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Potsdam Wolfgang Joop kommt zu Tierheim-Richtfest
Lokales Potsdam Wolfgang Joop kommt zu Tierheim-Richtfest
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00:20 08.11.2018
Das Haus soll jetzt ein neues Dach bekommen. Quelle: Antje Schwarze
Forst Potsdam

Auf der Baustelle für das neue Potsdamer Tierheim an der Michendorfer Chaussee geht es voran. Das Haus 5 links neben dem Eingang ist komplett entkernt, von Schutt und Altlasten befreit. Auch das Giebeldach der 600 Quadratmeter großen Baracke mit ihren 30 Räumen wurde abgenommen.

Günter Hein, der Vorsitzende des Tierschutzvereins für Potsdam und Umgebung, hofft, das neue Pultdach könne noch im November aufgesetzt werden. Allerdings gebe es „noch keinen Termin“ dafür, sagte er am Montag. Zum Richtfest soll laut Hein Modeschöpfer Wolfgang Joop als Schirmherr des Potsdamer Tierheims begrüßt werden.

Tiere sollen spätestens im Frühjahr einziehen

Bei günstiger Witterung könnte das Haus 5 als erste der insgesamt fünf Baracken auf dem Gelände noch in den Wintermonaten, spätestens aber im Frühjahr bezugsfertig sein, sagte Hein auf Nachfrage. Wie berichtet, soll das Gebäude unmittelbar nach der Fertigstellung als Tierheim für Hunde, Katzen, Vögel und Kleingetier eröffnet werden. Mittelfristig soll in diesem Haus eine Tierpension untergebracht werden.

Mit den Abriss- und Entkernungsarbeiten am Haus 5 ist im April begonnen worden. Neben freiwilligen Helfern sind laut Hein drei Maurer auf dieser Baustelle beschäftigt.

Blick in den Flur des Hauses 5. Quelle: TSV/Antje Schwarze

Mit dem bevorstehenden Richtfest geht eine mehr als zehnjährige Odyssee ihrem Ende entgegen. Das alte Potsdamer Tierheim an der Forststraße ist zum Jahreswechsel 2007/08 geschlossen worden. Potsdam ist seither die einzige Landeshauptstadt in Deutschland ohne eigenes Tierheim.

Baracken werden für Tierheim-Zwecke umgebaut

Fund- und Verwahrtiere wurden seither bei wechselnden Partnern weit außerhalb der Stadt in Beelitz-Schönefeld, in Kremmen bei Oranienburg und in Zossen untergebracht und versorgt. Der Tierschutzverein selbst eröffnete 2009 eine Auffangstation für Kleintiere, die aber zugunsten des neuen Projekts 2017 geschlossen wurde.

2014/15 hatte der Tierschutzverein 200 Hektar auf dem sogenannten Sago-Gelände von der Stadt erworben. Im Juli 2017 kam die Baugenehmigung.

Die fünf Baracken auf dem Gelände wurden in den 1950er Jahren als Bauarbeiterunterkunft errichtet, später waren hier Grenztruppen stationiert. Zeitweilig war auf dem Grundstück ein Gehörlosenheim untergebracht, nach dem Mauerfall folgte eine Flüchtlingsunterkunft.

Nach früheren Angaben will der Verein das Grundstück innerhalb von zehn Jahren umbauen. Die geschätzten Kosten liegen bei 3,5 bis 4 Millionen Euro. Herzstück des geplanten Tierheims sind drei nebeneinander stehende Baracken auf dem hinteren Teil des Grundstücks.

Mit Fertigstellung wird die erste Baracke zum Katzenhaus, die zweite zur Herberge für Kleintiere; in die dritte am Ende des Geländes sollen die Hundezwinger kommen.

Von Volker Oelschläger

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