Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
SPD beharrt auf Alternativen zur Sandscholle

Schulneubau in Babelsberg SPD beharrt auf Alternativen zur Sandscholle

Der Babelsberger SPD-Ortsvereinsvorsitzende David Kolesnyk beharrt auf seiner Forderung nach Alternativen zur Sandscholle als Ort für einen Grundschulneubau. Kritik von CDU/ANW und Linken weist er zurück. Es gebe eine Anzahl von Möglichkeiten, die noch gar nicht ausreichend geprüft worden seien.

Voriger Artikel
Ungebetener Gast schlägt mit Schlagstock zu
Nächster Artikel
Mit Fürst Pückler zur ITB nach Berlin

Der umstrittene Rasenplatz auf der Sandscholle in Babelsberg.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam/Babelsberg. Der SPD-Ortsvereinsvorsitzende David Kolesnyk hat Kritik von CDU/ANW und Linken an seinem Plädoyer für einen alternativen Schulstandort in Babelsberg zurück gewiesen. Wie berichtet, hatte Kolesnyk bei seiner Wiederwahl in der vergangenen Woche erklärt: „Eine Festlegung auf den Sportplatz Sandscholle und damit der für Babelsberg ersatzlose Wegfall einer Sportfläche, ohne dass die anderen Möglichkeiten vernünftig geprüft wurden, tragen wir nicht mit.“ Am Montagbekräftigte er, es gebe eine Anzahl von Alternativen, die noch gar nicht ausreichend geprüft worden seien.

Linken-Kreischef Sascha Krämer und der Vorsitzende des Sport- und Bildungsausschusses Clemens Viehrig (CDU/ANW) hatten am Wochenende in einer gemeinsamen Erklärung darauf verwiesen, dass die AG Schulentwicklungsplanung im Februar bereits zum zweiten Mal mehrheitlich beschlossen habe, den Rasenplatz an der Sandscholle für eine neue Grundschule zu nutzen. Sie verwiesen zudem auf neue und erweiterte Sportflächen am geplanten Neubau eines Gymnasiums in Waldstadt II und auf der Sandscholle selbst. Kolesnyk reagierte am Montag verärgert auf Krämers Appell, die Verwaltung nicht mit „wiederholten Endlosprüfungen“ zu belasten, mehr aber noch auf dessen Appell, „weniger mit alternativen Fakten arbeiten, als sich vielmehr konstruktiv an der Debatte“ zu beteiligen.

„Es gibt keine wiederholte Endlosprüfung“, erklärte der SPD-Politiker: „Bisher wurde außer Sandscholle und Uhlandstraße noch kein Standort durchgeprüft.“ Seine Fraktion plädiere für die ernsthafte Prüfung einer Grundschule im Apolloniahaus an der Großbeerenstraße, in der Straße Am Klubhaus im Wald zwischen der August-Bebel-Straße und dem Lindenpark sowie erneut am Horstweg: „Seitdem klar war, dass es eine neue Grundschule braucht, haben wir Flächen ins Spiel gebracht. Doch statt diese zu prüfen, wurden lediglich frei gewählte Argumente präsentiert, warum es dort nicht ginge. Jeweils nach kurzem hinterfragen war klar, dass diese überhaupt keine Grundlage haben.“

Kolesnyk verwies zudem auf einen Prüfantrag der Fraktion Die Andere zu weiteren Standorten, der von den Stadtverordneten in der vergangenen Woche zunächst zur Beratung in die Ausschüsse überwiesen wurde. Genannt werden in dem Antrag mit Kommentierungen die Glasmeisterstraße („liegt vorteilhaft im Planungsgebiet“), der Parkplatz des Filmparks Babelsberg („Flächen werden als Lagerplatz für Fahrmaschinen genutzt“) und das Medienstadt-Grundstück an der Ecke Großbeeren-/August-Bebel-Straße („gute Verkehrsanbindung“).

Kolesnyk kritisierte, dass die von Krämer und Viehrig als Alternative für den Rasenplatz Sandscholle genannten Sportflächen „sowieso neu entstehen“, deshalb könne von einem Ersatz keine Rede sein. Schließlich wies er den Vorwurf zurück, trotz Beschlusses der AG Schulentwicklungsplanung weitere alternative Prüfungen zu fordern. „Es hindert nichts daran, wenigstens jetzt ernsthaft die anderen Flächen zu prüfen. Den B-Plan für die Uhlandstraße konnte die Verwaltung schließlich auch vorbereiten, obwohl hier nicht mal jemand danach gefragt hat.“ Rückblickend äußert Kolesnyk die Vermutung, das „ein sehr schlechter Standort präsentiert“ worden sei, „damit alle den schlechten nehmen. Dass CDU und Linke das so einfach mitmachen, verwundert schon“.

Von Volker Oelschläger

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
dfdbc0d4-af48-11e7-b225-97bf4e5da6db
Potsdam – damals und heute

Zeitreise durch Potsdam: Anhand von historischen und aktuellen Aufnahmen zeigt die MAZ, wie sich die Stadt Potsdam verändert hat – und was wieder aufgebaut wurde. Besuchen Sie mit Klick durch die Galerie Potsdams markante Ecken – damals und heute.

Die Karikaturen von Jörg Hafemeister aus 2018

Jörg Hafemeister karikiert seit Jahren die Potsdamer Lokalpolitik. Nun hat er immer mittwochs seinen festen Platz im Potsdamer Stadtkurier. Wir zeigen an dieser Stelle alle Karikaturen aus dem Jahr 2018.

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg