Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Rückendeckung für Jakobs im Pfingstbergstreit
Lokales Potsdam Rückendeckung für Jakobs im Pfingstbergstreit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:24 21.05.2015
Die umstrittene Parkanlage am Pfingstberg soll öffentlich zugänglich bleiben. Quelle: Christel Köster
Anzeige
Potsdam

Der Vorschlag von Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD), mit der Übernahme des umstrittenen Welterbe-Parks am Pfingstberg durch die Stadt dessen öffentliche Nutzung zu sichern, findet trotz zu erwartender Kosten für Sanierung und Unterhaltung der historischen Anlagen breite politische Unterstützung. Neben Linken, Grünen und der Fraktion „Die Andere“, die in den vergangenen Monaten am vehementesten gegen die Sperrung der sechs Hektar großen Anlage rings um die Villen Schlieffen und Henckel protestiert hatte, signalisierten auch SPD und CDU Rückendeckung für Jakobs.

„Grundsätzlich freue ich mich über alles, was die Öffentlichkeit der Parks erhält“, sagte SPD-Fraktionschef Mike Schubert. Zunächst müsse aber „die Finanzierbarkeit geklärt werden“. Sein CDU-Kollege Matthias Finken bekannte: „Ich bin im Moment hin- und hergerissen.“ Allerdings müsse klar sein: „Was kostet das? Wie wird es finanziert? Und wo kommt das Geld her?“ Zwei Zahlen sind bekannt: 40 000 Euro, die laut Jakobs benötigt werden, um mit der Entfernung gröbsten Wildwuchses im Park Verkehrssicherheit herzustellen. Und 1,8 Millionen Euro, die Springer-Vorstand Mathias Döpfner in Absprache mit der Schlösserstiftung privat in die Sanierung der Anlagen und der ruinösen Villa Schlieffen investieren wollte. Als Gegenleistung sollte der Mäzen nach der ursprünglichen Vereinbarung den sechs Hektar großen Park für zunächst 40 Jahre teils privat nutzen können. Der Stiftung selbst fehlen die Mittel für die Sanierung.

Vor zwei Jahren begannen die Verhandlungen. Eine erste öffentliche Information gab es seitens der Stiftung am 19. Mai 2014 in einer Veranstaltung für die Anwohner. Kurz darauf begann die Absperrung des Parks mit einem mehr als einen Kilometer langen Bauzaun, gegen den mittlerweile zwei Bürgerinitiativen anstürmen.

Im Oktober 2014 drohte Döpfner angesichts anhaltender Proteste erstmals mit einem Rückzug. „Was gut gemeint war, wird plötzlich negativ ausgelegt“, sagte er damals zur MAZ. Die zweite Absage Döpfners, der sich dazu noch nicht selbst geäußert hat, wurde Anfang Mai kolportiert: Grund war der Streit um eine von Döpfner geforderte Ausweitung der generell privat genutzten Flächen auf 40 Prozent des Gesamtareals.

Voraussetzung dafür wäre eine Änderung des Bebauungsplans, die jedoch im jüngsten Hauptausschuss klar abgelehnt wurde. Linken-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg hält die mit einer Übernahme des Parks durch die Stadt verbundenen Kosten ebenso überschaubar wie sein Grünen-Kollege Peter Schüler. Beide argumentieren, die Anlage müsse nicht zwingend denkmalgerecht saniert werden, um Verkehrssicherheit herzustellen und die öffentliche Nutzung zu garantieren.

Von Volker Oelschläger

Wieder ist in Potsdam ein Stück Uferweg saniert. Er führt durch einen denkmalgeschützten Grünzug Richtung Hermannswerder. Die Kosten für den 1,1 Kilometer langen Abschnitt liegen bei etwa einer Million Euro.

21.05.2015
Potsdam Spendenaktion für Therapie - Delfin-Dame hilft Potsdamer Kind

Wenn Stefan Joedecke seinen Sohn Matteo (4) fragt: „Willst du wieder zu Nubia?“, sagt dieser strahlend „Ja!“. Die simple Antwort grenzt an ein Wunder: Matteo kam nach komplizierter Schwangerschaft zu früh auf die Welt und ist geistig behindert. Seit einer Therapie mit Delfin-Dame Nubia geht es ihm viel besser, wie im Video zu sehen ist.

18.05.2015
Potsdam Pöbelnde und verzweifelte Radfahrer - Unterwegs mit der Fahrradstreife

Am Montag beginnt in Potsdam der Radverkehrskongress. Dabei geht es etwa darum, wie Städte fahrradfreundlicher werden können. Potsdam ist recht weit, deswegen steigen immer mehr Pendler aufs Rad um. Da kommt es auch schon mal zu Konflikten. Die MAZ ist einen Tag mit der Fahrradpolizei Streife gefahren und hat dreiste aber auch verständnisvolle Radfahrer getroffen.

18.05.2015
Anzeige