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Potsdam Matthias Reim rockt das Kirchsteigfeld
Lokales Potsdam Matthias Reim rockt das Kirchsteigfeld
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19:58 16.09.2018
Matthias Reim rockte am Samstagabend die Massen im Sportpark am Kirchsteigfeld. Zuvor hatte schon die „Schlagermafia“ für Stimmung gesorgt. Quelle: Martin Müller
Kirchsteigfeld

„Matze, Matze“, hallten die Sprechchöre am Samstagabend über das Sportfeld des SC Potsdam; „Wir woll’n Matthias seh’n, wir woll’n Matthias seh’n“, sangen dazu Damengruppen jeden Alters und brachen in Jubelschreie aus, als der Altmeister des deutschen Schlagers seiner Band auf die große Bühne folgte und das Mikro griff. Mit „Ich bin nicht verliebt“ stieg er in ein meist rockiges Feuerwerk seiner zahllosen Hits ein.

Nach der davor schon rasanten halben Stunde mit der elvis-kostümierten „Schlagermafia“ hatte Reim keine Mühe, die fast 4500 Fans auf dem Sportfeld des SC Potsdam zwei Stunden lang mitzureißen. Die Zuschauer tanzten und sangen lauthals. Die Party endete mit einem großen Feuerwerk.

Der SC Potsdam hat mit mehreren Sponsoren ein Samstagabend-Konzert mit der Schlagermafia und Matthias Reim auf die Beine gestellt und ein dicht bestücktes Familienfest am Sonntag

Über Nacht wurde dann das Konzertgelände um die große Bühne herum komplett umgeräumt für ein Kinder- und Familienfest in Stadiongröße. Über 30 Attraktionen waren aufgebaut; Menschen jeden Alters fanden bei bestem Spätsommerwetter etwas für sich und ihre Kinder oder Enkel, vom Glücksrad über Minigolf, Rollrutschen, Streicheltiere und Klettergeräte bis hin zum Musiktheater und einer Auto-Präsentation.

Rutschautos mit Akkuschrauber-Antrieb sind im Wortsinn Renner auf dem Familienfest des SC Potsdam. Quelle: Rainer Schüler

Eine Vielzahl Sponsoren waren dem Ruf des größten Sportclubs im Land Brandenburg gefolgt, hatten Stände, Spiele und Attraktionen aufgebaut, luden zum Mitmachen und zu Technikbesichtigungen ein. Die Besucher lobten das Riesenangebot zu Niedrigeintrittspreisen; viele waren schon zum wiederholten Male da:

Annett Tober (47) aus Dallgow zum Beispiel. Sie ist mit ihren beiden Söhnen gekommen und die mit einem Cousin, einer Cousine und einer Tante. Paul (3) bäckt beim Porta-Koch seinen ersten Eierkuchen, fettfrei und gar nicht angebrannt. „Für die Kinder ist das echt toll hier, einfach alles“, freut sich die Mama.

Lennard Jost (5) aus Potsdam ist schon das vierte Mal beim Fest des SC Potsdam und des Möbelhauses Porta. Bunt geschminkt und fröhlich, setzt er sich neben eine künstliche Kuh und melkt drauflos; es kommt sogar was raus. „Wir hatten bislang immer schönes Wetter“, erinnerte sich die Mutter: „Schade nur, dass man am Eingang das Essen und Trinken für die Kinder abgeben muss.“

Gleich nebenan hat sich die „Rollende Arche“ aus Hoppegarten aufgebaut. Der mobile Bauernhof von Knut Samel hat einen ganzen Streichelzoo dabei: acht Kaninchen, vier Meerschweinchen, zwei Schafe, eine Ziege, ein Lama, ein Alpaca und Tofu, ein Minischwein, das schon ganz groß geworden ist. Amelie (2 1/2) und Minna 1 3/4) schauen Tofu zu, wie es eine Grube scharrt, nicht etwa zur Futtersuche, sondern zum Wasserlassen. Dass sowas zwei bis drei Minuten dauert, macht die kleinen Mädchen staunen. „Die Schweineblase ist halt riesig“, erklärt „Bauer“ Knut und zeigt den Kindern gern das Schaf mit Hörnern, das lockig weiß ist wie ein Schaf und doch kein Schaf . Es ist eine Angora-Ziege, die man drei mal im Jahr scheren muss, sie gibt Wolle wie ein Schaf.

Das schwarze Schaf daneben, auch das mit Hörnern, ist dann wirklich eins, nur, wie soll man beide Rassen unterscheiden? Dafür hat Samel eine einfache Erklärung, eine Eselsbrücke sozusagen: Die Ziege trägt das Schwänzchen keck nach oben; das Schaf lässt es immer baumeln.

Zwei Attraktionen weiter ist Mika Güldemeister (4) auf einer Autorennstrecke unterwegs. Bobby-Cars ziehen hier rasante Runden, angetrieben von Akku-Schraubern. Das macht auch Papa Gregor Spaß. Dass Mika fast anders hätte heißen müssen, erzählt er am Rande des Rennens. Die Stadtverwaltung hatte nämlich den Namen gegoogelt und als weiblich einstufen wollen, weil es ihn als Frauennamen nicht nur in Japan gibt. Aber der frühere Formel 1-Weltmeister Mika Häkkinen aus Finnland ist ein Mann; das überzeugte schließlich, und ein Omen für das Akkuschrauberrennen ist der berühmte Name ja vielleicht auch.

Das Kindermusiktheater „Buntspecht“ spielt „Robin Hood“. Rainer Schüler

Von Rainer Schüler

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