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Potsdam Riesiger Andrang bei Strawalde-Schau
Lokales Potsdam Riesiger Andrang bei Strawalde-Schau
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19:46 03.07.2016
Jürgen Böttcher – genannt Strawalde – wird zu seinem 85. Geburtstag mit einer Schau im Kunst-Kontor geehrt. Links seine „Liegende mit Plattenspieler“ von 1958, rechts „Überlieferung“ von 2016. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

Es gibt Künstler, die werden, weil Kunstmarkt und Zeitgeschmack sie verwöhnen, für eine gewisse Zeit mit viel Aufmerksamkeit bedacht, und andere, bei denen absehbar ist, dass ihre Kunst völlig unabhängig davon noch über Generationen hinaus Bedeutung haben wird. Jürgen Böttcher, der sich nach seinem Kindheitsort Strawalde nennt, gehört zu den kreativen Universaltalenten, deren Kunst Dauer beschieden ist. Am gestrigen Sonntag, wenige Tage vor seinem 85. Geburtstag, kam der renommierte Künstler in das übervolle Kunst-Kontor nach Potsdam, um eine Ausstellung seiner Bilder zu eröffnen.

Strawalde ist wahrlich kein Unbekannter. Trotz massiver Behinderungen begann sich sein Name schon zu DDR-Zeiten herumzusprechen. Noch vor dem Mauerfall wurde er als Maler und als Filmemacher zu einer der Kultfiguren der ostdeutschen Avantgarde. Er studierte von 1949 bis 1963 an der Hochschule in Dresden Malerei und bereits zwei Jahre später auch noch Regie an der Babelsberger Filmhochschule. Nicht nur seine Bilder, sondern auch seine Filme gehören zum Besten, was die DDR in den gesamtdeutschen Kulturschatz einbrachte.

Nach dem Umbruch verbreitete sich sein Ruhm schnell und aus dem Geheimtipp wurde eine feste Größe, an der selbst die Berliner Nationalgalerie, das Museum Ludwig in Köln und das Albertinum in Dresden nicht mehr vorbeikamen. Ehrungen, wie die von Francois Mitterand verliehene Auszeichnung „Officier de l´Ordre des Arts et des Lettres“ und das Bundesverdienstkreuz folgten, bevor ihn auch die Berlinale mit einer Kamera ehrte. Dass Strawalde schon häufiger in Potsdam ausstellte, ist der Galeristin des idyllisch gelegenen Kunst-Kontors, Friederike Sehmsdorf, zu danken, die ein Faible für Strawaldes Bilder zu haben scheint.

Wer am Sonntag bei der Vernissage das Glück hatte, ungestört die Arbeiten in Augenschein zu nehmen, der wurde den Eindruck nicht los, dass diese Bilder bei aller Verspieltheit bereits einen Hauch von Klassik atmen. Besonders Strawaldes fest komponierte große abstrakte Ölbilder, aber auch seine realistischen Bildnisse, wirken durch ihre klare Formensprache. Eine nur scheinbare Kluft zwischen den realistischen Arbeiten und der abstrakten Malerei aber besteht nicht wirklich, denn auch seine realistischen Damenbildnisse bedienen sich aus der Nähe betrachtet der gleichen Form- und Farbelemente wie seine komplett dekonstruierten Arbeiten. Kraftvoll und entschieden wirken Strawaldes Bilder vor allem durch den pastosen Farbauftrag und ihre Leuchtkraft, die auf einer idealen Balance der eingesetzten Farben beruht und dabei nie ins Grellbunte abgleitet.

Neben diesen großen sinfonischen Leinwand-Akkorden gibt es aber auch etliche intime, eher kammermusikalische Farbklänge auf Papier zu bestaunen. Strawaldes in den letzten Jahren entstandene Collagen und Assemblagen sind Belege einer schier überbordenden Verspieltheit des Künstlers. Auf das Papier applizierte Stoffe, echte Blätter oder asiatische Schriftzeichen verschmelzen mit lockeren expressiven Pinselschwüngen und feinsten kaligrafischen Kommentaren zu reliquienartiger Pracht. Keine Frage: Das alles bleibt.

Von Lothar Krone

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