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Rosarote Grüße aus Babelsberg

Potsdam auf dem Filmfestival in Karlovy Vary Rosarote Grüße aus Babelsberg

Die Babelsberger Doku über Transsexuelle auf Kuba wurde beim 51. Internationalen Filmfest in Karlovy Vary gefeiert. Aber nicht nur Daniel Abma, Meisterschüler der Filmuniversität „Konrad Wolf“, hatte Grund zum Strahlen, sondern auch Weltstar Willem Dafoe. Eine Babelsberger Filmschülerin hatte für ihn einen ganz besonders süßen Gruß aus Potsdam mitgebracht.

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Liebesgrüße aus Potsdam: Die Babelsberger Filmgymnasiastin Smilla überreichte Willem Dafoe eine Tortenschachtel – Requisit aus der Studio-Babelsberg-Co-Produktion „Grand Budapest Hotel.“.

Quelle: Manfred thomas 14532 kleinmachnow, Lupinenschlag 7

Karlsbad. Rosa Grüße aus dem „Grand Budapest Hotel“: Willem Dafoe, einer der Stars aus der Oscar-prämierten Studio-Babelsberg-Koproduktion, freute sich wie Bolle über ein Originalrequisit, das ihm am Rande des 51. Karlovy Vary International Film Festival (KVIFF) geschenkt wurde. „Wow, it’s fantastic“, strahlte der 60-Jährige übers ganze markante Gesicht, als ihm die Babelsberger Filmgymnasiastin Smilla eine der rosa Tortenschachteln aus dem Film überreichte. Die Kollegen aus dem Requisitenfundus von Studio Babelsberg hatten eigens für den US-Schauspieler das „Souvenir“ herausgerückt, das sich zunächst sein Bodyguard schnappte, schüttelte und auf (nicht vorhandenen) Inhalt überprüfte. Dafoe war am Wochenende beim Festival im westböhmischen Karlsbad mit dem Kristallglobus für seinen außergewöhnlichen Beitrag zum Weltkino geehrt und vom Publikum umjubelt worden.

Drei ausverkaufte Vorstellungen für Babelsberger Doku

„Transit Karlsbad“ hieß es indes für Daniel Abma (37), Meisterschüler der Filmuniversität „Konrad Wolf“, Kameramann Johannes Praus, Tonfrau Alexandra Praet und Drehbuchautor Alex Bakker: Das Quartett präsentierte in drei ausverkauften Vorstellungen die Doku „Transit Havana“ über unbekannte Facetten Kubas. Einmal im Jahr spendiert der sozialistische Karibikstaat je fünf Transsexuellen eine kostenlose Geschlechtsumwandlung. An der Spitze der Bewegung für die Rechte von Trans- und Homosexuellen steht Mariela Castro, Tochter des Staatspräsidenten Raúl Castro und Nichte des legendären Fidel.

Anschließend hatten die Kinogäste Diskussionsbedarf. Ob man beim Dreh eingeschränkt wurde? Nein, anfangs wurde das Team zwar von einem jungen „Pressebetreuer“ begleitet, der eines Tages aber einfach nicht mehr erschien, erzählte Abma. Und nein, man musste keinen Rohschnitt bei den Staatsorganen vorlegen. Mariela Castro habe erst eine DVD bekommen, als der Film schon fertig war. Dass Bakker selbst ein Transmann ist, also von einer Frau zum Mann wurde, bescherte ihm beim Dreh auf Kuba fast Promi-Status. Viele Transsexuelle staunten („du bist ja gut gelungen“) und wollten sich mit seinem Drehbuchautor und Rechercheur fotografieren lassen, erzählte Abma.

Nur ein deutscher Spielfilm im Wettbewerb

Zündstoff lieferte die wegen ihrer Gewaltszenen teils schwer verdauliche Liebesgeschichte „Gleißendes Glück“, einziger deutscher Spielfilm im Hauptwettbewerb. Regisseur Sven Taddicken verfilmte eine Novelle der britischen Autorin A. L. Kennedy. Der wie immer wunderbare Ulrich Tukur gibt einen Porno-süchtigen Professor, der sich in eine verhuschte Hausfrau (Martina Gedeck) verliebt, die unter ihrem fiesen Ehemann (Johannes Krisch) leidet.

Bei der obligatorischen German-Films-Party für die deutschen Filmleute musste man auf den Stargast lange warten. Weil dort kein Fußball lief, hatte Tukur im Festivalzentrum den deutsch-italienischen Viertelfinalkrimi zu Ende geguckt.

Das Internationale Filmfestival Karlovy Vary

Das Filmfestival in Karlsbad (Karlovy Vary) ist eine der ältesten Filmschauen der Welt. Es feierte 1946 Premiere. Von 1958 bis 1992 fand es lediglich alle zwei Jahre statt. Daher kann es dieses Jahre erst seine 51. Austragung feiern, obwohl es bereits seit 70 Jahren existiert.

Den Festivalmachern gelingt es immer wieder internationale Stars nach Karlsbad zu locken, so waren bereits Robert Redford, Robert De Niro und Leonardo DiCaprio zu Gast.

Von Ricarda Nowak

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