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Potsdam Rollstuhlschaukel kommt im Mai
Lokales Potsdam Rollstuhlschaukel kommt im Mai
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18:27 22.04.2016
Ein kleiner Wasserlauf gehört bereits zum Sinnesgarten im Oberlinhaus. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Babelsberg

Mal schön die Hand durch Oregano, Rosmarin oder Salbei ziehen, daran schnuppern und – mmmh! Was für herrliche Düfte! Der Sinnesgarten im Oberlinhaus soll die Sinne stimulieren. Und das funktioniert bestens. Das Kräuterbeet hat es Jörg Bauth jedenfalls angetan. Immer wieder griff der Vorsitzende der Geschäftsleitung des Potsdamer Energieanbieters Natgas AG in die Kräuter und imaginierte feines Fleisch dazu. Bauth hat am Freitag Oberlinhaus-Chef Matthias Fichtmüller einen Spendenscheck in Höhe von 5000 Euro überreicht.

Davon sind bereits zwei junge Apfelbäume der historischen Sorte Berlepsch gekauft und im Sinnesgarten gepflanzt worden. Die restliche Summe werde ebenfalls in die Anlage gesteckt, kündigte Fichtmüller an. Seit zwei Jahren engagiert sich die Natgas AG für das traditionsreiche Oberlinhaus, in dem man sich zwischen Rudolf-Breitscheid-Straße und Alt Nowawes seit mehr als 100 Jahren um gehandicapte Menschen kümmert. Der 2012 aus der Taufe gehobene Sinnesgarten sei ein „besonders schönes Projekt“, lobte Bauth. Eine langfristige Zusammenarbeit mit dem diakonischen Dienstleistungsunternehmen sei geplant.

Angelegt wurde der Sinnesgarten insbesondere für taubblinde Kinder und Jugendliche, die hier nach Herzenslust Riechen, Fühlen, Schmecken können. Weil Pflanzteile auch mal in den Mund wandern dürfen, mussten ungiftige Exemplare gefunden werden. Damit waren beispielsweise Tulpen tabu. Und damit sich niemand pikst, wurde ein Strauch stachellose Brombeeren gepflanzt. Leser der Märkischen Allgemeinen Zeitung haben dazu beigetragen, dass die Mädchen und Jungen ihre Sinne aktiv und spielerisch schärfen können. Bei der MAZ-Weihnachtsaktion im vergangenen Jahr Spenden in Höhe von 23  224,23 Euro zusammen. Für 12 000 Euro ist nun eine Rollstuhlschaukel gekauft worden. Anfang Mai werde das spezielle Spielgerät geliefert, sagte Katherine Biesecke, Bereichsleiterin Wohnen für Taubblinde. Zuvor müssen noch „bodenvorbereitende Maßnahmen“ – unter anderem Pflasterungen – vorgenommen werden. Nicht alle Kinder, die den Sinnesgarten nutzen, sind taubblind. So zeigt sich die kleine Suki extrem anfällig für Infekte. Deshalb gehe die Zweijährige nicht in eine reguläre Kindertagesstätte, wo sie die vielen anderen Mädchen und Jungs wieder anstecken würden, erzählte Katherine Biesecke. 20 „sinnesbehinderte“ Kinder werden im Oberlinhaus betreut. Der Sinnesgarten steht Besuchern offen – und wird beispielsweise auch von einer Babelsberger Tagesmutter mit ihren Schützlingen genutzt.

Und manchmal müssen die Kinder und Jugendliche gar nicht die einzelnen Tast- und Geruchsstationen erkunden. Manchmal reicht es ihnen auch, sich auf eine Matte in den Sinnesgarten zu legen und sich von der Sonne streicheln zu lassen.

Von Ricarda Nowak

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