Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Romantik pur in Potsdam
Lokales Potsdam Romantik pur in Potsdam
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:06 17.08.2014
Rund 30.000 Menschen besuchten die 16. Potsdamer Schlössernacht. Quelle: Christel Köster
Potsdam

Die Vorzeichen für die 16. Schlössernacht waren nicht die Besten. Selbst der Potsdamer Wetterdienst hatte unsolidarisch mit Regen gedroht und es gab noch Restkarten. Dann aber Samstag, pünktlich um 17 Uhr, legte das Nieselregenwetter eine Pause ein und die Völkerwanderung startete über alle elf offene Parkeingänge. Besonders im westlichen und südlichen Bereich strömte die Menschenflut in den Park und die Kontrolleure leisteten Schwerstarbeit.

Im Grünen angekommen, erwarteten die Besucher nicht nur die hehre Kunst, sondern auch eine kulinarische Rundumversorgung. An der Hauptbühne am Neuen Palais hatte der Veranstalter eine Zeltstadt aufgebaut, in der es auch für kleines Geld Verpflegung für die Wanderungen durch die endlosen Weiten des Schlossparks gab. Sanssouci, der Name ist schließlich Programm.

Romantisches Spektakel mit Musik, Lesungen und barocken Aufführungen: Die Potsdamer Schlössernacht am 16. August 2014 hat knapp 30.000 Besucher in den Park Sanssouci gelockt.

Die 16. Potsdamer Schlössernacht hat knapp 30 000 Menschen laut Veranstalter in den Park Sanssouci gelockt. Damit war das romantische Spektakel mit Musik, Lesungen und barocken Aufführungen nicht ganz ausverkauft, sagte ein Sprecher. Die Kapazitätsgrenze für das Fest im illuminierten Welterbepark liegt bei 33 000.

Etliche der in kleinen und kleinsten Gruppen flanierenden Menschen, übrigens meist in wetterfester Kleidung, nutzten den Imbiss, um sitzend den Blick zur großen Hauptbühne gewendet, der Moderatorin oder der Musik zu lauschen. Dort gab eine fünfköpfige Band mit dem Namen „Klazz Brothers & Cuba Percussion“ ihr Bestes und animierte zu ersten spontanen Hüftschwüngen.

Gedränge herrschte am Freundschaftstempel, wo zwei Publikumslieblinge die Zuhörer becircten. Mutter und Tochter Thalbach lasen aus Briefen Friedrich II. an die Schwester. Den Anfang machte Katharina Thalbach mit der Post des Alten Fritz und ihr folgte Anna mit den Briefen des jungen Kronprinzen. Obwohl zwischen den beiden Auftritten zwanzig Minuten lagen, harrte das Publikum auf den eroberten Plätzen aus, denn rings um das Halbrund grauer Kunststoffstühle wartete bereits ein Heer von Nachrückern. So erfuhren die Besucher, dass auch ein Kronprinzenleben kein Zuckerschlecken war, zumal wenn man zum „Prügelknaben des Zorns“ eines cholerischen Vaters wurde.

Unglaubliches Gedränge war auch an der Meierei zu überstehen, wo sich die Hälse reckten, um wenigstens einen kurzen Blick auf die Puppen des Preußischen Marionettentheaters zu erhaschen. Wem das nicht gelang, der lauschte der wunderbaren Musik aus Mozarts „Zauberflöte“ einfach nur und verpasste dabei, wie die Königin der Nacht bei ihrer berühmten Koloraturarie Ton für Ton vom Boden abhob.

Hoch herauf in ein unwirkliches Farbspiel ging es am Schlossberg hinter der bläulich schimmernden Großen Fontaine. Menschen über Menschen erklommen – Handyfotos schießend – den Weinberg und in diesem Besucherstrom knieten die Profi-Fotografen, besessen vom Gedanken, aus dieser Untersicht das Lichtschauspiel noch eindrucksvoller zu gestalten. Trubel auch hinter dem Schloss auf dem Ehrenhof. Dort animierte das Ensemble „Historischer Tanz“ aus Berlin die Zuschauer, barocke Schritte zu lernen. Die in Reifrock und Kniebundhosen gewandeten Damen und Herren versetzten die von den wechselnden Tanzfiguren verzückten Laien, die sich in größerer Zahl diesem bewegungstechnischem Wagnis aussetzten, in einen wahren Rausch. Hofknicks und galante Gesten wirkten binnen kurzer Zeit wie eine Frischzellenkur auf die immer zahlreicher werdenden Tänzer. Diese ungebrochen heitere Stimmung hielt auch noch an, als vor Mitternacht der Nieselregen zurückkehrte, bis dann pünktlich wie die Preußen um 0.30 Uhr ein fulminantes Feuerwerk die 16. Schlössernacht beendete.

.

Die Neptungrotte im Park Sanssouci. Quelle: Ralf Hirschberger

Mit einem Teil des Erlöses aus dem Fest werden Restaurierungsarbeiten im Park Sanssouci unterstützt. In diesem Jahr soll Geld in die Sanierung der Neptungrotte fließen. Diese ist durch Witterung und Vandalismus stark beschädigt. Bis 2018 soll das Bauwerk in neuem Glanz erstrahlen. Die Kosten für die Sanierung werden auf 3,5 Millionen Euro geschätzt. Anfang des Jahres hatte Günther Jauch bereits eine Million Euro gespendet und damit den Startschuss für die Sanierung der Neptungrotte gegeben.

Wann im kommenden Jahr die Schlössernacht stattfindet, wollte der Veranstalter noch nicht verraten. Gewöhnlich wird sie aber am dritten Wochenende im August gefeiert.

Von Lothar Krone

Potsdam Parkende Autos erschweren die Reinigung - Lückenhaftes Straßenkehren in Potsdam

Die Heinestraße in Babelsberg gehört zur Reinigungsklasse 4. Konkret bedeutet dies, dass die Stadtreinigung sowohl mit einem Kehrfahrzeug als auch mit einer Kehrtrupp regelmäßig die Straße reinigt. Doch es gibt da ein Problem: parkende Autos am Fahrbahnrand gestalten die Reinigung schwierig.

15.08.2014
Potsdam Abholzung wegen Pflanzfehlern und Schäden - Kahlschlag am Ernst-Busch-Platz

Aufschüttungen während der Bauzeit des Stadtteils, schlechtes Pflanzsubstrat, starke Verdichtungen im Untergrund sowie zu kleine Pflanzgruben haben den Eschen auf dem Ernst-Busch-Platz in Drewitz sehr stark zugesetzt. Jetzt müssen 40 der 57 Eschen wohl bald komplett gefällt werden.

15.08.2014
Potsdam Vom 18. bis 24. August 2014 - Verkehrsprognose für Potsdam

Voll gemein, dass in der aktuellen Verkehrsprognose so viele Vollsperrungen vorkommen. Doch man kann den Vollsperrungen durchaus etwas Gutes abgewinnen: dort steht man nicht im Stau. Staugefahr herrscht nämlich eher auf den Umleitungsstrecken (B 273) oder bei den halbseitig gesperrten Straßen.

15.08.2014