der Eisenhart-Grundschule, des Helmholtz-Gymnasiums und des Einstein-Gymnasiums genutzt werden können. sein. Die Lage der Sporthalle ist vorteilhaft für die Schüler der drei Einrichtungen, da sie keine langen Wege zu beschreiten haben.

Der Bau liegt im Kosten- und Zeitplan

Bisher liegt der Bau der Sportstätte im vollen Kosten- und Zeitplan. Allerdings hatten ungünstige Baugrundverhältnisse dazu geführt, dass die Halle auf 64 sogenannten Verdrängungsbohrpfählen gebaut werden musste.

Die Möglichkeit, dass auch Sportvereine die modernen Räumlichkeiten für ihre Zwecke verwenden können, soll ebenfalls geschaffen werden. Angelehnt am Stil des nahegelegenen Holländischen Viertels wird die Sporthalle von außen mit einer Klinkerfassade versehen.

Zukunft der benachbarten Halle ungewiss

Neben dem neuen Gebäude steht noch die alte denkmalgeschützte aber mittlerweile völlig verschlissene städtische Turnhalle, in der Generationen von Schülern an der Sprossenwand oder beim Pferdsprung schwitzen mussten. Wie es mit der Halle weitergehen soll, liegt in der Hand der Kommune.

Im gesamten Stadtgebiet sollen bis 2021 noch 29 Spielfelder entstehen, welche auf 16 Hallen verteilt werden sollen. Die Kosten für dieses ehrgeizige Vorhaben betragen circa 61 Millionen Euro.

Von Rainer Schüler

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