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Glamour über dem Volkspark

Rund 21 000 Besucher bei 14. Potsdamer Feuerwerker-Sinfonie Glamour über dem Volkspark

Es funkelte wieder am Potsdamer Nachthimmel. Rund 21 000 Besucher strömten am Wochenende in den Volkspark, um zwei mal zwei Pyro-Show zu erleben.

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Die Darbietung von Heron Fireworks.

Quelle: Christel Köster

Bornstedt. Mit einer fulminanten Pyro-Show hat das österreichische Team von „SteyrFire“ nach 2007 und 2008 zum dritten Mal die Potsdamer Feuerwerker-Sinfonie gewonnen. Rund 21 000 Besucher strömten am Freitag- und Sonnabend in den Volkspark, um zwei mal zwei Feuerwerke zu bewundern. Das farbenprächtige Spektakel wurde präsentiert von der Märkischen Allgemeinen Zeitung.

„Es war super! Wir sind erleichtert, dass sich die Wettervorhersagen nicht erfüllt haben. Da haben wir ein bisschen gezittert“, sagte Volkspark-Leiterin Diethild Kornhardt am Sonntag. Denn für beide Abende waren Gewitter angekündigt worden. Glücklicherweise blieb es trocken und lau.

2014 musste erstmals in der Geschichte der Potsdamer Feuerwerker-Sinfonie ein Pyro-Wettbewerb unwetterbedingt abgesagt werden. Also bekamen Besucher der ausgefallenen Show 50 Prozent Rabatt auf eine Eintrittskarte 2015. Mehr als 4000 der Gutscheine wurden bis Donnerstag eingelöst. Aufgrund immer unsicherer Wetterlagen werden die Tickets nun gegen Ausfall versichert – in diesem Jahr und in Zukunft. „Da führt kein Weg dran vorbei“, sagte Diethild Kornhardt.

Der Weg für die Augen der Besucher führte ohnehin nur zu den Farbexplosionen am Firmament. Als besonders vielfältig und experimentell erwiesen sich die Feuerwerker von „SteyrFire“, die ihre Show unters Motto „Servus Europa“ stellten. Temporeich begannen die Österreicher mit einer Sequenz aus dem Neue-Deutsche-Welle-Hit „Besuchen Sie Europa (solange es noch steht)“, dann Sirtaki, Can Can (mit blau-weiß-rotem Feuerwerk), Abba mit „Thank you for the Music“, die Scorpions mit „Wind of Change“. Es glitterte, es flimmerte, es funkelte – auf jede verschieden temperierte Musik waren verschiedene Effekte perfekt choreographiert. Zuvor heimste das deutsch-niederländische Team von Heron Fireworks für seine Darbietung zu Lovesongs viel Applaus ein. Doch eine Chance gegen „SteyrFire“ hatte auch am Abend zuvor „Efekt Chelm“ aus Polen nicht, die den Tagessieg mit überwältigenden 97 Prozent einfuhren. Ihre Pyro-Schöpfungen knallten zu Geigenklängen von David Garrett. Die Konkurrenten des Recklinghauser Traditionsbetriebes Prinz Feuerwerke, die zu Westernklassikern von Ennio Morricone Schwarzpulver-Kreationen abschossen, hatten Pech: „Es gab wegen eines Defekts am Schaltgerät Probleme mit der Funkzündung“, sagte Diethild Kornhardt. Weil deshalb etwa 200 Effekte nicht in die Luft gingen, entstanden eigenartige Kunstpausen.

Von Ricarda Nowak

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