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Potsdam SPD beharrt auf Alternativen zur Sandscholle
Lokales Potsdam SPD beharrt auf Alternativen zur Sandscholle
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14:44 07.03.2017
Der umstrittene Rasenplatz auf der Sandscholle in Babelsberg. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam/Babelsberg

Der SPD-Ortsvereinsvorsitzende David Kolesnyk hat Kritik von CDU/ANW und Linken an seinem Plädoyer für einen alternativen Schulstandort in Babelsberg zurück gewiesen. Wie berichtet, hatte Kolesnyk bei seiner Wiederwahl in der vergangenen Woche erklärt: „Eine Festlegung auf den Sportplatz Sandscholle und damit der für Babelsberg ersatzlose Wegfall einer Sportfläche, ohne dass die anderen Möglichkeiten vernünftig geprüft wurden, tragen wir nicht mit.“ Am Montagbekräftigte er, es gebe eine Anzahl von Alternativen, die noch gar nicht ausreichend geprüft worden seien.

Linken-Kreischef Sascha Krämer und der Vorsitzende des Sport- und Bildungsausschusses Clemens Viehrig (CDU/ANW) hatten am Wochenende in einer gemeinsamen Erklärung darauf verwiesen, dass die AG Schulentwicklungsplanung im Februar bereits zum zweiten Mal mehrheitlich beschlossen habe, den Rasenplatz an der Sandscholle für eine neue Grundschule zu nutzen. Sie verwiesen zudem auf neue und erweiterte Sportflächen am geplanten Neubau eines Gymnasiums in Waldstadt II und auf der Sandscholle selbst. Kolesnyk reagierte am Montag verärgert auf Krämers Appell, die Verwaltung nicht mit „wiederholten Endlosprüfungen“ zu belasten, mehr aber noch auf dessen Appell, „weniger mit alternativen Fakten arbeiten, als sich vielmehr konstruktiv an der Debatte“ zu beteiligen.

„Es gibt keine wiederholte Endlosprüfung“, erklärte der SPD-Politiker: „Bisher wurde außer Sandscholle und Uhlandstraße noch kein Standort durchgeprüft.“ Seine Fraktion plädiere für die ernsthafte Prüfung einer Grundschule im Apolloniahaus an der Großbeerenstraße, in der Straße Am Klubhaus im Wald zwischen der August-Bebel-Straße und dem Lindenpark sowie erneut am Horstweg: „Seitdem klar war, dass es eine neue Grundschule braucht, haben wir Flächen ins Spiel gebracht. Doch statt diese zu prüfen, wurden lediglich frei gewählte Argumente präsentiert, warum es dort nicht ginge. Jeweils nach kurzem hinterfragen war klar, dass diese überhaupt keine Grundlage haben.“

Kolesnyk verwies zudem auf einen Prüfantrag der Fraktion Die Andere zu weiteren Standorten, der von den Stadtverordneten in der vergangenen Woche zunächst zur Beratung in die Ausschüsse überwiesen wurde. Genannt werden in dem Antrag mit Kommentierungen die Glasmeisterstraße („liegt vorteilhaft im Planungsgebiet“), der Parkplatz des Filmparks Babelsberg („Flächen werden als Lagerplatz für Fahrmaschinen genutzt“) und das Medienstadt-Grundstück an der Ecke Großbeeren-/August-Bebel-Straße („gute Verkehrsanbindung“).

Kolesnyk kritisierte, dass die von Krämer und Viehrig als Alternative für den Rasenplatz Sandscholle genannten Sportflächen „sowieso neu entstehen“, deshalb könne von einem Ersatz keine Rede sein. Schließlich wies er den Vorwurf zurück, trotz Beschlusses der AG Schulentwicklungsplanung weitere alternative Prüfungen zu fordern. „Es hindert nichts daran, wenigstens jetzt ernsthaft die anderen Flächen zu prüfen. Den B-Plan für die Uhlandstraße konnte die Verwaltung schließlich auch vorbereiten, obwohl hier nicht mal jemand danach gefragt hat.“ Rückblickend äußert Kolesnyk die Vermutung, das „ein sehr schlechter Standort präsentiert“ worden sei, „damit alle den schlechten nehmen. Dass CDU und Linke das so einfach mitmachen, verwundert schon“.

Von Volker Oelschläger

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