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Risotto und Ochsenbacke für den guten Zweck

Charity-Dinner im Kutschstall Risotto und Ochsenbacke für den guten Zweck

Am Sonntag haben sich im Kutschstall 120 Gäste versammelt um bei einem Charity-Dinner lecker zu essen und Geld für die Potsdamer Hospizdienste zu sammeln. Und dabei ist eine ziemlich hohe Summe zusammengekommen, noch dazu eine Schnapszahl. Die MAZ hat sich unter die Gäste gemischt.

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Gäste beim Potsdamer Charity-Dinner

Quelle: Stähle

Potsdam. Hunderte Teller reihen sich im Restaurant „Mélange“ aneinander. Auf jedem von ihnen positioniert Spitzenkoch Daniel Schmidthaler eine geeiste Kartoffelkugel. Daneben drapiert er ein warmes Forellenfilet mit silbriger Haut. Seine Kreationen sind kontrastreich, normalerweise kredenzt er sie für die Gäste seines eigenen Restaurants. Doch heute kocht er sie nicht zum Spaß, sondern für einen guten Zweck. Zum diesjährigen Charity-Dinner „4 Sterne über Potsdam“ am Kutschstall am Sonntagabend sind 120 hungrige Gäste gekommen. Der Erlös des Vier-Gänge-Menüs, das an diesem Abend von drei der besten Köche Deutschlands zubereitet wird, kommt dem ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst in Potsdam zu Gute.

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Am Sonntag, 11. Oktober, haben sich im Kutschstall 120 Gäste versammelt um bei einem Charity-Dinner lecker zu essen und Geld für die Potsdamer Hospizdienste zu sammeln. Und dabei ist eine ziemlich hohe Summe zusammengekommen, noch dazu eine Schnapszahl. Die MAZ hat sich unter die Gäste gemischt.

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Ernste Stimmung im Publikum – Hektik in der Küche

Auch Heike Borchardt, die schon seit 14 Jahren Leiterin der Einrichtung der Hoffbauer Stiftung ist, saß unter den Gästen im Festsaal. Dass dieser Abend ein besonderer für sie ist, konnte sie nicht leugnen. Sie erzählte von der Trauergruppe, in der sie momentan acht Kinder und Jugendliche betreut, die vor Kurzem ein Familienmitglied verloren haben. In der Regel bleiben die Kinder ein Jahr dort und lernen, dass sie mit der neuen Situation nicht alleine sind. „Sie vereint der Zustand, dass jemand verstorben ist und das schweißt sie zusammen“, sagte Borchardt.

Während die Stimmung im Festsaal immer ernster wird, läuft es bei Sternekoch Daniel Schmidthaler aus Fürstenberg (Mecklenburg-Vorpommern) in der Küche langsam hektischer. Teller für Teller bereitet er mit seinem Team vor und dann ist es soweit: der erste Gang geht raus. Fürs Kellnern sorgten die Veranstalter des Abends, die Service-Clubs „Round Table“ und „Old Table“, acht Männer im Alter von 18 bis 40 Jahren, die hauptberuflich normalerweise alles andere als Teller und Gläser über die Flure tragen. Sie stammen aus den verschiedensten Berufen und engagieren sich auf solchen Veranstaltungen gemeinnützig.

Trüffelrisotto und zarte Ochsenbacke

Hinter den Kulissen, zwischen Herd und Kochlöffel, tauschen sich die Köche untereinander aus. Daniel Schmidthaler hat vorerst Feierabend, hilft aber seinen Kollegen beim Anrichten. Für den Zwischen- und Hauptgang sorgt der Berliner Max Jensen, der die „Berlin Cuisine“ gegründet hat. Bei den Gästen trumpft der erst 29-Jährige mit einem auf den Punkt gekochten Trüffelrisotto und einer zart rosa geschmorten Ochsenbacke zum Hauptgang auf. Das Dessert treibt den Amateur-Kellnern noch einmal den Schweiß auf die Stirn, denn das selbstgemachte Eis vom dritten Sternekoch Matthias Buchholz, fängt bereits an zu schmelzen. Zuerst reicht der Berliner ein Stück Strudel mit selbstgemachtem Schokoladeneis. Nach diesem Vorgeschmack versucht der Koch dem Dessert noch eins draufzusetzen und kredenzt zum Stückchen Kuchen aus weißem Mohn eine Kugel Tee-Sorbet.

Gäste sammeln insgesamt 5555 Euro

Die 99 Euro, die das Menü pro Person kostete, war es den Gästen wert. Und für Sozialarbeiterin Heike Borchardt lohnte sich der Abend zweifach. Nachdem alle Teller abgeräumt waren, griff der Präsident des Service-Clubs „Round Table“, Gernot Kaaden, noch einmal zum Mikrofon und bat Borchardt nach vorn. Er überreichte ihr einen Scheck im Wert von 5555 Euro – den das ist der Spendenbeitrag, der für den Hospiz- und Palliativberatungsdienst, der am Ende des Abends zusammen gekommen ist. Nicht nur die Gäste, die teils aus ganz Brandenburg nach Potsdam gekommen sind, verlassen den Saal, auch für die Köche heißt es nun, die weiße Mütze einzupacken und wieder in den Alltag zurückzukehren.

Von Luise Fröhlich

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