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Potsdam Rowdys attackieren Kunstgalerie
Lokales Potsdam Rowdys attackieren Kunstgalerie
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22:23 05.11.2015
Ursula Sperl vor dem lädierten Schaufenster. Quelle: Christel Köster
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Potsdam

Am 7. Oktober hat es in den weitläufigen Räumen im Erdgeschoss der alten Fachhochschule das erste Mal gekracht. „Es war am späten Nachmittag“, berichtet Galeristin Ursula Sperl. „Ich hatte Gäste, und plötzlich gab es einen Riesenknall.“ Passanten erzählten ihr von einem Mann mit Mütze und Pferdeschwanz, der einen Beutel mit einer Sektflasche gegen eines der Schaufenster am Durchgang zum Staudenhof geschleudert hatte. Das Sicherheitsglas war angeschlagen, der Mann verschwunden.

Weitere Attacken folgten. Am 27. Oktober wurde erneut mit Wucht gegen die lädierte Scheibe geschlagen. Diesmal ging sie zu Bruch. Am Montag der nächste Vorfall: Der Hausmeister der Fachhochschule meldete den Galeristen in aller Frühe, dass eine Scheibe oben am Staudenhof eingeschlagen worden sei. Das Betonelement, das ins Fenster geschleudert wurde, ist unhandlich, groß und an die 15 Kilogramm schwer. Es liegt noch inmitten von Scherben auf dem Fensterbrett. Galerist Rainer Sperl ist froh, dass keine Kunst zu Schaden kam.

Die Ersatzscheibe, kaum eingesetzt, wurde besprüht. Im Gegensatz zu anderen Graffiti, die in den letzten Wochen auf fast alle Fenster im Erdgeschoss der Fachhochschule gesetzt wurden, kann man diese Schriftzüge entziffern: „Huren“ steht da in schwarzen Zügen, „HAA HAA“ in flammendem Rot.

Der verwahrloste Staudenhof wird zum Problemgebiet. Seit geraumer Zeit ist das beliebte Potsdam-Panorama der Künstler von Art Efx an der Hofmauer zum größten Teil unter flächigen Graffiti verschwunden. Jetzt sind die Scheiben der Fachhochschule und ihrer Untermieter dran. Seit zwei Wochen wird auch auf der Straßenseite gesprüht. Die Galeristen, die kleinere Tags meist so schnell wie möglich entfernten, sind ratlos und entsetzt.

Ruiniert haben die Unbekannten auch die von Designstudenten der Fachhochschule nach einem Wettbewerb realisierte Schaufenstergestaltung am Durchgang. In vier Sprachen steht dort in großen Lettern „Galerie“. Darüber geschmiert sind hässliche Edding-Kritzeleien. Rainer Sperl kann nur mutmaßen: „Ob die sich einen Wettbewerb liefern, ich weiß es nicht.“ Bisher wurde niemand gefasst.

Seit drei Jahren bespielen die Galeristen die Ausstellungsräume im Schaufenster der Fachhochschule. Doch so etwas haben sie weder hier, noch an einer ihrer früheren Adressen in Potsdam erlebt.

Von Volker Oelschläger

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